1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Positiv hervorheben kann ich die Zusammenarbeit mit einigen Kollegen und die Vielseitigkeit der Aufgaben. Darüber hinaus fällt es mir schwer, aus meiner persönlichen Erfahrung weitere positive Aspekte des Arbeitgebers zu benennen.
Mein Eindruck war, dass Hotels in erster Linie als wirtschaftliche Objekte betrachtet werden. Zahlen und Rendite scheinen einen höheren Stellenwert zu haben als Mitarbeiter, Gäste und die Realität des täglichen Hotelbetriebs. Betriebswirtschaftliches Denken ist wichtig – es ersetzt aber keine echte Hotelkompetenz. Genau diese habe ich auf Ebene der oberen Geschäftsführung vermisst.
Verbesserungen müssten aus meiner Sicht vor allem bei der oberen Geschäftsführung beginnen. Wer Leistung, Loyalität und Flexibilität von seinen Mitarbeitern erwartet, sollte im Gegenzug Verantwortung übernehmen, zuhören und bei bekannten Problemen auch handeln.
Personalengpässe dauerhaft durch den außergewöhnlichen Einsatz einzelner Mitarbeiter aufzufangen, ist keine nachhaltige Führung. Weniger erwarten und verwalten – mehr Wertschätzung, Verantwortung und konsequentes Handeln
Die Arbeitsatmosphäre habe ich aufgrund der dauerhaft angespannten Personalsituation als sehr belastend erlebt. Personalausfälle mussten häufig von den vorhandenen Mitarbeitern aufgefangen werden, wodurch die Belastung immer weiter zunahm. Besonders schwierig empfand ich, dass Probleme und Engpässe bekannt waren, aus meiner Sicht jedoch keine nachhaltigen Lösungen geschaffen wurden. Trotz hohen persönlichen Einsatzes entstand bei mir zunehmend das Gefühl, dass funktionierende Strukturen in der Geschäftsführung fehlten und vieles nur noch durch zusätzlichen Einsatz einzelner Mitarbeiter aufgefangen wurde.
Das Image des Unternehmens hat aus meiner Sicht insbesondere in der Region Bayern deutlich gelitten. Die öffentliche Berichterstattung der vergangenen Monate hat dazu sicherlich beigetragen. Auch als Mitarbeiter nimmt man wahr, wie ein Unternehmen nach außen wahrgenommen wird. Für mich besteht hier erheblicher Handlungsbedarf, um langfristig wieder Vertrauen und ein positives Ansehen aufzubauen.
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war für mich während meiner Beschäftigung praktisch nicht vorhanden. Aufgrund der angespannten Personalsituation und wiederkehrender Ausfälle waren sehr lange Arbeitstage und erhebliche Mehrarbeit notwendig, um den laufenden Hotelbetrieb sicherzustellen. Neben meinen eigentlichen Führungs- und Organisationsaufgaben habe ich regelmäßig operativ in verschiedenen Bereichen mitgearbeitet. Auf Dauer war diese Belastung für mich nicht tragbar. Besonders enttäuschend empfand ich, dass trotz bekannter Situation keine nachhaltige Entlastung geschaffen wurde.
Konkrete Karriere- oder Entwicklungsperspektiven habe ich während meiner Beschäftigung nicht wahrgenommen. Trotz Einsatzbereitschaft und der Übernahme zusätzlicher Verantwortung wurden für mich keine nachvollziehbaren Entwicklungsmöglichkeiten oder langfristigen Perspektiven aufgezeigt. Auch strukturierte Weiterbildungs- oder Fördermöglichkeiten waren für mich nicht erkennbar.
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zu Verantwortung, Arbeitsbelastung und tatsächlichem Arbeitseinsatz als deutlich unangemessen. Zusätzliche Verantwortung und eine hohe zeitliche Belastung standen für mich in keinem angemessenen Verhältnis zur Vergütung. Auch bei den Sozialleistungen konnte ich keine Leistungen erkennen, die dieses Ungleichgewicht ausgeglichen hätten. Hier besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf.
Das soziale Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitern habe ich kritisch erlebt. Hohe Arbeitsbelastung und personelle Engpässe waren aus meiner Sicht bekannt, ohne dass rechtzeitig nachhaltige Lösungen geschaffen wurden. Gerade in belastenden Situationen zeigt sich für mich soziale Verantwortung darin, nicht nur den laufenden Betrieb sicherzustellen, sondern auch die Gesundheit und Belastungsgrenzen der Mitarbeiter im Blick zu behalten. Hier hätte ich mir deutlich mehr Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein gewünscht.
