Wer nicht dazugehört, hat’s schwer
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die pünktliche Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie der monatliche Tankgutschein sind definitiv Pluspunkte, die man anerkennen muss. Auch die geregelten Arbeitszeiten für den Einzelhandel sind in Ordnung. In manchen Teams gab es Kolleg*innen, mit denen man wirklich gerne zusammengearbeitet hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was jedoch gar nicht geht, ist das ständige Kontrollieren und das fehlende Vertrauen. Mitarbeitende sollten sich nicht fühlen, als würden sie rund um die Uhr überwacht werden. Auch der respektlose Umgangston, die Lästereien unter Kolleg*innen, sowie das Verhalten mancher Vorgesetzten waren einfach unprofessionell. Das Unternehmen wirkt insgesamt sehr altmodisch. Es fehlt an Flexibilität, Offenheit und einem modernen Führungsstil. Wer nicht ins System passt, wird kritisch beäugt statt unterstützt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen statt Kontrolle. Mitarbeitende sind keine Maschinen. Die ständige Überwachung schafft nur Druck. Außerdem sollte das Unternehmen endlich moderner und flexibler werden. Der altmodische Umgang, gerade was Kleidung, Arbeitsweise und Denkstrukturen angeht, passt nicht mehr in die heutige Zeit.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war oft unangenehm. Man hatte ständig das Gefühl, beobachtet zu werden – besonders wenn Vorgesetzte im Raum waren. Es ging eher darum, beschäftigt zu wirken, als darum, gute Arbeit zu leisten. Das hat viel Druck erzeugt und wenig Raum für Vertrauen gelassen.
Image
Das äußere Image des Unternehmens stimmte für mich nicht mit dem internen Arbeitsklima überein. Es wurde sehr viel Wert auf äußeren Schein gelegt – intern war das Miteinander jedoch oft von Misstrauen und Kontrolle geprägt.
Work-Life-Balance
Kaum vorhanden. Ein freier Samstag war schwer bis gar nicht zu bekommen, was die private Planung stark eingeschränkt hat. Arbeitszeiten waren jedoch in Ordnung.
Gehalt/Benefits
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie ein monatlicher Tankgutschein waren positiv. Beim Gehalt sollte man von Anfang an klare Vorstellungen mitbringen – nachträgliche Anpassungen sind schwierig.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt hing stark von Standort und Abteilung ab. Es wurde viel gelästert, was die Stimmung belastet hat. Gleichzeitig gab es aber auch einige Kolleg*innen – vor allem erfahrene – von denen ich viel lernen durfte. Diese Begegnungen haben die schwierigen Tage oft ein wenig aufgefangen.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Beurteilung möglich.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte haben sich regelmäßig in Kundengespräche eingemischt, ohne vorher Rücksicht zu nehmen. Statt Vertrauen in die eigene Arbeit zu zeigen, wurde alles genau kontrolliert. Kritik wurde selten respektvoll geäußert, und nach Feedback-Gesprächen hat sich kaum etwas verbessert.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitszeiten waren für den Einzelhandel in Ordnung. Allerdings wurde selbst in ruhigeren Momenten erwartet, dass man beschäftigt wirkt – Entspannung oder kurze Erholungsphasen waren nicht gern gesehen.
Kommunikation
Ehrliche Kommunikation war kaum vorhanden. Bei Problemen wurde oft die Schuld abgeschoben, anstatt gemeinsam Lösungen zu finden. Auf Rückmeldungen wurde selten eingegangen.
Gleichberechtigung
Langjährige Mitarbeitende wurden deutlich bevorzugt. Wer neu war oder aus der Reihe fiel, hatte es schwer.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren eher monoton, mit starkem Fokus auf Verkaufszahlen und Umsatz. Individuelle Stärken oder Weiterentwicklung spielten kaum eine Rolle.