26 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
26 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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26 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Bei der Stellenausschreibung und über die vermittelnde Fachkräftevermittlung ging es natürlich von vornherein um eine Stelle als Chemielaborant.
Das Bewerbergespräch fand dann am 15.06.2022 gegen 15:15 - 16:00 Uhr über Online-Konferenz statt.
Die Personalerin mit [Nationalität zensiert] Namen begrüßte und es wurde eine Zeit lang wie üblich über die Fähigkeiten gesprochen.
Irgendwann dann ging es ans Eingemachte, nämlich die Stelle und was da zu den Aufgaben gehört.
Von Seiten der Personalerin wurde taktisch ab einem bestimmten Zeitpunkt plötzlich direkt entgegen der bekannten Inhalte der Stellenausschreibung aufgetischt.
Diese Schmälerung des Angebots hin zu einer reinen einfachen Laborspülkraft war sehr problematisch. Die [Nationalität zensiert] Personalerin erklärte ganz deutlich, dass jemand gesucht wird für die einfachen Tätigkeiten im Labor. Vor allem das Spülen wurde da direkt genannt.
Ich betonte, dass ich gern einen anspruchsvollen und weiterqualifizierenden Arbeitsplatz möchte, idealerweise mit HPLC Qualifikationsmöglichkeit.
Die Stellenbeschreibung wurde auch während des Gesprächs nochmals zu einem der neueren Kunstbegriffe angepasst, d.h. der Arbeitsplatz sollte mir angedreht werden als Hilfskraft im Labor, nicht als Chemielaborant. Das ist ein gravierender Unterschied unermesslicher Größe.
Die Personalerin wurde dann meiner Erinnerung nach im Online-Gespräch immer weiter äußerst pauschal, vieles sollte nicht so genau gesagt werden. Von häufig wiederkehrenden Prüfaufgaben, etwa als Qualitätskontrolle pharmazeutischer Produkte, war gar nicht die Rede. Es schien wirklich nur um Hilfstätigkeiten zu gehen.
Der Einstiegslohn war meiner Erinnerung nach sehr gering, auf jeden Fall unter dem IGBCE-Tarif, da die Stelle über eine Personalfirma vermittelt wurde.
Aufgrund zunehmender Wiedersprüche zeigte ich Skepsis, jedoch verblieben wir sowieso so, dass die Rückmeldung erst später erfolgen sollte bzw. die Möglichkeit offen gelassen werden sollte.
Ich hielt dann nochmals Rücksprache mit der Personalfirma, und es konnte gemeinsam herausgefunden werden, dass hier nun schon eine plötzliche Abwandlung der angeblich offenen Vakanz sogar ohne Vorwissen der Personalfirma erfolgte, dort war man nämlich auch überrascht.
Um die Möglichkeit nicht unversucht zu lassen, schrieb ich kurze Zeit später, dass ich doch bereit wäre, diese zuvor unbekannte Stelle anzunehmen.
Von Seiten der Personalerin kam jedoch nach mehreren Tagen Verzögerungen dann keine Bereitschaft mehr als Antwort.
Es bleibt ein Fakt, dass die Stelle erst im Gespräch zu einer so nicht bekannten und angesprochenen Vakanz umerfunden bzw. umgestaltet wurde.
Gleichzeitig stellte es für meine Begriffe auch einen ungeheuerlichen Degradierungsversuch dar, Wertmaßstäbe und Wertstandards wurden in den Händen der Personalerin eigenmächtig zum Nichts.
Ich bin aus heutiger Sicht der Meinung, dass hier auf jeden Fall eine brisante Portion politischer Einstellungspraktiken innewohnt, die wohl speziell auch dem deutschen Bewerber (mit Note 1 und überzeugender Vorerfahrung) zugemutet werden sollte und dieser gleichzeitig zu einem Nichts erklärt werden sollte.
Absolutes No-Go.
Was die [Nationalität zensiert] Personalerin letztlich offerierte war so deutlich die sprichwörtliche Stelle für die Wollmilchsau, dass ich das auch noch heute so kenne.
Offenbar handelte es sich um eine Art Resteverwertung bestehend aus ganz eindeutig unliebsamen Aufgaben die andere nicht machen wollen. So etwas gibt es oft.
Konkret: HPLC-geschulte Mitarbeiter die ausschließlich nur die Konzentrationsreihen ansetzen und ausschliesslich nach SOP die Pharmazeutika für HPLC bereiten. Aufräumen, Gläser spülen und Gebinde holen sind unerwünschte Hilfstätigkeiten auch schon im Labor!
Normalerweise hat in einem seriösen Labor wo Gleichberechtigung gilt jeder selbige Aufgaben, doch es ist zu Zeiten eine Unpraxis eingerissen. Und nun gibt es dort ein Zweiklassensystem.
Was absolut nicht verhandelbar war, war das geringe Anfangsgehalt. Ich habe versucht mehr zu verlangen, dies wurde abgelehnt.
Mit Fahrtkosten und wahrscheinlich Zweitunterkunft in Dresden wäre das nach Steuerklasse 1 nicht finanzierbar gewesen. Ansonsten hätte ich nichts zu essen kaufen können.
Es ist immer wieder kennzeichnend, was Personaler gern alles treiben.
Die billige unterwürfige Atmosphäre des Online-Gespräches hat aber letztlich die Scharade zum Auffliegen gebracht.
Insgesamt war es meinerseits die richtige Entscheidung und man sollte sicherlich seinen wahren Empfindungen immer mit ehrlicher Skepsis Ausdruck verleihen, wenn angebracht und sinnvoll.
Anmerkung: Der Menarini-Konzern hat sich an Kununu gewendet und die reine Zahl des Bruttogehaltes moniert. Ich halte das für kennzeichnend, weil es letztlich doch zeigt, dass hier was nicht gehört werden möchte.
Note 1 Chemielaborant, Abitur, Studiumerfahrung(Physik, Chemie, Mathe), diverse Sachkunden
Es mag sein, dass Bewerber bei diesem Unternehmen gut behandelt werden. Vermutlich jedoch nur die, die als Top-Kandidaten gelten und für ein persönliches Kennenlernen interessant sind. Alle anderen scheinen nicht einmal eine Eingangsbestätigung oder ein Update zum Stand der Bewerbung zu erhalten. Ich selbst habe mich vor fünf Wochen beworben und bislang keinerlei Rückmeldung erhalten. Sehr enttäuschend.
Auf der Webseite heißt es: „People are the heart of our commitment“. Wenn Bewerber so behandelt werden, lässt das für mich ernste Zweifel daran aufkommen, wie Wertschätzung und Kommunikation tatsächlich intern mit Mitarbeitenden gelebt werden.
Ein solcher Umgang wirkt weder professionell noch wertschätzend. Unter diesen Umständen kann ich mir nur schwer vorstellen, in diesem Unternehmen zu arbeiten.
Ich war mit allem sehr zufrieden.
Es könnte hier und da estwas schneller gehen aber ich denke das lag an der Urlaubszeit.
Wenn die Stelle bereits besetzt ist, sollte man das doch sehr früh merken und Stellenausschreibungen deutlich früher entfernen, damit man Bewerbungserfahrungen (und die damit verbundene Bewertung dieser Erfahrung) wie meine vermeiden kann.
So verdient kununu Geld.