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war für mich überwiegend sehr gut. Gerade in schwierigen und personell angespannten Situationen zeigte sich, dass viele Mitarbeiter bereit waren, füreinander einzustehen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass der Hotelbetrieb weiterläuft. Die hohe Belastung hat das Team teilweise an seine Grenzen gebracht, trotzdem habe ich die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen als menschlich und unterstützend erlebt
Den Umgang mit älteren und erfahrenen Mitarbeitern habe ich nicht immer als wertschätzend empfunden. Gerade langjährige Berufserfahrung und praktische Kompetenz hätten aus meiner Sicht stärker anerkannt und in Entscheidungen einbezogen werden können. Erfahrung sollte in einem Unternehmen als Stärke gesehen und entsprechend wertgeschätzt werden – diesen Eindruck hatte ich während meiner Beschäftigung leider nicht durchgehend.
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als äußerst enttäuschend erlebt. Trotz bekannter erheblicher Arbeitsbelastung und personeller Engpässe fehlten aus meiner Sicht rechtzeitige und nachhaltige Entscheidungen zur Entlastung. Probleme wurden zwar wahrgenommen und teilweise auch angesprochen, die Verantwortung für deren Bewältigung blieb im Arbeitsalltag jedoch weitgehend bei den Mitarbeitern vor Ort.
Besonders kritisch empfand ich, dass Eigeninitiative und außergewöhnlicher persönlicher Einsatz zwar in Anspruch genommen wurden, daraus aber keine spürbare Unterstützung oder Verbesserung der Situation entstand. Von Führungskräften erwarte ich gerade in schwierigen betrieblichen Situationen Verbindlichkeit, Verantwortungsübernahme und lösungsorientiertes Handeln. Das habe ich in meiner Beschäftigungszeit nicht ausreichend erlebt.
Die Arbeitsbedingungen habe ich als dauerhaft belastend erlebt. Personelle Engpässe führten regelmäßig zu einer hohen Arbeitsbelastung und dazu, dass Aufgaben zusätzlich aufgefangen werden mussten.
Kritisch empfand ich vor allem, dass aus vorübergehenden Ausnahmesituationen zunehmend ein Dauerzustand wurde. Trotz erkennbarer Belastung fehlten aus meiner Sicht nachhaltige Maßnahmen, um die Situation langfristig zu verbessern. Engagement und Flexibilität gehören für mich zur Hotellerie – sie sollten jedoch nicht dauerhaft fehlende Strukturen oder personelle Ressourcen ersetzen.
Die Kommunikation habe ich als unzureichend erlebt. Probleme und personelle Engpässe waren aus meiner Sicht bekannt und wurden auch angesprochen, führten jedoch nicht zu den notwendigen Entscheidungen oder nachhaltigen Lösungen. Besonders belastend war für mich, dass trotz bekannter Arbeitsbelastung und zusätzlicher Aufgaben keine klare Entlastung oder verbindliche Lösung geschaffen wurde. Vorschläge meinerseits zur Verbesserung der Personalsituation führten ebenfalls nicht zum gewünschten Ergebnis. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Verbindlichkeit, zeitnahe Entscheidungen und eine offenere Kommunikation zwischen den Verantwortlichen gewünscht.
Das Thema Gleichberechtigung habe ich persönlich kritisch wahrgenommen. In meiner Zeit im Unternehmen entstand bei mir wiederholt der Eindruck, dass Frauen in Führungspositionen nicht den gleichen Stellenwert und die gleiche Anerkennung erhielten wie männliche Führungskräfte. Gerade im Hinblick auf Verantwortung, Entscheidungsbefugnisse und Wertschätzung habe ich Unterschiede wahrgenommen. Ich hätte mir hier einen deutlich gleichberechtigteren Umgang auf Augenhöhe gewünscht.
Die Aufgaben waren sehr abwechslungsreich und vielseitig. Durch meine Position hatte ich Einblick in zahlreiche Bereiche des Hotelbetriebs und konnte sowohl organisatorisch und administrativ als auch operativ und in Führungsaufgaben Verantwortung übernehmen. Gerade die abteilungsübergreifende Arbeit, das Lösen operativer Herausforderungen und die Möglichkeit, Abläufe aktiv mitzugestalten, habe ich als besonders interessant empfunden. Fachlich konnte ich aus dieser Zeit viel mitnehmen