Interessante Aufgaben, aber chaotische Strukturen und fehlende Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Interessante und abwechslungsreiche Aufgabenbereiche.
Möglichkeit, fachliches Know-how aktiv einzubringen.
Einige engagierte Kolleginnen und Kollegen, mit denen man sehr gut zusammenarbeiten kann.
Direkter Kontakt zu Eigentümern, der Raum für professionelles Auftreten bietet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Veraltete Ausstattung und unklare Organisationsstrukturen.
Unausgewogene Entscheidungswege und wenig transparente Führung.
Unrealistische Deadlines und hohe Arbeitslast ohne ausreichende Ressourcen.
Fehlende Einarbeitung, fehlende Weiterbildung und kaum Entwicklungsmöglichkeiten.
Zusätzliche Belastung durch häufige Krankheitsausfälle im Team.
Verbesserungsvorschläge
Entscheidungsprozesse transparenter und ausgewogener gestalten.
Einarbeitung strukturieren und Software vereinheitlichen.
Arbeitslast realistisch planen und klare Prioritäten setzen.
Moderne, ergonomische Ausstattung bereitstellen.
Versprechen gegenüber Mitarbeitenden verbindlich einhalten.
Führungskräften mehr Zeit für Personalthemen und Rückfragen ermöglichen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war wechselhaft: Einige Kolleginnen und Kollegen begegneten mir offen, wertschätzend und ehrlich. Gleichzeitig habe ich aber auch erlebt, dass sich im Team deutliche Gruppendynamiken bildeten, die die Zusammenarbeit erschwerten. Rückhalt erhielt ich hauptsächlich von den Mitarbeitenden, die meine fachliche Kompetenz schätzten und mit denen ich eng zusammenarbeitete.
Image
Von Eigentümern erhielt ich positives Feedback zu meiner Arbeit. Gleichzeitig bekam ich mit, dass das Unternehmensimage durch organisatorische Probleme und häufig wechselnde Mitarbeitende litt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war stark eingeschränkt. Ich hatte bis zu 600–700 Einheiten parallel zu betreuen, bei gleichzeitig fehlenden Jahresabrechnungen und unrealistischen Deadlines. Krankheitsausfälle im Team führten zusätzlich zu steigender Mehrarbeit. Überstunden waren faktisch unvermeidbar, wurden aber gleichzeitig nicht besonders geschätzt.
Karriere/Weiterbildung
Keine nennenswerten Angebote, kein systematischer Aufbau von Kompetenzen, keine definierten Entwicklungspfade.
Gehalt/Benefits
Gehalt lag auf Mindestniveau, Weiterbildung war praktisch nicht vorhanden. Die gebotenen „Benefits“ beschränkten sich auf Kaffee und einen kleinen Obstkorb.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aktiv wahrnehmbar war hier wenig. Es wurde häufig gedruckt, und strukturelle Verbesserungen gab es kaum.
Kollegenzusammenhalt
Mit einem Teil des Teams bestand ein guter Zusammenhalt – vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen, die meine Arbeit kannten und mir vertrauten. Gleichzeitig war erkennbar, dass es feste Grüppchen gab, was die Integrationsfähigkeit neuer Mitarbeitender beeinträchtigte.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab nur sehr wenige ältere Kollegen oder Kolleginnen
Vorgesetztenverhalten
Die Führung wirkte häufig einseitig in ihren Entscheidungen und in vielen Situationen wenig ausgewogen. Rückfragen oder Anliegen wurden oftmals mit Verweis auf interne Präferenzen beantwortet, was ein klares, objektives Führungsbild erschwert hat. Entscheidungen schienen gelegentlich stark von einzelnen Mitarbeitenden beeinflusst zu sein, was bei mir den Eindruck hinterließ, dass nicht alle Beschäftigten gleichermaßen Gehör fanden #GleichbehandlungFehlt
Arbeitsbedingungen
Mehrere Versprechen wurden nicht eingehalten, darunter Parkplatzlösungen, bessere Ausstattung oder stabile IT. Teilweise musste ich Büromaterial selbst organisieren oder Möbel eigenständig montieren, sobald sie geliefert wurden.
Kommunikation
Einige Gespräche waren konstruktiv, aber insgesamt fehlte es an klaren Strukturen. Schriftliche Absprachen wurden teils nicht dokumentiert, wichtige Informationen landeten nicht im System, und geplante Maßnahmen verschwanden im Alltag. Dadurch kam es regelmäßig zu Verzögerungen oder Missverständnissen.
Gleichberechtigung
Ich habe persönlich den Eindruck gewonnen, dass manche Entscheidungen zugunsten bestimmter Mitarbeitender ausfielen. Dieser Eindruck entstand durch wiederholte Erlebnisse im Alltag. Eine transparente Entscheidungsbasis hätte hier für mehr Fairness sorgen können.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren fachlich anspruchsvoll und durchaus reizvoll. Durch meinen Hintergrund als Schreiner (HKH) und Immobilienkaufmann (IHK) konnte ich viele komplexe Situationen lösen – insbesondere bei Baumängeln oder technischen Problemen der Objekte. Eigentümer, Mieter, Hausmeister und Handwerker bestätigten mir mehrfach, wie sehr sie meine Arbeit schätzten.