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Nicht empfehlenswert wenn die mentale Gesundheit einem wichtig ist

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Trier gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mitarbeiterrabatt und Urlaubsplanung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Unbezahlte und aufgezwungene Überstunden (mind. 30min/Tag), man wird oft beleidigt & angeschrien.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Mitarbeiter anschreien & beschimpfen. Mehr Ventilatoren an der Kasse (im Hochsommer würden 2 schon einiges bewirken). Und mal die Mitarbeiter loben, wenn sie spontan einspringen und den Laden ordentlich halten (so gut es geht mit den Kundenansturm). Und von den Mitarbeitern nicht verlangen dass diese jeden Tag 30 Minuten arbeiten müssen ohne dafür bezahlt zu werden. Seien Sie doch froh, wenn die Mitarbeiter pünktlich zur Arbeit kommen, ihre Arbeit machen und dann auch mal Feierabend machen.

Arbeitsatmosphäre

Ob der Laden aufgeräumt ist oder nicht, spielt alles keine Rolle. Wer nicht regelmäßig von der Inhaberin angeschrien oder beleidigt werden möchte ist da fehl am Platz. Auch wird erwartet, dass man jeden Tag 15 Minuten früher kommt (zum Staubsaugen ect./ generell) und 15 Minuten länger bleibt (Kasse muss ja gemacht werden). Dankbarkeit wenn man dies macht?-Fehlanzeige. Eher wird man verwarnt dass man ja nicht pünktlich zur Arbeit erscheint und was es einem einfällt pünktlich zur Arbeit zu kommen und auch mal pünktlich Feierabend zu machen.

Image

Mitarbeiter waren nicht begeistert von dem Laden, aber die Stoffauswahl war gut.

Work-Life-Balance

Urlaub wurde immer gegeben wie gewünscht. Bei sowas wie in der Weihnachtszeit ect. musste man sich mit den Kollegen etwas absprechen aber ansonsten top.

Gehalt/Benefits

Mindestlohn. Erfahrung oder sogar was gelernt was Textilien angeht? Sogar mal Kontoauszüge ect. geprüft im Betrieb? Egal, man bekommt Mindestlohn. Aber es gibt Mitarbeiterrabatt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gab viele Stoffe mit Bio Sigel und sowas

Kollegenzusammenhalt

Kollegen waren immer top. Man konnte sich immer auf sie verlassen und hat sich gegenseitig geholfen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen gab es nicht und die, die lange da waren hatten es auch irgendwann satt und wollten nicht mehr zurück.

Vorgesetztenverhalten

Man wurde oft echt nicht gut behandelt von der Inhaberin. Beleidigungen, anschreien ect. musste man immer über sich ergehen lassen. Und wenn dann jemand eine Zeit lang durch Krankheit ausfällt wird dann einem Honig ums Maul geschmiert, damit man vielleicht doch noch ein paar Stunden mehr die Woche macht als geplant.

Nachtrag nach dem Kommentar der Inhaberin:
- Die Bewertung wurde am 10.11.2025 verfasst, diese wurde also noch bevor es öffentlich wurde, dass dieser Laden schließt geschrieben bzw. bevor ich als Verfasser von der Schließung wusste (erst 2026 erfahren und unter dem Vorwand das die Inhaberin in Rente gehen möchte und nicht durch den Mangel an Kunden).
- Zusätzlich zu mir sind mindestens zwei ehemalige langjährige Vollzeit Mitarbeiter der selben Meinung und einer bezeichnete meine Bewertung als "Das ist zwar echt hart formuliert, aber es stimmt halt, du hast es wirklich auf den Punkt gebracht".
- Ich wünsche der jetzt ehemaligen Inhaberin dieses Ladens einen schönen Ruhestand und vielleicht nehmen Sie sich auch etwas Zeit zur Reflexion.

Arbeitsbedingungen

Im Sommer ist es zu heiß, die Ventilatoren sind nicht mal annähernd ausreichend wenn man die ganze Zeit rum rennt oder unter einem Fenster beim abkassieren steht. Nicht selten kam es vor das bei der Kasse nicht mal ein Ventilator stand (man muss da im stehen abkassieren).

Kommunikation

Joa, eigentlich gut, wenn man nicht gerade angeschrien, angemault oder beleidigt wird von der Inhaberin.

Gleichberechtigung

Jeder würde gleich schlecht behandelt.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit, die man bekommen hat war immer machbar (außer das aufräumen des Ladens währen ein Dutzend Kunden kassiert und beraten werden wollten).


