Ihr Unternehmen?

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Martin 
Bauer 
Group
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Hohe Belastung, geringe Entwicklungsperspektiven, schwache Führung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Martin Bauer GmbH & Co. KG in Vestenbergsgreuth gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich im Arbeitsalltag häufig gegenseitig und versuchen gemeinsam, die Herausforderungen des Tagesgeschäfts zu bewältigen.

Das Unternehmen bietet auch Mitarbeitenden ohne höhere Qualifikation einen sicheren Arbeitsplatz und die Möglichkeit, praktische Berufserfahrung zu sammeln.

Wer sich mit den bestehenden Strukturen arrangieren kann und keine größeren Karriereambitionen hat, findet ein stabiles Arbeitsumfeld.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Führungskräfte werden häufig aufgrund ihrer fachlichen Leistung und nicht aufgrund ihrer Führungskompetenz ausgewählt. Die notwendige Unterstützung und Entwicklung für ihre neue Rolle findet nur unzureichend statt.
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten erscheinen nicht immer transparent und leistungsorientiert. Persönliche Kontakte scheinen teilweise wichtiger zu sein als Qualifikation und Engagement.
Die Geschäftsführung ist weit vom operativen Tagesgeschäft entfernt, wodurch Probleme und Herausforderungen der Mitarbeitenden nicht immer erkannt oder verstanden werden.
Mitarbeiterführung, Personalentwicklung und Talentförderung haben einen zu geringen Stellenwert. Viele Führungskräfte konzentrieren sich vor allem auf administrative Aufgaben und Delegation.
Der Fokus liegt stark auf Kennzahlen, Auslastung und Außendarstellung. Prozessqualität, Nachhaltigkeit und kontinuierliche Verbesserungen geraten dabei häufig in den Hintergrund.
Regeln und Vorgaben werden nicht immer einheitlich angewendet, wodurch der Eindruck einer Ungleichbehandlung entstehen kann.
Die körperliche und psychische Belastung insbesondere in Produktion und Logistik ist hoch, während gleichzeitig nur begrenzte Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bestehen.
Die hohe Fluktuation engagierter und leistungsstarker Mitarbeitender wird aus meiner Sicht nicht ausreichend als Warnsignal wahrgenommen.

Verbesserungsvorschläge

Die Auswahl, Entwicklung und Begleitung von Führungskräften sollte deutlich stärker in den Fokus rücken. Fachliche Kompetenz allein macht noch keine gute Führungskraft. Vor der Besetzung von Führungspositionen sollten Führungsqualitäten, soziale Kompetenzen und die persönliche Eignung systematischer bewertet werden.

Neue Führungskräfte sollten durch gezieltes Coaching, Mentoring und regelmäßige Weiterbildung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützt werden. Gleichzeitig sollten Führungskräfte stärker an ihrer tatsächlichen Führungsleistung gemessen werden – insbesondere in den Bereichen Mitarbeiterentwicklung, Kommunikation, Teamführung und Konfliktmanagement.

Karriereentscheidungen sollten nachvollziehbar, transparent und leistungsorientiert getroffen werden. Persönliche Beziehungen dürfen dabei keine Rolle spielen. Eine offene Feedbackkultur sowie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen könnten helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und die Qualität der Führung nachhaltig zu verbessern.

Darüber hinaus sollte die Geschäftsführung den Kontakt zum operativen Tagesgeschäft intensivieren, um Herausforderungen und Verbesserungspotenziale besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen treffen zu können

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt von hohem Leistungsdruck geprägt. Das Tagesgeschäft hat stets oberste Priorität, wodurch nachhaltige Verbesserungen, stabile Prozesse und eine konsequente Qualitätsorientierung häufig auf der Strecke bleiben. Hinzu kommt ein angespanntes Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten, was die tägliche Arbeit zusätzlich erschwert.

Image

Das Unternehmen legt aus meiner Sicht großen Wert auf seine Außendarstellung. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass interne Probleme und strukturelle Schwächen nicht in gleichem Maße adressiert werden. Die Wahrnehmung nach außen und die tatsächlichen Erfahrungen vieler Mitarbeitender weichen daher teilweise voneinander ab.

Work-Life-Balance

Die Arbeit in Produktion und Logistik ist körperlich anstrengend und mit erheblichem Stress verbunden. Insbesondere die Kombination aus hohem Arbeitsaufkommen, Personalmangel durch Fluktuation und zusätzlichem Druck durch Vorgesetzte kann die Belastung deutlich erhöhen.

Karriere/Weiterbildung

Karrierechancen scheinen häufig stärker von persönlichen Kontakten zur Führungskräften, Geschäftsführern oder Eigentümern als von Leistung und Qualifikation abhängig zu sein. Mitarbeitende ohne entsprechende Beziehungen haben nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig fehlt es an systematischer Mitarbeiterentwicklung und gezielter Förderung. Insbesondere in Produktion und Logistik sind über Jahre hinweg kaum positive Entwicklungen oder neue Perspektiven erkennbar.

Gehalt/Benefits

Anbetracht der Arbeitsbedingungen, Hitze, Staub, schwere körperliche Arbeit, zu gering.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich gut. Viele Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig, um die Anforderungen des Tagesgeschäfts bewältigen zu können. Allerdings verlassen leistungsstarke und engagierte Beschäftigte regelmäßig das Unternehmen, was sich langfristig negativ auf die Teams auswirkt.

Vorgesetztenverhalten

Hier zeigt sich aus meiner Sicht die größte Schwäche des Unternehmens. Das Peter-Prinzip scheint konsequent angewendet zu werden: Gute Fachkräfte werden in Führungspositionen befördert, unabhängig davon, ob sie für diese Aufgaben geeignet sind. Viele Führungskräfte wirken mit ihren Verantwortlichkeiten überfordert und verbleiben dennoch langfristig in ihren Positionen. Klassische Führungsaufgaben wie Mitarbeiterentwicklung, Förderung von Talenten oder aktive Unterstützung der Teams finden nur eingeschränkt statt. Stattdessen wird ein Großteil der Arbeit nach unten delegiert.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich stark zwischen Bürobereichen und operativen Tätigkeiten. Während Entscheidungen häufig auf administrativer Ebene getroffen werden, tragen die Mitarbeitenden in Produktion und Logistik die Hauptlast der Umsetzung. Die körperliche Belastung ist hoch, gleichzeitig fehlen vielfach die Voraussetzungen für effiziente und nachhaltige Arbeitsabläufe.

Kommunikation

Die Kommunikation wirkt häufig einseitig und wenig praxisorientiert. Arbeitsanweisungen scheinen vor allem für Audits und Zertifizierungen erstellt zu werden und bieten den Mitarbeitenden im operativen Alltag nur begrenzten Mehrwert. Die Geschäftsführung ist zudem weit vom Tagesgeschäft entfernt, wodurch wichtige Herausforderungen und Probleme der Belegschaft oftmals nicht ausreichend wahrgenommen werden.

Gleichberechtigung

Vorgaben und Regeln werden nicht immer einheitlich angewendet. Sanktionen und Konsequenzen wirken teilweise personenabhängig, wodurch der Eindruck einer Ungleichbehandlung entsteht. Objektive und nachvollziehbare Maßstäbe sind nicht immer erkennbar.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Interessante Aufgaben

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.