Inkompetenz trifft auf Intrigen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders hervorzuheben sind die Work-Life-Balance, die Möglichkeit zum Homeoffice sowie das Gehalt und die Sozialleistungen, die tarifgerecht und fair gestaltet waren. Diese Aspekte haben meinen persönlichen Arbeitsalltag deutlich erleichtert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht waren die Führungsstrukturen problematisch. Kommunikation und Transparenz seitens der Vorgesetzten ließen stark zu wünschen übrig. Entscheidungen und Maßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Personalangelegenheiten, wirkten teilweise intransparent und führten zu Drucksituationen, etwa im Zusammenhang mit Aufhebungsverträgen und Homeoffice-Regelungen. Fachliche und methodische Kompetenz der Führungsebene war teilweise nicht ausreichend ausgeprägt, was sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre und die Zusammenarbeit ausgewirkt hat.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre es dringend notwendig, die Führungsstrukturen zu überarbeiten. Viele Entscheidungsträger, insbesondere in der Entwicklungsleitung, Geschäftsführung, technischen Leitung und im Projektmanagement, zeigten nur begrenzte fachliche Expertise und wenig transparente, konstruktive Führung. Eine klarere Qualifikation und strukturierte Vorgehensweise in der Führungsebene sowie ein stärkerer interner Prüfprozess von Kundenanforderungen könnten helfen, Fehler, Missverständnisse und unnötige Risiken in Projekten zu reduzieren. Positiv hervorheben möchte ich den Qualitätsleiter, dessen Fachkenntnis und Engagement weiterhin wertvoll sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark belastet und wenig wertschätzend. Es herrschte ein ausgeprägtes Maß an informeller Kommunikation in Form von Lästereien und Gerüchtebildung, was das Vertrauensverhältnis innerhalb der Belegschaft nachhaltig beeinträchtigt hat. Ein transparenter Austausch war nur eingeschränkt gegeben.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen seriös und etabliert, auch durch große Entwicklungsprojekte und tarifgerechte Vergütung. Intern konnten jedoch nicht alle Werte des positiven Außenbildes spürbar umgesetzt werden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt sehr gut. Es bestand die Möglichkeit zum Homeoffice, und die vertraglich geregelte Wochenarbeitszeit war klar definiert. Trotz einer Anpassung auf 37,5 Stunden im Rahmen einer vertraglichen Klausel blieb die Arbeitsbelastung insgesamt gut planbar und ausgewogen.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund meiner kurzen Beschäftigungsdauer von knapp zwei Jahren kann ich keine belastbare Einschätzung zu Weiterbildungsmöglichkeiten geben. Positive oder negative Erfahrungen hierzu sind mir nicht bekannt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war in meinem Fall angemessen und erfolgte nach IG-Metall-Tarif. Auch die angebotenen Sozialleistungen waren fair und angemessen. Insgesamt war die Vergütung aus meiner Sicht sehr zufriedenstellend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aufgrund der energie- und ressourcenintensiven Produktion ist der ökologische Fußabdruck naturgemäß hoch. Regionale Aktivitäten waren erkennbar, insgesamt entstand jedoch kein durchgehend überzeugender Eindruck eines ausgeprägten Umwelt- und Sozialbewusstseins.
Kollegenzusammenhalt
Ein ausgeprägter Teamgedanke war nicht erkennbar. Statt kollegialer Unterstützung dominierte aus meiner Wahrnehmung ein starkes Konkurrenzverhalten mit dem Fokus auf individueller Profilierung gegenüber der Führungsebene. Ein vertrauensvoller, unterstützender Zusammenhalt innerhalb des Teams war daher kaum spürbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Hierzu kann ich keine besonderen Auffälligkeiten bewerten. Aus meiner Wahrnehmung ergaben sich weder ausdrücklich positive noch negative Aspekte.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten war aus meiner Sicht nicht professionell und wenig vertrauensbildend. Kommunikation erfolgte häufig unklar oder intransparent. Zudem entstand der Eindruck von taktischem bzw. wenig offenem Vorgehen, was das Arbeitsverhältnis nachhaltig belastet hat.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen waren aus meiner Sicht unzureichend. Notwendige Arbeitsmittel wie ein funktionierendes Firmentelefon standen nicht zuverlässig zur Verfügung. Zudem war das Arbeiten im stark frequentierten Großraumbüro mit permanenter Sicht- und Geräuschkulisse wenig förderlich für konzentriertes Arbeiten.
Kommunikation
Die Kommunikation seitens der Führungsebene war unzureichend und wenig strukturiert. Aufgaben und Erwartungen wurden häufig nicht klar definiert, relevante Informationen nicht transparent weitergegeben. Gleichzeitig bestand die Erwartung, Anforderungen eigenständig „zwischen den Zeilen“ zu erkennen und vollständig umzusetzen. Dies führte regelmäßig zu Missverständnissen und unnötigen Reibungsverlusten.
Gleichberechtigung
Aus meiner Wahrnehmung erfolgte die Behandlung von Mitarbeitenden nicht durchgehend nach einheitlichen und transparenten Maßstäben. Entscheidungen und Umgang schienen teilweise von subjektiven Faktoren abhängig zu sein, wodurch der Eindruck einer fehlenden Chancengleichheit entstand.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren fachlich sehr anspruchsvoll und spannend. Insbesondere im Rahmen eines großvolumigen Entwicklungsprojekts im dreistelligen Millionenbereich bot sich die Möglichkeit, an innovativen und technisch komplexen Themen mitzuwirken.


