Karrieresprungbrett mit Falltüren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Einstieg kann ich vorwiegend nur für Berufsanfänger weiterempfehlen. Spätestens nach 3 Jahren sollte dann aber gewechselt werden. Für Berufserfahrene ist eine Karriere-Auszeit nur dann sinnvoll, wenn eine friktionelle Arbeitslosigkeit vermieden oder überbrückt werden soll.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Betriebsratswahlen mit Kandidaten aus der Vorgesetztenhierarchie. Der Betriebsrat soll doch die Armen und Schwachen beschützen und auf Einhaltung der Arbeits- und Sozialgesetze achten und diese notfalls gerichtlich durchsetzen.
Verbesserungsvorschläge
Gewerkschaft und Tarifverträge zulassen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war immer so lange gut, bis ein Vorgesetzter das Arbeitszimmer betrat.
Image
Daran wurde gearbeitet. Marketing war gut, Ausnahme Personalmarketing.
Work-Life-Balance
Am Wochenende von Samstag auf Sonntag unentgeltlich arbeiten, ist ein Unding und müsste vom Gesetzgeber unter Strafe gestellt werden.
Karriere/Weiterbildung
Nur für Vorgesetzte. Keine Karriereplanung für Untergebene.
Gehalt/Benefits
Gehaltsverhandlungen gab es nicht. Wer das Gehalt ansprach, bekam Sonderaufgaben. Diese waren unlösbar, so dass das Thema vom Tisch war.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf dem Papier. Alles wurde in Kartons verstaut. Die Klimaneutralität war für uns nicht nachvollziehbar, da viele Wareneingänge per LKW oder Luftfracht transportiert wurden. Kooperationen mit der Deutschen Bahn waren nicht bekannt.
Kollegenzusammenhalt
Der Druck von oben hatte den Zusammenhalt gefördert. Das haben die Vorgesetzten gemerkt. Sie wollten uns auseinander bringen.
Umgang mit älteren Kollegen
Auf ältere Kollegen wurde überhaupt keine Rücksicht genommen. Eine Respektlosigkeit gegenüber dem Erfahrungsschatz von langgedienten Mitarbeitern war immer spürbar.
Vorgesetztenverhalten
Ich frage mich immer, wo die eigentlich zum Vorgesetzten ausgebildet wurden. Völlig ungeeignet. Keine nachweisbare Qualifikationen, die für die Mitarbeiter sichtbar waren.
Arbeitsbedingungen
Die Büros waren zu eng. Lange Wege vom Büro zum nächsten Restaurant. Eine Kantine hätte die Wege verkürzt.
Kommunikation
Läuft über Tickets und Mails. Gut wenn alles schriftlich vorliegt.
Gleichberechtigung
Alle sind gleich nach dem Gesetz auf dem Papier. Die Realität sieht anders aus. Ältere Arbeitnehmer gab es kaum. Nur die Jugend und Midlife dominierte. Als Midlife wurde ich schon als zu langsam eingestuft. Daher habe ich das Unternehmen rechtzeitig verlassen.
Interessante Aufgaben
Langweilig wurde es nie. Immer etwas Neues. Das Arbeitstempo war sehr hoch. Ständig in der Offensive am Markt. Der Aufwand war leider höher als der Nutzen.

