Ihr Unternehmen?

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m:con 
- 
mannheim:congress 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Gute und schlechte Seiten. Allgemein eher chaotisch, viel wird gepredigt, wenig davon gelebt. IT-seitig hohe Fluktuation

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei m:con - mannheim:congress GmbH in Mannheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Haus, die Vielfalt, die Events. Bei Events auch mal hinter den Kulissen sein zu können und auch mal Politiker hautnah zu sehen oder auch mal einen GT3RS im Foyer stehen zu haben.
Kostenlose Tickets (sehr geringes Kontingent allerdings) für viele interne Veranstaltungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Eigentlich alle vorher genannten Punkte. Kommunikation, Organisation, Sozialleistungen, Arbeitsteilung.

Verbesserungsvorschläge

- Vorgesetztenschulungen von extern (!)
- Von MA genannte Probleme Ernst nehmen und Änderungen einleiten
Es laufen seit Jahren die MA insbesondere in 2-3 Abteilungen weg, woran liegt das?
- Mehr Kommunikation!!
- Über die Arbeitsteilung Admin/Event nachdenken

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb der IT ein gemeinsames, großes Büro, lediglich Abteilungsleitung und Programmierer sind durch eine Glastür getrennt.
Wenn jemand telefoniert, ist das ganze Büro dabei.
Die Atmosphäre innerhalb des Teams variiert stark nach Führungskraft. Andere Teams sind sehr zufrieden, meiner Meinung nach herrscht hier der größte Handlungsbedarf.
Ich habe mir ein Jahr lang konstruktiv die Zähne ausgebissen, ohne sichtbaren Effekt. Im Team waren in den letzten 10 Jahren mindestens 15 Personen, die wieder weg sind, teils nach wenigen Monaten schon. Der gemeinsame Nenner ist relativ eindeutig.

Image

Scheint ganz gut angesehen in der Branche, wenngleich auch öfter mal "das sieht in die Jahre gekommen aus" als Aussage gefallen ist. Für Medizinkongresse soweit ich weiß innerhalb der Top 3 deutschlandweit.

Work-Life-Balance

Kommt darauf an. Offiziell herrscht eine Gleitzeit. Realistisch gibt es eine Kernzeit von 9-17 (innerhalb IT-Adminteam) mit Zeitkonto und eine Admindopplung vor Ort. Sprich immer mindestens 2 Teammitglieder vor Ort von 3. Das schränkt bei HO und Urlaub ein, komischerweise gilt das aber scheinbar nicht für jeden.
So kam es, dass ich mehrere Tage als einziger des Teams im Dienst war, ohne Absprache mit mir. Außerdem wurde ich einmal planmäßig für 17 Tage am Stück eingeplant, was niemandem aufgefallen ist. Als ich es bemängelt habe, kam ein äußerst unangemessener Spruch seitens Abteilungsleitung.
Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit kommt durchaus regelmäßig vor, mindestens 5x im Jahr, eher öfter.

Karriere/Weiterbildung

Sehr dürftig. Weiterbildungsmaßnahmen sind fast vollständig Fehl am Platz. Selbst, wenn es bei gewissen Themen definitiv Bedarf gäbe und man durch die gesparte Zeit definitiv günstiger rauskommt.
Proaktiv schon garnicht, auf Nachfrage meistens schon, z.B. die Teilnahme an einer Developer-Conference oder einzelne Produktschulungen habe ich mitbekommen, eine wirkliche Microsoft-Zertifizierung o.ä. überhaupt nicht.

Gehalt/Benefits

Sozialleistungen im Rahmen des TVÖD, kaum darüber hinaus. 0815-Angebote wie Obst-/Gemüsekorb (offiziell temporär), Corporate Benefits. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, für 20€/Monat im Parkhaus parken zu dürfen, auch privat. Allerdings ohne Stellplatzreservierung, sprich zur Spätschicht bei Kongressen kann man durchaus auch mal Pech haben, ohne monetären Ausgleich. Einen designierten Mitarbeiter-Parkbereich gibt es nicht. Für 10€/Monat kann man im naheliegenden Fitnesstudio trainieren, was zu Stoßzeiten allerdings deutlich überfüllt ist.
Gehalt: Zum Vergleich, ich bin jetzt auf einer Stelle mit Gleitzeit, Mo-Fr, keine Admintätigkeiten, geringere Verantwortung, keine Dienstreisen und habe etwa 2000€ mehr Brutto im Jahr. Mit diversen weiteren Sozialleistungen und 13.+14. Gehalt (100%!).

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich weiß nicht so recht, was Schein und was Sein ist.
Die Eventbranche an sich ist natürlich alles andere als nachhaltig. Es werden 50m² große Stände aus Pressspan, Teppich und Holz für teilweise 2 Tage (!!!!) aufgebaut. Die Stände werden im Anschluss zusammengerissen und zum Großteil im Restmüll entfernt. Banner, Fahnen, usw. werden gedruckt zur einmaligen Nutzung.
Auf der anderen Seite macht man Mobilitätsumfragen, empfiehlt die Bahn zur Anreise und kommuniziert penibel die Mülltrennung und Recycling. Ob es auch bis zum Ende der Müllkette so umgesetzt wird, weiß ich nicht.

Kollegenzusammenhalt

Gemeinsame Mittagspausen, vereinzelt auch Abteilungsübergreifend. Allerdings lästert jede Abteilung unter sich über andere, statt Themen offen anzusprechen. Man ist am liebsten unter sich. Es wird auch hier gepredigt "we are one" (inkl. Spruch auf der Firmenkleidung), aber are you really one? Im Ernstfall wird zusammengehalten und angepackt, aber sonst gilt oftmals "wegducken, bevor ich Arbeit bekomme" und "Abteilung X hat den Fehler gemacht".

