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Bewertung

Tolles Team aber viele Probleme

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei MILES Mobility GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegschaft und die offenherzige Atmosphäre auf Arbeit. Auch das die Vorgesetzten nahbar und kollegial wirken hilft bei Schwierigkeiten. Ich denke, dass die Kolleg/innen den Einstieg für jede/n einfach gestalten und stets bei allem Helfen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Gehaltsituation, die Kommunikation und Wertschätzung. Außerdem die Arbeitszeiten, die einem nicht korrekt angerechnet und klar kommuniziert werden. Außerdem die Balance zwischen der Erwartungshaltung des Arbeitgebers und dem Nichtzutrauen von Leistung. Zum Schluss: das Fehlen von Arbeitsmitteln und die Zumutung von Aufgaben in Kombination mit fehlender Entlohnung.

Verbesserungsvorschläge

Die Mitarbeiter schätzen und respektieren, nicht nur tolerieren. An der Kommunikation muss weiterhin gearbeitet werden und vor allem Feedback sollte konstruktiv und ehrlich sein und sich nicht wie bei den Haaren herbeigezogen anfühlen. Entscheidungen und Umplanungen sollte offen kommuniziert werden.

Arbeitsatmosphäre

Das Team ist sehr entspannt und es macht Spaß mit jedem einzelnen von ihnen zu arbeiten. Unter den Kollegen fühlt man sich verstanden und unterstützt. Die Kommunikation mit den Vorgesetzten ist allerdings teils schwierig. In manchen Situationen ist man auf eine schnelle Antwort angewiesen, die man dann aber teils erst in einer halben Stunde erhält. Arbeitet man in dieser Zeit (wie erwartet) weiter, kann es passieren, dass man Vorwürfe oder nachfragen bekommt, die die Moral und Motivation stören.

Image

Von dem was ich mitbekomme, ausgeglichen. Die Kunden nutzen Miles gerne und sind größtenteils zufrieden mit dem Service. Die Mitarbeiter geben stets ihr Bestes, was häufig aber nicht genügend wertgeschätzt wird. Wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird, trägt sich nicht nach außen, weswegen das Image hierhingehend von den Kunden vermutlich positiver ist, als es in der Realität ist.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeit wird laut Vertrag bei Vollzeit auf 40h die Woche festgesetzt. Auf dem Papier arbeitet man tatsächlich auch 8h (+30 Minuten Pause) allerdings läuft es in der Realität anders ab. Die Treffpunkte für den nächsten Tag bekommt man erst am Abend. Je nachdem wo dieser liegt und man wohnt, kann das bedeuten, dass man für die Arbeit bis zu 12h unterwegs ist. Diese kurzfristige Planung macht es schwer für den restlichen Tag zu planen, insbesondere wenn es um Arztbesuche geht. Man weiß eben nie ob man kurz nach Schichtende (weil man in der Nähe des Zuhauses beendet) oder erst 2h später Zuhause ist.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt zwar Aufstiegschancen allerdings ist nicht klar kommuniziert wie man diese erreicht. Zudem müssten einige Kolleg/innen auf einer höheren Stufe sein, als sie vom Vorgesetzten eingestuft werden. Höhere Stufen bringen mehr Verantwortung und Aufgaben mit sich, das Gehalt wird aber nur minimal angepasst. Zudem werden von Kolleg/innen niedrigerer Stufen Aufgaben aus höheren erwartet ohne die entsprechende Wertschätzung oder Entlohnung.

Gehalt/Benefits

Da geht auf jeden Fall einiges mehr. Gehalt liegt knapp über dem Mindestlohn und entspricht absolut nicht der Erwartungshaltung was die Arbeitsleistung angeht oder der Verantwortung/dem Risiko. Zudem wurden einigen Kolleg/innen mit dem neuen Stufensystem ein Teil des Gehalts gestrichen sodass sie nun deutlich weniger verdienen. Der Bonus, den man über den Tag verdienen kann, ist kaum erreichbar und bleibt bei Urlaub/Krankheit komplett aus. Sonstige Bonuszahlungen fehlen komplett (wie z.B. Weihnachtsgeld, einmalige Zahlungen bei guter Leistung). Dazu kommt, dass Gehälter teilweise nicht korrekt ausgezahlt werden (Bsp.: man verdient einen Monat 300 Euro an Bonus, bekommt aber nur 180 ausgezahlt). Teilweise wird ein Bonus versprochen, nicht gezahlt und im Nachhinein heißt es dann, dass er angeblich gezahlt wurde. Eh man dieses Geld dann nachträglich bekommt, kann es Monate dauern, inklusive Stress, da man ständig nachfragen muss.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Miles ist ein Carsharing Unternehmen, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Man merkt das die Bemühungen umwelt- und sozialbewusst ablaufen.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Kollegen selbst ist der Zusammenhalt im Arbeitsalltag groß. Man unterstützt sich gegenseitig, springt ein wenn jemand nicht genau weiß, was er zu tun hat und hält bei Schwierigkeiten zusammen. Allerdings nehmen viele Kollegen es hin, wenn der Arbeitgeber Anweisungen oder Verträge vorlegt, mit denen die meisten nicht einverstanden sind. Ich wünsche mir, dass man mehr auf einer Seite stehen würde um gegen den Arbeitgeber besser argumentieren zu können statt alles hinzunehmen und sich nur im Nachhinein unter Kollegen zu beschweren.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier gibt es nicht viel zu sagen. Die meisten Kolleg/innen sind jünger. Die wenigen älteren werden aber von allen eingebunden und geschätzt.

