Bitte keine vorgefertigten ChatGPT-Reaktionen, sondern die Kritik ernst nehmen. (Bewertung gilt für Karlsruhe)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterrabatt, dass man sich auch bei Vorgesetzten duzt und vor allem die netten Kollegen sind das Highlight.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unten schon alles genannt. Aber der wichtigste Punkt: Die Kombination aus Personalmangel, hohen Erwartungen und Mindestlohn finde ich schwierig.
Verbesserungsvorschläge
- Mitarbeiter halten den Laden am Laufen. Ohne Personal läuft nichts. Gerade bei einer chronisch unterbesetzten Filiale sollte die Leistung der Mitarbeiter mehr wertgeschätzt werden, anstatt durch zusätzlichen Druck noch mehr Mitarbeiter zu vergraulen. Auch Kunden beschweren sich regelmäßig, dass sie keinen Mitarbeiter finden, wenn sie Hilfe benötigen. Das hinterlässt natürlich kein gutes Bild, wenn Kunden den Eindruck bekommen, dass an Personal gespart wird.
- Beim Thema Umsatz sollte man auch die Perspektive der Mitarbeiter berücksichtigen: Egal ob der Umsatz gut oder schlecht ist, der Mitarbeiter bekommt am Ende den gleichen Lohn. Vom höheren Umsatz profitiert er nicht direkt, während bei schlechtem Umsatz zusätzlicher Druck entsteht. Wenn der Umsatz nicht stimmt, sollte deshalb nach den Ursachen gesucht werden (z. B. mehr Werbung), anstatt die Verantwortung dafür beim Mitarbeiter zu suchen.
- Ein Unternehmen muss natürlich auf seine Zahlen und Kosten achten. Genauso muss ein Mitarbeiter aber auf seinen eigenen Geldbeutel, seine Gesundheit und sein Wohlbefinden achten. Gerade bei Mindestlohn sollte man daher nicht 200 % erwarten.
- Mehr in Werbung investieren: Vor allem bezahlte Schaltwerbung auf Instagram und TikTok, damit tatsächlich neue Menschen erreicht werden und die Filiale bekannter wird. Das könnte gleichzeitig helfen, mehr Bewerber zu erreichen. Denn es bewirbt sich leider kaum jemand.
- Wiederkehrende Kritik ernst nehmen: Themen wie Personalmangel, Gehalt und fehlende Benefits werden in Bewertungen immer wieder genannt. Hier sollte nicht nur mit vorgefertigten ChatGPT-Texten darauf geantwortet, sondern auch tatsächlich etwas verändert werden. Dann bewerben sich vielleicht auch mehr Leute. Vielleicht Gehälter an steigende Lebenshaltungskosten anpassen und z.B. Tankgutscheine oder Jobticket.
- Mitarbeiter stärker einbeziehen: Regelmäßige Meetings oder ein anonymer Kummerkasten könnten helfen, dass Mitarbeiter Probleme und Verbesserungsvorschläge offen ansprechen können, um lautlose Kündigungen zu vermeiden (leider absehbar in dieser Filiale wenn sich bald nichts ändert).
- Einheitlichere Abläufe: Neue Regelungen und Änderungen sollten klar und gleichzeitig an alle kommuniziert werden, damit unterschiedliche Vorgehensweisen und unnötige Doppelarbeit vermieden werden.
- Arbeitszeiten flexibler gestalten.
- Sich fragen, was macht mich als AG attraktiv?
Arbeitsatmosphäre
- Vorerst kurze Randinfo: Karlsruhe war nicht wählbar in der Auswahl daher Rastatt. Es geht aber um die Filiale Karlsruhe.
- Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt angenehm. Die Kollegen sind freundlich und hilfsbereit. Ich verstehe mich mit allen gut und der Umgang untereinander ist respektvoll. Auch die Filiale selbst ist sehr schön, groß und modern. Durch die anhaltende Unterbesetzung und die damit verbundene Belastung hat sich die Stimmung im Team in letzter Zeit allerdings etwas verschlechtert.
Kommunikation
- Grundsätzlich respektvoller und freundlicher Umgang miteinander.
- Durch Unterbesetzung und Stress bleibt oft kaum Zeit, Fragen zu klären.
- Die Filialleitung ist dadurch teilweise überlastet, sodass vieles ungeklärt bleibt.
- Neuerungen und Änderungen werden nicht immer an alle gleichzeitig weitergegeben.
- Dadurch entstehen unterschiedliche Abläufe und unnötige Doppelarbeit.
- Trotz der Unterbesetzung entsteht zunehmend unnötiger Druck.
- Teilweise gibt es keine einheitlichen Abläufe. Regionalleitung oder Visual Merchandiser kommen zum Beispiel an einem Tag und geben vor, dass etwas auf eine bestimmte Art gemacht werden soll. Am nächsten Tag heißt es dann plötzlich wieder, dass es doch anders gemacht werden soll.
- Dadurch wird unnötig viel Zeit und Arbeit in Dinge gesteckt, die kurz darauf wieder geändert werden. Diese Zeit fehlt dann bei anderen, wichtigeren Aufgaben - gerade bei der ohnehin knappen Personalsituation.