Karriere/Weiterbildung

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Arbeitgeber-Kommentar

Beate MatthäiInhaberin

Seit 40 Jahren haben Generationen von Mitarbeiter*innen in unserem Laden gearbeitet. Teilweise bis zu 20 Jahren und sehr oft noch weit über das Renteneintrittsalter hinaus. Die Regeln waren immer gleich - nämlich dass die MA und Inhaber ca. 10 Min. vor Ladenöffnung den Laden saugen und nach Ladenschluss die Kasse machen. Ist auch seit jeher so in allen Arbeitsverträgen festgelegt. Jeder Bewerber hat die Freiheit dies anzunehmen und zu unterschreiben oder die Stelle nicht anzunehmen - keiner wird dazu gezwungen bei uns zu arbeiten

Was das Gehalt der MA angeht, so hat jede*r mit Mindestlohn angefangen und nach der Probezeit wurde das Gehalt regelmäßig angepasst. Allerdings ist es so, dass jemand der weder eine Berufsausbildung, noch irgendwelche Berufserfahrungen hat und darüber hinaus keinerlei Flexibilität in der Stundenplanung hat, natürlich im Gehaltsranking auf der geringsten Stufe steht.
Auch haben in all den Jahren die MA am Jahresende Prämien erhalten, die natürlich am Engagement und Einsatz und am Erfolg des Ladens orientiert waren.

Wenn sich Menschen bei uns bewerben, die keinerlei berufliche Erfahrungen in irgendeiner Form vorweisen, die mit Betreuern einer karitativen Organisation vorsprechen, weil sie psychisch angeschlagen sind und wir diesen Menschen eine Chance geben - und sogar in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Versorgungsbehörden versuchen ihnen eine Berufsausbildung bei uns im Einzelhandel zu ermöglichen - und dies in keinster Weise auf irgendeine Resonanz stößt, dann ist eben jeder seines Glückes 'eigener Schmied'.

Grundsätzlich werden bei uns keine MA 'angeschrien' - wenn ich aber nach einer Woche Abwesenheit im Laden ein totales Desaster vorfinde, der Briefkasten überquillt und die MA statt aufzuräumen lieber im Büro am Handy spielen, dann ist auch bei mir als Inhaberin eine Grenze überschritten.

In jedem Unternehmen ist es so, dass, wenn MA durch Krankheit ausfallen, die gesunden MA gefragt werden, ob sie evtl. einige Stunden zusätzlich arbeiten können - jemand, der allerdings noch niemals in seinem Leben irgendwie oder irgendwo gearbeitet hat, hat natürlich auch kein Verständnis dafür, dass nur bei weiterhin funktionierendem Betrieb ein Unternehmen überlebt und die MA halten kann...
..und wenn dann die MA, die keinerlei Flexibilität besitzen, selbst pro Jahr ca. 10 Wochen wegen Krankheit ausfallen, bedeutet das, dass auch die Kollegen und Inhaber dies auffangen müssen!

In unserem Laden (ca. 100m²) gibt es in den Sommermonaten 5 Ventilatoren, die an den unterschiedlichsten Stellen für Kühlung sorgen, aber in den wenigen Tagen wo die Temperatur auf deutlich über 30 Grad steigt ist es nun mal warm... überall...

Einem MA der grundsätzlich maximal halbe Tage arbeitet und auch nur kurze Zeit überhaupt bei uns beschäftigt war, steht es nicht zu ein Urteil über ältere oder ehemalige MA zu fällen, die er/sie gar nicht kennengelernt hat!
.. und auch nicht darüber ein Urteil zu fällen, ob die Kollegen, die ganztägig arbeiten, ein Problem damit haben die 10 Min vor Ladenöffnung und 10 min nach Ladenschluss die Kasse machen. Zumal das in jedem Arbeitsvertrag steht und bekannt ist, bevor man sich entscheidet bei uns zu arbeiten...

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir 40 Jahre lang im Schnitt 4 MA bei uns beschäftigt haben - und es steht einer/einem MA die/der nur kurze Zeit bei uns gearbeitet hat, nicht zu ein Urteil über andere MA zu fällen. Und jemandem dem außerdem die komplette Befähigung fehlt sich in die wirtschaftlichen Interessen eines (kleinen ) Unternehmens einzudenken, steht es nicht zu sich ein Urteil zu bilden über Notwendigkeiten und diese zu bewerten.
... und ich finde es sehr spannend, dass diese Bewertung Jahre nach dem Ausscheiden aus unserem Unternehmen und gerade zu dem Zeitpunkt kommt, an dem wir die Schließung unseres Ladens verkündet haben...

Und abschließend möchte ich noch erwähnen, das wir leider niemals (nach Corona) Dutzende von Kunden abkassieren mussten und immer genug Zeit war den Laden aufzuräumen - denn -hätten wir Dutzende von Kunden gleichzeitig gehabt, müssten wir den Laden nicht schließen!

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.