Wo fange ich nur an…
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Dass ich jetzt weiß, wie man es nicht machen sollte.
• Dass es irgendwann vorbei war.
• Der Kaffee - wenn er mal da war.
• Der Moment, in dem ich gekündigt habe.
• Die unbezahlten Überstunden haben mich persönlich sehr geformt.
• Ich habe viel uber meine Belastungsgrenze gelernt.
• Dass man mit Chaos erstaunlich lange
überleben kann.
• Die Gleichbehandlung: Alle wurden gleich schlecht behandelt.
• Dass man mir beigebracht hat, Erwartungen radikal zu senken.
• Nichts. Und das ist auch eine Leistung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• ...dass man taglich überlegen musste, ob man kündigt oder einfach verschwindet. ...die beeindruckende Fähigkeit, jedes einfache Problem in ein Drama zu verwandeln.
• ...das Talent, Motivation in Lichtgeschwindigkeit zu vernichten.
• ...die Kommunikationsstrategie:
Schweigen, Meckern, Wiederholen.
• ...dass „Planung" hier als Science-Fiction galt.
• ...die unerschütterliche Inkompetenz, konsequent durch alle Ebenen.
• ...dass Lob wahrscheinlich in der Hausordnung verboten ist.
• ...das Vertrauen - also das, was es hier nie gab.
• ...den Teamgeist: gemeinsam leiden, aber getrennt verzweifeln.
• ...dass man sich gefühlt im Escape Room ohne Ausgang befand.
• ..die Führungsqualität - irgendwo zwischen Diktatur und Ratespiel.
• ...dass man jeden Tag neue Grenzen seiner Geduld entdecken durtte.
• ...dass Chaos hier nicht ausbricht, sondern eingestellt wurde.
• ...dass man sich irgendwann fragte, ob das vielleicht einkununu.com sozialexperiment war.
Verbesserungsvorschläge
• Vielleicht mal ausprobieren, Menschen wie Menschen zu behandeln – soll in manchen Firmen funktionieren.
• Eine Idee: Führungskräfte auswählen, die tatsächlich führen können – und nicht nur laut sind.
• Schulungsvorschlag: „Empathie für Anfänger“ – dauert nur 15 Minuten, könnte aber Wunder wirken.
• Wäre spannend, wenn man Verträge und Arbeitszeiten nicht als grobe Orientierung, sondern als Vereinbarung versteht.
• Eventuell könnte man Kommunikation nicht nur in Capslock und Vorwürfen betreiben.
• Vorschlag: Respekt einführen. Muss ja nicht gleich überall, vielleicht erstmal testweise in einer Abteilung.
• Vielleicht einfach mal einen Tag arbeiten, ohne jemanden fertigzumachen – Experiment der Woche.
• Ein radikaler Gedanke: Lob kostet nichts.
• Einführung einer neuen Position: „Logikbeauftragter“, weil das Konzept im Unternehmen bisher unbekannt scheint.
• Statt Micromanagement: einfach mal Vertrauen versuchen – oder wenigstens so tun, als ob.
• Chaos als Managementstil ist zwar kreativ, aber langfristig etwas ermüdend.
• Vorschlag zur Effizienzsteigerung: Weniger Meetings, mehr Ahnung.
• Vielleicht könnte man Entscheidungen auf Basis von Fakten statt Stimmungsschwankungen treffen.
• Bonusidee: Mitarbeiterzufriedenheit nicht als Bedrohung sehen.