Umgang mit älteren Kollegen

Nichts negatives feststellen können. Es gibt einige ältere Kollegen, viele Ehemalige kommen auch nach wie vor zu Veranstaltungen und sind gerne gesehen. Personen in Rente werden auch teilweise noch als Teilzeitkräfte angestellt.

Vorgesetztenverhalten

Ich kann nur IT ausreichend bewerten.
Abteilungsleitung: Katastrophe. Einiges habe ich bereits geschrieben. Man vergreift sich massiv in Ton und Wortwahl, man greift Teammitglieder unnötig an, lästert teils in Hörreichweite über sie, auch mit betriebsfremden Personen.
Es wird sich unnötig tief in Entscheidungen reingehängt und teils trotz eigentlich besserem Wissen Kurzschlussentscheidungen getroffen. Es fällt sehr schwer, Verantwortung abzugeben.
Über Anweisungen des Betriebsrates wird sich hinweggesetzt, ohne Konsequenz. Es werden telefonisch getroffene Absprachen später geleugnet und Konsequenzen für "Fehlverhalten" durchgesetzt, bevor dieses angebliche Verhalten überhaupt kommuniziert wurde und die Möglichkeit der Verbesserung geben wurde.

Teamleitung Admins: Bedingt gut. Wesentlich empathischer und menschennah, allerdings wird im Ernstfall vor der Abteilungsleitung gehuscht und die teilweise nötige "Prägnanz" fehlt. Es kommt ein äußerst zeitkritisches Thema auf den Tisch, das JETZT Handlung erfordert und die Antwort ist mehr so "ja schauen wir mal".

Arbeitsbedingungen

Laut, oft ducheinander und sprunghaft, viele Reisen, man opfert Wochenenden, Feiertage, Nächte. Diese werden allerdings monetär ausgeglichen. Nach längerer Krankheit aufgrund eines Vorfalls auf einer Veranstaltung und damit einhergehenden Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurde das meiste abgewälzt in "können wir nicht, geht nicht, machen wir nicht". Letztlich hieß es "Sicher, dass es der richtige Job für dich ist?". Am Ende müsste man ja noch an seinem ungeeigneten System rütteln.

Kommunikation

Es wird gepredigt "Nennt uns Verbesserungsvorschläge", "sprecht Probleme offen an", usw.
Das Endergebnis? Nichts passiert, weil "kein Geld", "keine Zeit", "kein echtes Problem".
Es gab MASSIVE Kommunikationsprobleme innerhalb des Teams, insbesondere von der Abteilungsleitung in Richtung mehrerer Teammitglieder. Minutenlange Diskussionen mit Einzelpersonen in Meetings vor versammelter Mannschaft, absolut unpassende Wortwahl und Giftigkeit. Meistens wegen Kleinigkeiten.
Auf Firmenebene werden Entscheidungen ohne Einbezug der MA vollzogen, oder nur im sehr kleinen Kreis der "Vertrauten".

Gleichberechtigung

Soweit ich das sehen konnte sehr ausgeglichen. Einige weiblich gelesene Führungskräfte bis zur Bereichsleitung hoch.
Es fällt durchaus mal der ein oder andere unpassende Kommentar oder """Witz""" ggü. androgynen, transsexuellen oder non-binären Personen. Das aber nur vereinzelt, man bekommt es dennoch mit.
Innerhalb der Firmenkommunikation wird zumindest von offizieller Stelle meistens gegendert - vollkommen i.o., schön wäre nur die einheitliche Umsetzung davon.
Der kürzlich eröffnete Saal wurde Alice Bensheimer gewidmet und im selben Zuge auch einige eher feministische Veranstaltungen durchgeführt - sehr schön zu sehen.
Jeder (!) andere Saal ist nach männlichen Komponisten, Musikern, usw. benannt. Hier herrscht noch Nachholbedarf. Wir sind ungefähr im Verhältnis 1/10 weiblich/männlich was die Säle angeht.

Interessante Aufgaben

Wie man es sieht. Komplexe, sehr vielfältige Infrastruktur mit vielen unterschiedlichen Bedarfen. Die Adminstellen sind sowohl für interne IT als auch Events zuständig.
Eventseitig: Die Vorbereitung ist extrem händisch und eintönig. Viel copy-paste, viel manuelles Datenbankgefuchtel. Ständige Absprachen und stundenlange Meetings.
Die Events selbst (intern wie extern) sind meist nicht mehr als 1st Level support (Drucker, Toner, Handscanner) und das teils 5 Tage am Stück.
Man lernt viele Personen kennen, man lernt viele Städte kennen, man bindet sich mit den unterschiedlichen Eventteams, aber die puren IT-Aufgaben sind im Eventmanagement eintönig.

Intern: "gewachsene" Infrastruktur mit mindestens 6 verschiedenen Vendors und Modellen aus weit unterschiedlichen Hardwaregenerationen im Netzwerkbereich. Darunter auch teils massive Probleme, isolierbar auf eine Komponente. Diese wird dann aus Kostengründen nicht getauscht, dabei sind die versteckten Personal- und Ausfallskosten ein vielfaches höher als der Kauf und Austausch. Interessant ist das auf jeden Fall, aber nicht im Sinne "abwechslungsreich" sondern "wow, ich wusste garnicht, dass das auch so fehlschlagen kann".

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.