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Bewertung

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Mehrfachbewertung

Vom Schein zum totalen Absturz – es wird immer schlimmer

1,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Finanzen / Controlling in Berlin gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt wird immerhin pünktlich überwiesen. Damit erschöpfen sich die positiven Aspekte derzeit aber leider auch schon komplett.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Im Grunde fast alles – die Entwicklung der letzten Monate ist eine absolute Vollkatastrophe. Besonders negativ stechen folgende Punkte heraus:

- Komplette Fehlbesetzung in den Führungsebenen: Es gibt keine echte Mitarbeiterführung, keine Fachkompetenz in Sachen Empathie und null Rückendeckung für die Angestellten.

- Chronische Überlastung als Dauerzustand: Durch massiven Personalmangel bleibt die Arbeit anderer Bereiche an einzelnen Teams hängen. Das Pensum ist in der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen, Überstunden werden vorausgesetzt.

- Gefährliches Silodenken & Ellenbogenmentalität: Ein konstruktiver Austausch zwischen den Abteilungen existiert nicht mehr. Stattdessen herrscht ein „Jeder gegen jeden“, und wer Prozesse und Vorgaben korrekt einhalten will, wird blockiert.

- Null Kommunikation: Man erfährt wichtige Dinge grundsätzlich als Letzter oder erst, wenn es bereits zu spät ist.

- Keinerlei Wertschätzung oder Förderung: Engagement wird als selbstverständlich hingenommen, Weiterbildung existiert nicht und langjährige Erfahrung zählt nichts. Auch der Betriebsrat glänzt durch Untätigkeit.

- Mangelhafte Zustände vor Ort: Selbst bei einfachsten Dingen wie der Sauberkeit in den Küchen oder der Bereitstellung von ausreichend Mülleimern scheitert es im Alltag.

Verbesserungsvorschläge

Ich würde dringend anfangen, die komplette Führungsebene auszutauschen und Leute einzusetzen, die tatsächlich Ahnung von Mitarbeiterführung haben. Hört auf mit den ständigen Schuldzuweisungen zwischen den Abteilungen und sorgt endlich für eine spürbare Entlastung der überlasteten Teams, statt Fehler bei denjenigen zu suchen, die nur ihren Job machen.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung hat sich nochmals massiv verschlechtert. Der Graben zwischen den einzelnen Teams ist tiefer denn je. Wer versucht, sich an Richtlinien, Prozesse und gesetzliche Vorgaben zu halten, stößt bei vielen Kollegen auf offene Ablehnung. Eine professionelle Arbeitsmentalität sucht man bei der Mehrheit hier leider vergeblich.

Kommunikation

Eine Katastrophe. Es findet so gut wie kein Austausch mehr zwischen den verschiedenen Bereichen statt. Man erfährt wichtige Dinge meistens erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Kollegenzusammenhalt

Aus dem damaligen „Jeder macht seins“ ist inzwischen fast schon ein „Jeder gegen jeden“ geworden. Der Zusammenhalt schwindet spürbar unter dem steigenden Druck.

Work-Life-Balance

Absoluter Tiefpunkt. Von einer "Balance" kann überhaupt keine Rede mehr sein. Die Überstunden sind mittlerweile Standard und das geforderte Pensum ist mit normaler Arbeitszeit absolut nicht mehr zu bewältigen.

Vorgesetztenverhalten

Hier ist Hopfen und Malz verloren. Die Führungskräfte erweisen sich immer deutlicher als absolute Fehlbesetzung. Kompetenz oder ein offenes Ohr für die Probleme der Angestellten sucht man vergebens.

Interessante Aufgaben

Selbst wenn die Aufgaben an sich Potenzial hätten: Man erstickt im stupiden Dauerstress und ist eigentlich nur noch damit beschäftigt, die Fehler und Versäumnisse anderer auszubügeln.

Gleichberechtigung

Die Schieflage hat sich verschärft. Unter Gleichberechtigung wird hier verstanden, für bestimmte Gruppen alles zu tun, während die Mehrheit der Belegschaft komplett leer ausgeht. Vom Betriebsrat kommt hierbei leider überhaupt keine spürbare Unterstützung mehr.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen haben es hier extrem schwer oder sind kaum noch vorhanden. Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit werden nicht geschätzt.

Arbeitsbedingungen

Auch hier gab es einen spürbaren Rückschritt. Die Ausstattung und die allgemeinen Bedingungen sind frustrierend und machen das Arbeiten nicht gerade leichter.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird noch weniger darauf geachtet. Die Küchen sind regelmäßig verschmutzt, Mülleimer sucht man vergeblich. Umweltschutz existiert hier höchstens auf dem Papier.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wäre okay, wenn man nur das tun müsste, wofür man eigentlich zuständig ist. Da der Personalmangel aber chronisch ist und man die Arbeit anderer permanent mitauffangen darf, steht die Bezahlung in keinem Verhältnis mehr zum Stress.

Image

Die Fassade bröckelt gewaltig. Nach außen hin wird zwar weiterhin krampfhaft versucht, das perfekte Bild zu wahren, aber intern weiß mittlerweile jeder, wie es tatsächlich aussieht.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung? Nach wie vor absolute Fehlanzeige. Wer sich entwickeln will, ist hier komplett an der falschen Adresse.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.