Neutrale und ehrliche Bewertung der Tätigkeit bei MCPAPER,,Stern Center Potsdam" im Zeitraum von Ende 2023 bis Juni 2025
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist, dass der Lohn stets pünktlich ausgezahlt wird sowie der Mitarbeiterrabatt von 25% auf Artikel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das größte Manko ist die fehlende Wertschätzung und die unbezahlte Mehrarbeit, die regelmäßig geleistet werden muss.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation sollte klarer und professioneller erfolgen, ohne WhatsApp oder Zettel. Die Filialleitung sollte respektvoller und konstruktiver mit Mitarbeitenden umgehen. Extra Arbeitszeit, wie Kassen zählen und Schlüsselrückgabe, muss bezahlt werden. Verpackungen sollten reduziert und umweltfreundlicher sein. Beschädigte Ware könnte rabattiert statt entsorgt werden. Das Arbeitsklima muss verbessert und Mitarbeiterprobleme ernst genommen werden.
Arbeitsatmosphäre
Wenn man alleine gearbeitet hat, war es angenehm. Es gab hin und wieder Aufgaben zu erledigen, aber auch Tage, an denen kaum etwas los war. Dennoch gab es auch die arbeitsreichen Tage, an denen viele Pakete ankamen, die alle aufgeommen und verräumt werden mussten. Und wehe, man hat es nicht geschafft! Am nächsten Tag musste man sich dafür rechtfertigen – wieso, weshalb, warum. Die Antwort war meist: Man war zu langsam. Etwas anderes konnte es ja scheinbar nicht gewesen sein.
Image
Nach außen vermittelt das Unternehmen ein modernes und kundenorientiertes Auftreten. Für Kundinnen und Kunden wirkt alles ordentlich, freundlich und gut organisiert.
Aus Mitarbeitersicht zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die internen Abläufe, der Umgang durch die Filialleitung und die unbezahlte Zusatzarbeit hinterlassen einen weniger positiven Eindruck. Bewerbungen wurden teilweise nicht beantwortet, Mitarbeiterprobleme nicht ernst genommen und wichtige Informationen nur unklar oder verspätet kommuniziert. Auch organisatorische Punkte wie die unbezahlte Schlüsselrückgabe, zusätzliche Zeit vor und nach der Schicht sprechen eher für ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Wertschätzung. Das äußere Image und die interne Realität stimmen daher nicht vollständig überein.
Work-Life-Balance
Der Dienstplan musste etwa 15 bis 1 Monat vor Beginn des neuen Monats mit den gewünschten Terminen abgegeben werden. Diese Terminwünsche wurden in der Regel frühzeitig und gut berücksichtigt außer in den Ferien und Brückentagen. Wurden Termine erst nach Erstellung des Plans angegeben, führte das oft zu Konflikten oder überzogenen Reaktionen seitens der Filialleitung. Statt nach Lösungen zu suchen, kamen manchmal Antworten wie „Das ist nicht dein Ernst“ oder „Das geht nicht“, was das Arbeitsklima belastete. Natürlich können Fehler passieren, dennoch sollte man nicht auf diese Weise reagieren.
Karriere/Weiterbildung
Es gab keine konkreten Weiterbildungsmöglichkeiten oder Entwicklungsperspektiven. Die einzige Option war, für denselben Stundenlohn mehr Stunden zu arbeiten und zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Eine gezielte Förderung oder Qualifizierung fand nicht statt.
Gehalt/Benefits
Vergütung und tatsächliche Arbeitszeit:
Das einzig positive war, das der Lohn immer pünktlich auf das Konto überwiesen wurde.
Die Bezahlung lag auf Mindestlohnniveau mit 24 Urlaubstagen pro Jahr. Würde die zusätzliche Zeit – etwa 10 - 15 Minuten vor und nach jeder Schicht für Kassenaufgaben sowie das Zurückbringen des Schlüssels – offiziell vergütet, wäre die Bewertung deutlich besser. In der Realität arbeitete man jedoch regelmäßig unbezahlt mit, wodurch sich der effektive Stundenlohn rechnerisch auf etwa 10.50 € oder weniger reduzierte.
