Man hofft und glaubt einfach fest daran, dass es hier irgendwann wieder besser wird.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der einzige Rückhalt im Unternehmen ist mittlerweile das Kollegium. Ohne diesen starken Zusammenhalt und das großartige Team wäre die Arbeitssituation kaum noch erträglich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen bietet noch sehr viel Potenzial für Verbesserungen. Der kritischste Punkt ist jedoch, dass erbrachte Leistungen nicht mehr wertgeschätzt werden. Ohne eine entsprechende Anerkennung sinkt langfristig die Motivation im Team.
Verbesserungsvorschläge
„Die Verpflegung und die Sozialräume sind dringend renovierungsbedürftig. Die Getränkeautomaten sind uralt und es gibt weder Snacks noch ein Eis im Sommer. Das ständige Kleingeld-Mitschleppen nervt – warum gibt es hier keine bargeldlosen Zahlsysteme?
Die Umkleiden sind eine absolute Katastrophe; die Spinde sind verrostet, verbogen und so klein, dass kaum etwas hineinpasst. In den Duschen der alten Halle gibt es null Privatsphäre – ein riesiger offener Raum mit nur drei Kabinen und nervigen Drucktasten. Bundeswehr 1960 lässt grüßen.
Der Brotzeitraum in der alten Halle ist ein provisorischer Container ohne Küche und ohne Waschbecken (Händewaschen muss man neben dem Klo). In der neuen Halle ist der Pausenraum mit Küche zwar viel besser, aber durch die Extruder direkt darüber ist es extrem laut.“
Arbeitsatmosphäre
Die Freude an der Arbeit hat leider stark nachgelassen. Es gibt mittlerweile zu viele Führungsebene und gleichzeitig zu wenig Verständnis für die Praxis in der Produktion. Man hat das Gefühl, dass nur noch reines Funktionieren erwartet wird, während konstruktives Feedback oder Diskussionen nicht mehr erwünscht sind.
Kommunikation
Es findet praktisch keine interne Kommunikation statt; Entscheidungen werden ohne vorherige Absprache im Alleingang getroffen („gesagt, getan“). Auf die Wünsche oder Bedürfnisse der Mitarbeiter wird dabei keinerlei Rücksicht genommen.
Kollegenzusammenhalt
Das Kollegium ist das einzig Positive, das hier noch zu 99 Prozent funktioniert. Ohne den starken Zusammenhalt im Team würde hier vieles stillstehen.
Work-Life-Balance
Der Urlaub wird zum Großteil für einen vorgeplant, den traurigen Rest darf man dann selbst verplanen – und selbst das klappt nur zu 75 Prozent wie gewünscht. Wochenenden werden meistens durchgearbeitet . Freiwillig natürlich... aber auch nur, wenn man keine Minusstunden hat. Davon bekommt man hier nämlich jährlich ganz automatisch ca. 15 bis 20 Stunden reingedrückt. (Tarif) Des Weiteren zählt hier nur das ‚Betriebsinteresse‘ – na ja, du weißt schon, wie das gemeint ist.
Vorgesetztenverhalten
Während die Schichtführer fachlich wie menschlich absolut hervorragende Arbeit leisten, herrscht auf den höheren Führungsebenen eine unklare Kompetenzverteilung, da zu viele Personen unkoordiniert Weisungen erteilen. Zudem fokussiert sich das obere Management fast ausschließlich auf Fehlzeiten und Krankheitsquoten, anstatt die tatsächliche Leistung der Mitarbeiter anzuerkennen. Eine Kultur der Wertschätzung oder ein einfaches ‚Danke‘ fehlen hier völlig.
Interessante Aufgaben
Reinen Dienst nach Vorschrift
Gleichberechtigung
In der Produktion sind aufgrund der hohen körperlichen Belastung und der schweren körperlichen Arbeit derzeit keine Frauen beschäftigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ab einer bestimmten Altersgrenze wird den Mitarbeitern ein zusätzlicher Altersurlaub von zwei Tagen gewährt. Darüber hinaus gibt es jedoch keine weiteren altersbezogenen Entlastungen oder Zusatzleistungen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen in der Produktion sind durch schwere körperliche Arbeit, extreme Hitze im Sommer sowie eine starke Geruchsbelastung durch Kunststoff geprägt. Es ist jedoch positiv hervorzuheben, dass an Verbesserungen gearbeitet wird: Die Bedingungen in der neuen Halle wurden bereits optimiert, während eine technische Umsetzung in der alten Halle strukturell sehr schwierig umzusetzen ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es befinden sich bereits Optimierungen in der Umsetzung.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist leider nicht mehr zeitgemäß; hier haben wir in den letzten Jahren den Anschluss an die allgemeine Marktentwicklung verloren. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass nach Tarif bezahlt wird und sowohl Weihnachts- als auch Urlaubsgeld gewährt werden. Für die Wochenendarbeit gibt es eine Netto-Zulage von 75 Euro pro Tag sowie einen Tankgutschein im Wert von 7,50 Euro pro Einsatztag (Auszahlung ab einem Sammelwert von 50 Euro). Angesichts der jüngsten Benzinpreisexplosion gab es zudem eine einmalige Sonderzahlung in Form eines 50-Euro-Tankgutscheins. Dies war jedoch seit vielen Jahren die erste Sondermaßnahme dieser Art und wird vermutlich eine Ausnahme bleiben.
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Daran wird gearbeitet.
Karriere/Weiterbildung
In der Produktion gibt es leider kaum Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Aufgabenbereich beschränkt sich im Wesentlichen auf drei feste Einsatzorte: Abnehmer, Einfühler und Maschinenführer. Darüber hinaus existieren keine Perspektiven zur beruflichen Weiterentwicklung.