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Belastende Arbeitsatmosphäre mit gutem Kollegenzusammenhalt, aber fehlender Wertschätzung

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kollegenzusammenhalt und gegenseitige Unterstützung
Interessanter Produktbereich (Motorradbekleidung)
Teilweise guter Kundenkontakt
Grundsätzlich normale Arbeitsbedingungen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Unberechenbares Verhalten der Geschäftsführung
Aus meiner Sicht teils respektlose oder nicht konstruktive Kommunikation
Fehlende transparente Entscheidungen
Kaum erkennbare Entwicklungsperspektiven
Keine zusätzlichen Sozialleistungen

Verbesserungsvorschläge

Wertschätzenderer Umgang mit Mitarbeitern
Sachliche und konstruktive Fehlerkultur
Mehr Transparenz bei Entscheidungen und Regelungen
Offene Kommunikation ohne Angst vor negativen Reaktionen
Längere Pausen bei langen Schichten
Mehr Verlässlichkeit im Führungsverhalten
Mehr Rücksicht auf Mitarbeiterwünsche z.B. bei freien Tagen
Einführung von Sozialleistungen (z. B. Fahrtkostenzuschuss / HVV-Ticket)

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als dauerhaft angespannt empfunden.

Belastend war für mich insbesondere die teilweise schwer vorhersehbare Reaktion der Geschäftsführung. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung kam es immer wieder zu Situationen, in denen Gespräche oder Kritik sehr emotional geführt wurden. Dadurch entstand bei mir und anderen Mitarbeitern häufig Unsicherheit darüber, wie auf Fehler, Rückfragen oder alltägliche Situationen reagiert werden würde.

Die Stimmung im Betrieb wurde aus meiner Sicht stark durch diese Unvorhersehbarkeit geprägt. Selbst an normalen Arbeitstagen hatte ich oft das Gefühl, besonders vorsichtig sein zu müssen, um Konflikte zu vermeiden. Das hat für mich langfristig zu einer angespannten Arbeitsatmosphäre beigetragen.

Image

Das Unternehmen wirkt nach außen als klassischer Fachhandel und dieses Bild ist grundsätzlich auch zutreffend. In einigen Punkten weicht die interne Realität aus meiner Sicht jedoch vom äußeren Eindruck ab.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung war saisonabhängig. Während der Hauptsaison fielen nach meiner Erfahrung teilweise erhebliche Überstunden an. In den Wintermonaten wurde die Arbeitsbelastung durch kürzere Öffnungszeiten wieder reduziert.

Wer eine möglichst gleichmäßige Arbeitszeit über das gesamte Jahr erwartet, sollte diesen Punkt berücksichtigen.

Bei Arbeitstagen von etwa 10 Stunden wurde üblicherweise eine 30-minütige Pause gewährt. Das wurde im Betrieb allgemein akzeptiert und führte meines Wissens selten zu Beschwerden. Bewerber sollten sich jedoch selbst über die für sie geltenden Regelungen informieren.

Karriere/Weiterbildung

Auf klassische Karriere- oder Aufstiegsmöglichkeiten habe ich keine Perspektive gesehen. Entwicklung erfolgte hauptsächlich über Gehaltserhöhungen, die teilweise auch ohne eigene Initiative vergeben wurden. Eine strukturierte Weiterentwicklung oder Weiterbildungsmöglichkeiten waren für mich nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war in Ordnung und konnte mit längerer Betriebszugehörigkeit steigen. Sozialleistungen oder Zusatzleistungen wie ein HVV-Ticket gab es nach meiner Erfahrung nicht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Soweit ich es beurteilen kann, wurde auf Mülltrennung geachtet. Darüber hinaus sind mir keine besonderen Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit oder Sozialbewusstsein aufgefallen.

Kollegenzusammenhalt

Positiv hervorheben möchte ich die Kollegen. Das Team selbst war freundlich, hilfsbereit und die Zusammenarbeit untereinander angenehm. Viele Mitarbeiter haben versucht, die schwierigen Rahmenbedingungen bestmöglich auszugleichen.

Umgang mit älteren Kollegen

Mir sind keine negativen Unterschiede im Umgang zwischen jüngeren und älteren Kollegen aufgefallen. Eine besondere Wertschätzung einzelner Altersgruppen habe ich jedoch ebenfalls nicht wahrgenommen.

Vorgesetztenverhalten

Mein Eindruck war, dass Entscheidungen und Reaktionen teilweise schwer vorhersehbar waren. Während Gespräche in manchen Situationen sehr freundlich und verständnisvoll verliefen, wurden vergleichsweise kleine Fehler oder bereits besprochene Themen zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgegriffen.

Dadurch entstand für mich keine verlässliche Grundlage für eine offene Kommunikation. Aus diesem Grund habe ich kritische Themen häufig lieber vermieden, statt sie direkt anzusprechen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt unspektakulär, aber in Ordnung. Lärm oder andere äußere Belastungen gab es kaum. Als belastend empfand ich jedoch die ständige Unsicherheit im Umgang mit der Geschäftsführung. Durch aus meiner Sicht regelmäßige unvorhersehbare Reaktionen und Ausraster entstand bei mir dauerhaft Anspannung, was die Arbeitsbedingungen für mich deutlich verschlechtert hat.

Kommunikation

Die Kommunikation empfand ich als verbesserungswürdig. Kritik wurde nach meiner Wahrnehmung nicht immer sachlich und konstruktiv vermittelt. Teilweise wurden Mitarbeiter vor Kollegen oder Kunden kritisiert, was ich persönlich als unangenehm empfunden habe.

Zudem wurden nach meinem Eindruck regelmäßig pauschale Aussagen über jüngere Arbeitnehmer getroffen. Diese haben aus meiner Sicht nicht zu einer wertschätzenden Kommunikation beigetragen.

Gleichberechtigung

Mir sind keine direkten Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder ähnlichen Merkmalen aufgefallen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass jüngere Arbeitnehmer teilweise kritischer betrachtet wurden als ältere Kollegen.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit im Bereich Motorradbekleidung habe ich grundsätzlich als interessant empfunden. Der Kundenkontakt hat mir in vielen Situationen Spaß gemacht, und es war abwechslungsreich, neue Produkte kennenzulernen und Kunden zu beraten.

Gleichzeitig gab es auch ruhigere Phasen ohne Kundenverkehr, in denen eher monotone Tätigkeiten wie Aufräumen, Staubwischen oder das Sortieren von Kleidung und das schließen der Reißverschlüsse anfielen.

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