Ein bisschen viel Politur darf schon sein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt
- Benefits (EGYM, Deutschlandticket, FutureBens, der Obstkorb, die Büroeinrichtung/ -aufteilung, Meldestelle, etc.)
- einige Führungskräfte
- Den Willen zur Verbesserung und die zu erkennenden Maßnahmen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Lange Entscheidungen
- keine Konsequenz bei bekannt schwierigen Führungskräften
- wenig Vertrauen in die Fachexperten
- Anheizen der negativen Punkte durch einige Führungskräfte, anstatt daran zu arbeiten bzw. auch mal wieder Luft und Licht hereinzulassen
- Zu wenig Frauen in Führungsebene (eine einzige auf VP Level)
- Intransparent (Entscheidungen, Gehalt, KPIs)
Verbesserungsvorschläge
- Kommunikation (wie sehr oft angemerkt)
- Auf Fachexperten hören
- Führungskräfte für ihre Rolle sensibilisieren (z.B. Herablassendes Verhalten, Lästereien, Anschreien und Sexismus nicht tolerieren)
- Keine Um- und wieder Rückstrukturierungen mehr
- Transparenzen schaffen (Gehalt, Entscheidungen)
- Positive Vibes stärken statt erzwingen (die Stimmung auffangen)
Arbeitsatmosphäre
Ganz schwierig momentan. Die Stimmung ist super weird, viele sehen alles negativ. Und ich finde auch, dass die letzten Entscheidungen, wie hier ohne Ende kommentiert, bescheiden waren. Gleichzeitig verstehe ich, dass sie notwendig gewesen sind.
Generell sorgt die Negativität, vor allem auch vieler Führungskräfte, für eine schwere Luft, sodass das Büro auch gemieden wird. Dieses Verhalten soll mit Bürozwang ausgebessert werden.
Kommunikation
Wurde hier schon oft richtigerweise kritisiert. Nervt mich auch. Viele Informationen kommen nicht rechtzeitig an, ALLES muss man mit irgendwem absprechen, weil sich kaum einer noch traut was allein zu entscheiden.
Kollegenzusammenhalt
Man ist füreinander da. Abteilungsübergreifend. Ich spüre über die Hierarchieebenen ein "die da" und "wir".
Ich habe die Menschen immer als sehr freundlich, fröhlich und entgegenkommend wahrgenommen. Und auch wenn im Moment eine reservierte Stimmung herrscht, hat sich das null verändert.
Die Menschen sind sehr cool und ich mag die Zusammenarbeit, wie auch die persönliche Unterstützung. Durch den entstehenden Wasserkopf, fühlt man sich den Kollegen noch näher.
Work-Life-Balance
Die Offenheit und die Flexibilität, die bei Memodo gelebt wird ist einzigartig. Es gibt nicht viele Benefits und vor allem nicht viele gute, aber der größte ist die entspannte und freundschaftliche Stimmung gepaart mit dem Verständnis, dass ich ein Leben habe. Homeoffice allerdings mittlerweile ein Politikum, da man meint die schlechte Stimmung durch Anwesenheitszwang verbessern zu können.
Vorgesetztenverhalten
Wenig gute Führungskräfte noch im Unternehmen. Es wird in anderen Bereichen über die eigenen Mitarbeiter gelästert und regelmäßig mit Abmahnung oder arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Kopf einziehen ist angesagt. Wer gerne mal angeschrien werden will, weiß an wen er sich wenden kann.
Interessante Aufgaben
Jein. Es ist ein Großhandel mit den typischen Abläufen und Tätigkeiten. Ob das interessant ist hängt sicher stark von der Abteilung ab.
Gleichberechtigung
Prinzipiell ja. Das Unternehmen positioniert sich schon. Gleichzeitig erlebt man spannende Dinge auf Festen oder anderen Veranstaltungen. Von sexistischen Äußerungen hin zu ungewollten Berührungen ist alles dabei. Katastrophe. Ob es beim Gehalt Unterschiede gibt, weiß ich nicht, wenn man aber mit Menschen spricht, scheint es Unterschiede zu geben. Warum die so sind? Erfahrung? Zusätzliche Verantwortung? Keine Ahnung.
Auch das Thema Sexualität wird mir irgendwie zu oft diskutiert in bestimmten Bereichen. Die Meisten bei Memodo sind super entspannt und offen, desinteressiert - so wie es sein sollte: Normal. Aber dieses immer wieder diskutieren oder anfragen der Sexualität anderer Menschen, die dann schon nicht mehr im Raum sind: Schnarch. Aufhören bitte.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Altersdurchschnitt bei Memodo ist sehr niedrig (um die 30?). Ältere Kollegen bleiben komischerweise nicht lange...
Arbeitsbedingungen
Es ist nicht optimal.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Fällt mir schwer einzuschätzen. Ich glaube da hängt das auch von der Abteilung ab. Wir arbeiten bei uns nahezu ausschließlich digital und versuchen stark Papier und co zu vermeiden. Ich bin sicher, dass man das noch verbessern kann, in anderen Abteilungen sicher auch stärker. Aber mir fällt zum Umweltaspekt spontan nichts negatives ein.
Der Sozialaspekt wiederum ist mir nicht ganz klar. Gibt es Quoten? Tut Memodo vielleicht was wohltätiges? Gibt es Angebote für verschiedene Situationen (Familienberatung, etc.)? Ich glaube nicht. Ich weiß es aber auch nicht.
Gehalt/Benefits
Ja also das ist nicht das gelbe vom Ei. Es werden auch extreme Unterschiede gemacht innerhalb von Abteilungen, die super intransparent sind, wo auf Nachfrage auch keine Begründungen kommen. Man sollte doch solche Entscheidungen sachlich begründen können wenn man sie trifft, oder?
Fragt man im Rahmen des Entgelttransparenzgesetzes an wird man nicht nur hingehalten, sondern auch indirekt unter Druck gesetzt.
Image
Für mich ist das Image hier bei kununu klar das als Arbeitgeber. Und das lässt unfassbar doll zu wünschen übrig.
Karriere/Weiterbildung
Die meisten Führungskräfte bei Memodo kommen von intern. Einige davon wären vielleicht besser keine Führungskräfte geworden, aber das liegt vielleicht auch daran, dass es keine gezielten Karrierepfade und Entwicklungen gibt, mit Kriterien, die erfüllt werden dürfen etc.
Bevor die Situation schwieriger wurde, gab es aber für die Führungskräfte ein externes Angebot an Seminaren. Das hat man auch teilweise gemerkt. Das war gut. Aber um Entwicklung gehts nicht. Immer wieder werden Themen neu aufgemacht und verändert und umstrukturiert. Man sieht einfach nicht mehr durch.