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Bewertung

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Anspruch und Wirklichkeit passen nicht zusammen

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Beschaffung / Einkauf in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe es sehr geschätzt, dass mir als Quereinsteigerin eine Chance gegeben wurde, obwohl ich in diesem Bereich noch keine Erfahrung hatte. Besonders positiv fand ich die Einstellung der Betriebsleitung, auch Menschen eine Chance zu geben, die noch keine Erfahrung haben, aber lernen wollen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich fand, dass die tatsächlichen Rahmenbedingungen nicht zu dem Anspruch gepasst haben, der mir anfangs vermittelt wurde. Dass mir am Ende gesagt wurde, mein damaliger Stand hätte nicht ausgereicht, ohne mir vorher ein ordentliches Feedback zu geben, fand ich nicht in Ordnung. Gerade nachdem sich über mich beschwert wurde, hätte ich mir ein direktes Gespräch gewünscht. Bemerkungen zwischendurch, während man sich auf seine Arbeit konzentrieren muss, sind für mich kein richtiges Feedback.

Schade finde ich auch, dass mir keine Alternative, wie ein Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich, angeboten wurde, obwohl diese Möglichkeit am Anfang bestand.

Grundsätzlich würde ich den Arbeitgeber weiter empfehlen, aber nicht unter diesen Bedingungen, die ich erlebt habe.
Darum habe ich mich für ein „Nein“ entschieden.

Verbesserungsvorschläge

Neuen Mitarbeitern sollte ausreichend Zeit gegeben werden, sich einzuarbeiten, weiterzuentwickeln und mit den Arbeitsabläufen vertraut zu werden. Eine Probezeit von 6 Monaten bietet aus meiner Sicht auch die Möglichkeit, sich das nötige Grundwissen anzueignen. Gerade Quereinsteiger müssen vieles erst lernen und brauchen Zeit, um die Abläufe zu festigen. Deshalb finde ich es auch nicht angebracht, neue Mitarbeiter bereits an ihrem ersten Arbeitstag zu beurteilen oder sich über sie zu beschweren. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur der aktuelle Arbeitsstand betrachtet wird, sondern auch die Rahmenbedingungen der Einarbeitung.

Ich denke, dass das Unternehmen mit mir eine gute und zuverlässige Mitarbeiterin hätte haben können, wenn ich ausreichend Zeit bekommen hätte, die Arbeitsabläufe zu lernen und richtig zu festigen.

Arbeitsatmosphäre

Ich bin sehr gerne zur Arbeit gegangen und die Arbeit hat mir großen Spaß gemacht. Durch den Stress war die Stimmung allerdings teilweise angespannt. Schon an meinem ersten Tag hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl, ob ich mit meiner Bürokonstellation klarkommen würde. Trotzdem wollte ich mir erst einmal die Zeit nehmen, mich einzufinden und meine eigenen Erfahrungen zu machen.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeit war für mich perfekt

Karriere/Weiterbildung

Eine Schulung war für mich vorgesehen, zu der es aufgrund meiner kurzen Beschäftigungszeit allerdings nicht mehr gekommen ist. Weitere Erfahrungen mit Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten konnte ich in dieser Zeit nicht sammeln.

Kollegenzusammenhalt

Ich kann nur den Zusammenhalt in meiner eigenen Bürokonstellation beurteilen und habe im Unternehmen durchaus auch sehr angenehme Kollegen kennengelernt. Grundsätzlich hatte ich das Gefühl, gut ins Team zu passen. Für meine eher ruhige Art war meine Bürokonstellation allerdings nicht wirklich ideal, sodass ich keinen richtigen Anschluss gefunden habe.

Was ich absolut nicht in Ordnung fand, war, dass über eigene Mitarbeiter und neue Kollegen im Unternehmen aber auch über Kita-Leitungen und Küchenmitarbeiter in den Kitas und Schulen zum Teil gelästert und sich über deren Fehler beschwert wurde. Manche Beschwerden waren sicherlich auch berechtigt, für mich rechtfertigt das jedoch nicht die teilweise herablassende Art gegenüber den betreffenden Personen.

Vorgesetztenverhalten

Die Betriebsleitung habe ich grundsätzlich als nett und offen erlebt. Mir wurde vermittelt, dass Struktur, Sorgfalt, Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit wichtig sind und Schnelligkeit nicht an erster Stelle steht. Diese Voraussetzungen waren auch mir wichtig und entsprechen meiner Arbeitsweise. Bei neuen Aufgaben brauche ich etwas Zeit, um die Abläufe zu verstehen und zu festigen.

Dieser Anspruch ließ sich jedoch nicht immer mit den tatsächlichen Rahmenbedingungen vereinbaren. Die Kollegen waren häufig gestresst und mit ihren Aufgaben teils überfordert, wodurch wenig Zeit für eine intensive Einarbeitung blieb. Umso widersprüchlicher empfand ich die Aussage, mein damaliger Stand würde für das, was noch kommt, nicht ausreichen. Zu diesem Zeitpunkt war ich erst ca. 9 Wochen dort.

Ich bin nicht der Typ Mensch, der bei Schwierigkeiten sofort ins Büro geht und sich über Kollegen beschwert. Umso enttäuschender war es für mich, erst nachträglich zu erfahren, dass offenbar genau das bei mir passiert sein soll, ohne dass vorher das direkte Gespräch mit mir gesucht wurde. Gleichzeitig erfuhr ich, dass man anfangs mit mir zufrieden war.

Arbeitsbedingungen

Allein durch den Wegfall von Mitarbeitern standen die Kollegen schon unter Stress. Die Abschaltung eines Systems und die Umstellung auf eine neue Version haben die Situation zusätzlich verschärft. Dazu kamen immer wieder kleinere Zwischenfälle, die nebenbei ausgebügelt werden mussten. Dadurch waren die Kollegen teilweise mit ihrer eigenen Arbeit schon überfordert. Zusätzlich mussten sie meine erledigten Aufgaben kontrollieren. So blieb kaum Zeit, mir die Abläufe in Ruhe zu erklären und mir die Möglichkeit zu geben, diese richtig zu festigen.

Kommunikation

Teilweise kamen von Kolleginnen während meiner Arbeit, bei der ich mich gerade konzentrieren musste, Sprüche, die mir eher zusätzlichen Druck gemacht haben, als mir wirklich weiterzuhelfen. Dazu gehörte beispielsweise die Aussage: „Wir haben eigentlich keine Zeit, dich einzuarbeiten.“ Für mich widersprach sich das später mit der Aussage, mein damaliger Stand würde für das, was noch kommt, nicht ausreichen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war für mich persönlich in Ordnung

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben, die ich bereits zum Teil erlernt hatte, aber auch die, bei denen ich gerade noch dabei war, sie zu erlernen, fand ich auf jeden Fall sehr interessant. Ich hätte mir nur mehr Routine und Wiederholung gewünscht, anstatt teilweise mehrere neue Dinge an einem Tag lernen zu müssen. Dass ich später über einen längeren Zeitraum Bestellungen erledigen durfte, fand ich deutlich besser, da ich dadurch die Möglichkeit hatte, mehr Routine zu entwickeln.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.