Aus diesem Grund fällt die Bewertung der Vergütung mit 1 von 5 Sternen aus. Mit fairer Anrechnung aller geleisteten Zeiten wäre eine 5-Sterne-Bewertung gerechtfertigt gewesen auf Minijob Basis.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die gelieferten Pakete enthielten oft sehr viel Verpackungsmaterial – teilweise war mehr Verpackung als eigentlicher Inhalt darin. Die Paketgrößen hätten in vielen Fällen kleiner und umweltfreundlicher gewählt werden können. Beschädigte Artikel wurden abgeschrieben und entsorgt – selbst bei leichten Mängeln. Eine vergünstigte Abgabe an Kundschaft war nicht vorgesehen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war in Ordnung. Mit denjenigen, mit denen man gut klarkam, war die Zusammenarbeit angenehm. Der Umgang mit der Filialleitung war oft schwierig. Man musste sich für bestimmte Dinge immer wieder rechtfertigen, was auf Dauer lästig und teilweise auch demütigend war.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen war durchweg respektvoll und gleichberechtigt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war oft sehr unprofessionell. Nach meinem Wissen wurden Bewerbungen teilweise nicht einmal abgesagt. Wichtige Informationen wurden zudem schlecht oder unklar kommuniziert. Mitarbeiterprobleme wurden zum Teil belustigt und nicht ernstgenommen. Wertschätzung durch die Vorgesetzten ist nicht zu erwarten.
Arbeitsbedingungen
Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit lag bei 35 Stunden im Monat, mit 24 Urlaubstagen pro Jahr. (bei allen). Der Lohn entsprach dem gesetzlichen Mindestlohn.
Die Schichten dauerten in der Regel 4 Stunden. In diesen kurzen Einsätzen gab es keine Pause was sehr angenehm war. Die Hürde ist wenn man alleine im Laden ist und auf Toilette möchte. Toilettengänge waren in solchen Fällen nicht möglich, da ein Verlassen des Geschäfts problematisch war. Obwohl offiziell kommuniziert wurde, dass man im Notfall den Laden kurz schließen dürfe, war das in der Praxis nicht erwünscht. Oft wurde sinngemäß gesagt, „4 Stunden hält man auch aus“, was in der Regel stimmte. Zusätzlich wurde erwartet, dass man etwa 15 Minuten vor Schichtbeginn erscheint, um die Kasse zu zählen, und etwa 10 bis 15 Minuten nach Schichtende bleibt, um die Abrechnung zu machen und das Geld im Tresor zu verstauen – ohne zusätzliche Vergütung. Das galt als selbstverständlich. Außerdem musste der Schlüssel am Folgetag persönlich in die Filiale zurückgebracht werden. Das erfolgte in der Freizeit und ohne Bezahlung. Je nach Entfernung konnte der Hin- und Rückweg einige Zeit einnehmen.
Kommunikation
Die Kommunikation während meiner Beschäftigung war leider in mehreren Punkten verbesserungswürdig. Wichtige Informationen wurden häufig über ausgedruckte Zettel übermittelt, die teilweise unklar formuliert waren. Trotz fehlendem Verständnis für bestimmte Inhalte oder Abläufe war eine Unterschrift erforderlich. Zusätzliche Kommunikation fand über WhatsApp statt, wobei teilweise Forderungen gestellt wurden. Aus meiner Sicht ist diese Art der Kommunikation für ein Arbeitsverhältnis als gesmate Filiale nicht ideal. Mit einzelnen Kollegen gerne über WhatsApp. Ich empfehle zukünftigen Mitarbeitenden, frühzeitig klarzustellen, dass sie eine Kommunikation über E-Mail oder Telefon bevorzugen.
Gleichberechtigung
Es wurden ausschließlich Muttersprachler eingestellt. Das Alter der Mitarbeitenden war hingegen gemischt, was zu einer gewissen Altersvielfalt im Team geführt hat.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren in Ordnung und nicht besonders anspruchsvoll. Hauptsächlich ging es darum, Ware aufzunehmen, zu verräumen, an der Kasse zu arbeiten und Kunden bei Bedarf zu beraten. Im Großen und Ganzen war es kein Hexenwerk.