Innovative Idee, katastrophale Umsetzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde die Grundidee des Unternehmens, nämlich den modularen Holzbau, sehr gut. Ich halte das für ein zukunftsweisendes und spannendes Konzept.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gäbe zu viele Punkte, um sie alle hier aufzuzählen. Ich habe bereits weiter oben ausführlich beschrieben, was mich stört.
Verbesserungsvorschläge
Klare Strukturen schaffen, bevor neue Projekte angenommen werden
Echte Führungskompetenz aufbauen und Verantwortung übernehmen
Mitarbeitende respektvoll behandeln, einarbeiten und ernst nehmen
Fehler zulassen und daraus lernen, statt Schuldige zu suchen
Die Erreichbarkeit klar regeln und eine gesunde Arbeitszeitkultur fördern
Die interkulturelle Zusammenarbeit aktiv und reflektiert verbessern
Das externe Image mit der internen Realität in Einklang bringen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war stark von Unsicherheit, Überforderung und psychischem Druck geprägt. Anstelle von Vertrauen und Teamgeist herrschte Misstrauen, Angst vor Fehlern und ein toxisches Klima, das durch fehlende Führung und chaotische Strukturen noch verstärkt wurde. Neue Mitarbeitende erhalten keinerlei Einarbeitung. Stattdessen wird man direkt mit Aufgaben überladen, erhält unrealistische Deadlines und keinerlei Unterstützung. Das Ganze wirkt wie ein bewusster Test, bei dem es nicht um Qualität, sondern um Kadavergehorsam geht.
Kommunikation
Eine offene oder transparente Kommunikation war nicht vorhanden. Wichtige Informationen wurden entweder nicht oder viel zu spät weitergegeben. Entscheidungen wurden im kleinen Kreis getroffen und nicht nachvollziehbar kommuniziert. Rückfragen oder Vorschläge wurden häufig ignoriert oder abgewertet.
Kollegenzusammenhalt
Durch die extrem hohe Fluktuation und den konstanten Stresspegel kam kaum ein echtes Miteinander zustande. Einzelne Kolleg:innen waren hilfsbereit, aber insgesamt fehlte eine kooperative Teamkultur. Viele hatten den Eindruck, sich selbst schützen zu müssen, was echten Zusammenhalt unmöglich machte.
Work-Life-Balance
Nicht existent. Überstunden werden als selbstverständlich vorausgesetzt, Erreichbarkeit rund um die Uhr ebenso. Persönliches Leben muss man vollständig aufgeben – und das nur, um überhaupt im System zu überleben.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungsebene war intransparent, inkonsequent und oft respektlos. Viele Entscheidungen wirkten willkürlich und persönlich motiviert. Es gab keine echte Führung, sondern eher Machtdemonstration und das Abschieben von Verantwortung.
Interessante Aufgaben
Die Projekte waren inhaltlich sehr spannend und zukunftsorientiert. Leider konnten sie in der Regel nicht sinnvoll abgeschlossen werden – vor allem wegen mangelnder Teamarbeit und ständigen internen Konflikten, insbesondere auf der internationalen Linie.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wurde nach außen hin betont, intern aber nicht gelebt. Entscheidungen basierten häufig auf Nähe zur Geschäftsführung oder persönlicher Beliebtheit, nicht auf Leistung oder Kompetenz.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren unstrukturiert und überfordernd. Technisch war das Umfeld in Ordnung, aber die fehlende Organisation, der Druck und die mangelhafte Führung machten konzentriertes Arbeiten oft unmöglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein wurde stark im Marketing betont, intern aber nur bedingt umgesetzt. Viele Entscheidungen standen im Widerspruch zur propagierten Nachhaltigkeit. Sozialbewusstsein im Sinne von Mitarbeitendenfürsorge war praktisch nicht vorhanden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war in Ordnung, entsprach aber nicht dem tatsächlichen Aufwand oder der Belastung. Es gab keine nennenswerten Sozialleistungen oder Benefits, die die Arbeitsbedingungen hätten ausgleichen können.
Image
Das äußere Image ist stark – die Firma wirkt modern, grün, innovativ. Leider stimmt das nicht mit der internen Realität überein. Viele Mitarbeitende verlassen das Unternehmen frustriert und enttäuscht.
Karriere/Weiterbildung
Karriere war grundsätzlich möglich, allerdings nicht auf Basis von Leistung, sondern fast ausschließlich durch persönliche Nähe zur Geschäftsführung oder durch interne Seilschaften. Wer gut vernetzt war, konnte aufsteigen – unabhängig von tatsächlicher Kompetenz oder Erfahrung