Mehr Schein als Sein-respektlos, sobald man nicht „mitspielt“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe Materna TMT als Umfeld erlebt, in dem nach außen sehr viel Wert auf ein positives Image gelegt wird, während der Umgang im Alltag deutlich weniger wertschätzend ist. Am Anfang war die Stimmung mir gegenüber freundlich -aber für mich fühlte sich das zunehmend fake an, weil die Freundlichkeit aus meiner Sicht vor allem so lange galt, wie man „reibungslos funktioniert“ und keine unbequemen Punkte anspricht.
Ein deutlicher Bruch begann für mich in der Phase, als die Geschäftsführerin die Firma übernehmen sollte und anschließend vieles umstrukturiert wurde. Ab da wirkte vieles hektisch, wechselhaft und wenig transparent: Prioritäten änderten sich schnell, Entscheidungen waren für mich nicht gut nachvollziehbar, und es fehlte an klarer Kommunikation (wer entscheidet was, nach welchen Kriterien, und was bedeutet das konkret für Mitarbeitende?)
Was zusätzlich negativ auffiel, war die starke Inszenierung von „Women Power“ und „Wir sind so ein geiles Team“-Narrativen. Grundsätzlich ist Empowerment natürlich nichts Schlechtes in meinem Erleben blieb es hier aber oft bei Symbolik und internen Formaten/Seminaren, die eher wie Pflicht-Show wirkten als wie echte Weiterentwicklung oder ernst gemeinte Kulturarbeit. Das Ergebnis war für mich: viel Eigenmarketing, aber wenig echtes Zuhören und wenig Respekt im täglichen Miteinander.
Kritik oder abweichende Meinungen wirkten nicht willkommen; stattdessen hatte ich den Eindruck, dass Konformität belohnt wird und man sonst schnell „kaltgestellt“ wird. Wer eine professionelle, offene Feedbackkultur sucht, in der Probleme sachlich gelöst werden, könnte enttäuscht werden.
Und noch ein Punkt, der für mich gar nicht ging: die Kolleg:innenkultur.Ganz ehrlich: Der Umgang im Team war für mich teilweise ziemlich toxisch. Hinter dem Rücken wurde viel gelästert, Aussagen wurden weitergetragen oder verdreht, und statt Probleme direkt anzusprechen, lief vieles über Flurfunk. Das hat für mich ein Klima aus Misstrauen erzeugt, in dem man ständig aufpassen musste, wie etwas ausgelegt wird - echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe wurde dadurch erschwert, und respektvoller Umgang blieb aus.