Führungsschwächen und stagnierende Arbeitskultur bremsen das Unternehmen aus
Gut am Arbeitgeber finde ich
..., dass viel Home-Office möglich war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wird aus den oben genannten Punkten ersichtlich.
Verbesserungsvorschläge
Low-Performer (gerade in den Führungspositionen) rauswerfen,
Gehaltsanpassungen,
Nachhaltigkeit wirklich leben und nicht nur bloß schöne Floskeln formulieren,
Gesundheitsmanagement mit entsprechenden Angeboten anbieten
Arbeitsatmosphäre
Grundlegend (zu) entspannt - zumindest in der Zentrale
Image
Es gibt eine spürbare Unzufriedenheit unter den Mitarbeitenden, die auch nach außen getragen wird. Dies wirkt sich negativ auf das Unternehmensimage aus. So führte ein vermeidbarer Fehler kürzlich zum Verlust eines wichtigen Auftraggebers mit zehn Standorten. Auch die Suche nach einem Käufer dauert bereits seit fast drei Jahren ohne Erfolg.
Work-Life-Balance
Solange man sich nicht selbst proaktiv Aufgaben suchte, gab es nicht besonders viel zu tun. Das ist natürlich förderlich für eine Work-Life-Balance und diejenigen, die ihren Fokus mehr auf ihr Privatleben richten. Für all diejenigen, die etwas bewegen und sich weiterentwickeln möchten, ist das hingegen pures Gift.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt jährlich die Möglichkeit zur Weiterbildung, allerdings sind die Karriereaussichten begrenzt, da langjährige Mitarbeiter in den höheren Positionen verbleiben und somit Aufstiegsmöglichkeiten für jüngere Talente stark eingeschränkt sind.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt für Eingruppierte ist eher niedrig, und obwohl die Stufe 4 schnell erreicht wird, entspricht das für ein Senior-Level nicht den Erwartungen. Positiv hervorzuheben sind die Erfolgsbeteiligung sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber die grundlegenden Benefits könnten deutlich verbessert werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Obwohl die MEC seit Jahren an einer Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet, bleibt der Fortschritt bislang gering. Ein Mangel an fachlich geeignetem Personal könnte dabei eine Rolle spielen. Positiv ist jedoch, dass seit kurzem jährlich eine Spende getätigt wird.
Kollegenzusammenhalt
Kommt natürlich stark auf das Team an. In meinem Fall war es ok.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen ist im Unternehmen insgesamt respektvoll, was angesichts der hohen Anzahl an langjährigen Mitarbeitern besonders positiv zu erwähnen ist.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war insgesamt schwach, da die Führungskraft Aufgaben weitgehend delegierte und sich häufig der Verantwortung entzog.
Arbeitsbedingungen
Die Zentrale bietet moderne Arbeitsräume und eine gute IT-Ausstattung, während die Büros in den Centern leider noch an das Design und die Ausstattung der 80er Jahre erinnern.
Kommunikation
Die Kommunikation über wesentliche Erfolge und Veränderungen war während meiner langjährigen Betriebszugehörigkeit vorhanden, allerdings oft verzögert.
Gleichberechtigung
Es gibt nur zwei Frauen im Führungsteam, während der Großteil der Führungsebene aus älteren Männern besteht, deren Denkweise oft als wenig zukunftsorientiert wahrgenommen wird. Das Unternehmen könnte von mehr Vielfalt in den Führungsetagen profitieren, sowohl in Bezug auf Geschlecht als auch auf innovative Denkansätze.
Interessante Aufgaben
Dank meines Aufgabenbereichs grundsätzlich interessant und solange es kein Geld kostete, hatte man hier auch einen gewissen kreativen Spielraum. Ab einem gewissen Punkt kam ich hier aber an meine Grenzen, wo es nicht mehr weiterging und eine Weiterentwicklung nicht mehr möglich war.