- Auch für Kunden ist es unpraktisch, wenn Waren oder Bereiche ständig umgeräumt werden und sie ihre Sachen jedes Mal woanders suchen müssen. Viele dieser Änderungen wirken dadurch unnötig und wenig sinnvoll. Sinnvoller wären klare und und einheitliche Vorgaben.
Kollegenzusammenhalt
Super! Ich mag wirklich alle Kollegen hier. Ich glaube das ist der Grund oder eines der Gründe weshalb die meisten hier bleiben.
Work-Life-Balance
- Wechselnde Früh-, Mittel- und Spätschichten erschweren die private Planung (also 1 Tag Früh- und am nächsten Tag Spätschicht etc.).
- Unterschiedliche Anfangszeiten sorgen für wenig Struktur im Alltag.
- Geringe Flexibilität bei den Arbeitszeiten.
- Nur ein freier Samstag im Monat.
- Ständige Unterbesetzung und zunehmender Druck führen zu Frust und Erschöpfung.
- Überstundenabbau ist aufgrund des Personalmangels nicht möglich.
- Man kommt teilweise ausgelaugt nach Hause und hat kaum noch Energie fürs Privatleben.
Vorgesetztenverhalten
- Großes Lob an die stellvertretende Filialleitung: Sie bleibt auch in stressigen Situationen immer menschlich, freundlich und verständnisvoll. Sie versucht, die Situation aus Sicht der Mitarbeiter zu betrachten, nicht einfach immer mehr zu fordern und ist für die Mitarbeiter da, so gut es ihr möglich ist.
- Die Filialleitungen sind grundsätzlich freundlich und respektvoll. Durch die Unterbesetzung wirken sie jedoch zunehmend überlastet, wodurch teilweise wenig Zeit für Fragen, Gespräche und Mitarbeiterbelange bleibt.
- Gleichzeitig entsteht zunehmend Druck, obwohl personell kaum Kapazitäten vorhanden sind. Bei Änderungen und neuen Abläufen fehlt teilweise eine klare und einheitliche Kommunikation.
Interessante Aufgaben
Neutral. Sind halt meistens die gleichen Aufgaben.
Arbeitsbedingungen
- Die Mitarbeiter sollten nicht für den schlechten Umsatz verantwortlich gemacht werden. Wenn der Umsatz nicht den Erwartungen entspricht, sollte meiner Meinung nach eher in mehr Werbung und Sichtbarkeit investiert werden. Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass es Modepark Röther gibt oder dass es hier in Karlsruhe eine Filiale gibt.
- Gerade deshalb finde ich es unpassend, zusätzlich Druck auf die Mitarbeiter auszuüben, obwohl die Filiale ohnehin chronisch unterbesetzt ist. Die Mitarbeiter können nichts dafür, wenn zu wenig Kunden in die Filiale kommen, denn sie erfüllen schon ihre Pflichten als VK.
- Wenn Kunden in die Filiale kommen und sehen, dass auf einer so großen Verkaufsfläche kaum Mitarbeiter da sind, kann das ebenfalls einen negativen Eindruck hinterlassen. Es haben sich bereits Kunden darüber beschwert, dass zu wenig Personal da ist und sie kaum jemanden finden, wenn sie Hilfe benötigen.
- Teilweise sind nur 2–3 Mitarbeiter auf einer sehr großen Verkaufsfläche oder nur eine Person für eine komplette Abteilung zuständig.
- Durch den Personalmangel bleibt viel Arbeit liegen und Aufgaben können teilweise nicht fertiggestellt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Neutral.
Gehalt/Benefits
- kein Weihnachtsgeld etc.
- Für die hohe Arbeitsbelastung und die vielen Erwartungen an einen einzelnen Mitarbeiter ist der Mindestlohn meiner Meinung nach zu wenig, vor allem bei der ständigen Unterbesetzung und dem zunehmenden Druck.
- Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten, während der Lohn nicht entsprechend angepasst wird. Das kann sich mit der Zeit auch auf die Motivation auswirken.
- Außer dem Mitarbeiterrabatt gibt es praktisch keine Benefits. Gerade im Vergleich zu anderen Arbeitgebern in der Branche fehlen dadurch attraktive Anreize, sich zu bewerben oder langfristig im Unternehmen zu bleiben.
Image
- Modepark Röther ist gerade hier in Karlsruhe noch relativ unbekannt. Viele wissen überhaupt nicht, dass es die Filiale gibt.
- Daher sollte m.M.n. mehr in Schaltwerbung auf Instagram und TikTok investiert werden und nicht nur auf dem eigenen Profil gepostet werden. Das sieht ja kaum jemand. Durch gezielte Werbung könnte man deutlich mehr Menschen und potenzielle Kunden erreichen.
- Und am Ende sollte nicht der Mitarbeiter für den schlechten Umsatz verantwortlich gemacht werden, wenn das Problem ganz woanders liegt.
Karriere/Weiterbildung
- Gerade bei den vielen verschiedenen Aufgaben wären regelmäßige Schulungen hilfreich, um sich fachlich weiterzuentwickeln.
- Auch klare Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens wären wünschenswert, damit Mitarbeiter langfristig eine Perspektive haben.