Vorgesetztenverhalten

Größtenteils freundlich und professionell, solange man keine Probleme anspricht oder die Tagesplanung in Frage stellt. Hier muss man mit Ausreden rechnen, damit belächelt zu werden oder dass Probleme so umgekehrt werden, als wären sie das eigene Versagen. Zudem fehlt es an Wertschätzung und Respekt wenn es um die Arbeitsleistung geht.

Arbeitsbedingungen

Zuerst das positive: Was Arbeitskleidung angeht hat sich in letzter Zeit viel getan. Auch was Schulungen zum Arbeitsschutz angeht ist Miles gut dabei. Allerdings fehlt es an essenziellen Arbeitsmitteln (Diensthandy) und an Wertschätzung und Förderung. Feedback zur Arbeitsweise und wie man sich verbessern kann ist nicht vorhanden oder kaum nachvollziehbar. Auch über den Tag wird eher das Negative hervorgehoben als das Positive. Alles in einem macht der Job grade zusammen mit den Kollegen Spaß, allerdings dämmt das drumherum (Arbeitgeber, Konflikte wegen ungleicher Behandlung, Kündigungen etc.) die Motivation grade im letzten Jahr stetig.

Kommunikation

Im Arbeitsalltag läuft die Kommunikation meistens gut, die Vorgesetzten sind telefonisch und über eine Kommunikations-App erreichbar. Allerdings kommt es auch mal zu fragwürdigen Anweisungen oder verspäteten Antworten sodass man als Arbeitnehmer in eine unangenehme Situation gerät (man muss sich erklären, entschuldigen ohne etwas falsch gemacht zu haben und bekommt dann noch das Gefühl, als würde stärker auf einen geachtet werden, damit man ja keinen kleinen Fehler mehr macht). Allgemein wird die Arbeitsleistung häufig nicht wertgeschätzt und Feedback und Kritik wird mit offensichtlichen Ausreden abgetan. Zudem wird der Aufgabenbereich teilweise kurzfristig ohne Absprache geändert.

Gleichberechtigung

Man bekommt häufig das Gefühl, dass einzelne Mitarbeiter bevorzugt werden und sich mehr "erlauben" dürfen als andere. Sei es bei Vorfällen (ein/e Kolleg/in hat sich äußerst rassistisch gegenüber einem Kollegen geäußert und es ist nichts passiert während andere Kolleg/innen wegen Beleidigungen im privaten Bereich fristlos gekündigt wurden) oder im Alltag. Mit dem neuen Stufensystem wurde auch noch einmal deutlich, welche Personen mehr "gemocht" werden und welche nicht (einige gute und motivierte Mitarbeiter sind auf einer niedrigen Stufe gelandet während andere erst kürzlich dabei seiende trotz weniger Erfahrung höher eingestuft wurden).

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben ähneln sich stark. Man hat aber die Möglichkeit jederzeit in andere Bereiche zu gehen (Cleaning, Service, Relocation, Transfer) wenn es denn von der Personalverteilung her passt. Wenn einem der Job allerdings Spaß macht, gibt es an den Aufgaben an sich wenig auszusetzen.

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Arbeitgeber-Kommentar

HR Team
HR Team

Hallo und vielen Dank für Dein offenes und ausführliches Feedback!

dass Du die Kollegschaft, das Miteinander im Team und die offene, unterstützende Atmosphäre bei MILES als positiv erlebt hast, freut uns sehr zu lesen. Gerade dieser Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft untereinander sind für uns ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur – schön, dass Du das auch so wahrgenommen hast.

Gleichzeitig nehmen wir Deine Kritikpunkte sehr ernst. Die angesprochenen Themen – von der Gehaltssituation über Kommunikationsprobleme bis hin zur Planungssicherheit und fehlender Wertschätzung – zeigen uns, dass wir in mehreren Bereichen besser werden müssen. Dass Du Dich in manchen Momenten nicht gehört oder respektiert gefühlt hast, tut uns leid. Das entspricht nicht dem Anspruch, den wir an unser Miteinander und unsere Führung haben.

Insbesondere möchten wir aufgreifen:

Dass Arbeitszeiten klar, fair und nachvollziehbar kommuniziert und erfasst werden müssen.

Dass das Stufensystem transparent gestaltet und verständlich kommuniziert werden soll – inklusive klarer Entwicklungsperspektiven.

Dass Feedback ehrlich, konstruktiv und wertschätzend sein muss – auch und besonders in schwierigen Situationen.

Dass Ungleichbehandlung oder fehlende Konsequenz bei kritischen Vorfällen für uns keinen Platz haben dürfen.

Auch Deine Hinweise zu fehlenden Arbeitsmitteln, Bonuszahlungen und der Balance zwischen Erwartungen und Vertrauen nehmen wir sehr ernst. Wir arbeiten an vielen dieser Themen bereits aktiv, wissen aber, dass Veränderungen Zeit brauchen – und dass das Erlebte Deine Sicht auf den Alltag bei MILES geprägt hat.

Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, all das so differenziert zu schildern. Wenn Du noch weiteres Feedback hast oder in den Austausch mit uns gehen möchtest, freuen wir uns jederzeit auf Deine Nachricht – gerne auch anonym.

Alles Gute für Deinen weiteren Weg und nochmal ein ehrliches Dankeschön für Deine Rückmeldung!

Viele Grüße
Dein MILES HR Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.