1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Trotz aller Umstände ist der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern größtenteils positiv.
Der Umgang mit einzelnen Mitarbeitern, ihrem täglichen Arbeitsaufwand und Sorgen um Arbeitsplatzsicherheit lassen oftmals zu wünschen übrig. Statt ein Klima der Angst entstehen zu lassen, sollten Sorgen ernst genommen und entsprechende Verbesserungen geschaffen werden, von denen alle Beteiligten profitieren. Mittel- bis langfristig führt eine solche Ignoranz in eine Abwärts-Spirale, infolge dessen auch zu Kündigungen von guten Mitarbeitern.
Mehr Mensch sein und Arbeitnehmer nicht wie eine Nummer im System zu behandeln, wäre eine gute Maßnahme. Statt sich nur auf Zahlen und Statistiken zu berufen, sollte man diese mit der Realität und dem tatsächlichen Arbeitsalltag abgleichen.
Die Arbeitsatmosphäre ist stark teamabhängig. Kritisch anzumerken ist, dass die Stimmung stark von den Vorgesetzten beeinflusst wird. Unterschiedliche Führungsstile und teils distanziertes Verhalten einzelner Führungskräfte führten zu Spannungen innerhalb des Teams, sowie zu starker Verunsicherung. Lob gab es nur selten, gemeckert wurde dafür immer schnell. Leistungserwartungen wurden nach oben geschraubt, statt sie mit der Realität und dem tatsächlich Leistbaren abzugleichen. Entscheidungen wurden nicht immer klar kommuniziert und Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitenden fanden nicht durchgehend Gehör.
Nach außen präsentiert man sich als „Part of the Kitchen Family“ und als moderner, familiärer Arbeitgeber. Innerbetrieblich ist von diesem Anspruch jedoch nicht viel spürbar. Zwischen Unternehmensleitbild und tatsächlicher Führungskultur besteht teilweise eine deutliche Diskrepanz. Das äußere Image ist solide, intern wäre mehr gelebte Wertschätzung wünschenswert. Was draußen dran steht, steckt leider nicht drin - zumindest nicht in dem Maße, dass man dem Slogan gerecht wird.
Aufgrund von Gleitzeit und 30 Tagen Urlaub könnte man meinen, dass sich Beruf und Privatleben gut vereinbaren lassen. Meist wird dies aber durch den erhöhten Stressfaktor in einzelnen Abteilungen eher wieder ausgeglichen.
Entwicklungsmöglichkeiten bestehen grundsätzlich, sind jedoch begrenzt. Abteilungswechsel werden ermöglicht, interne Schulungen zur Vertiefung von Fachwissen finden regelmäßig statt. Teilweise werden auch Sprachkurse durch externe Dienstleister angeboten. Insgesamt sind Weiterbildungsangebote vorhanden, aber eher auf die Stabilisierung des vorhandenen Wissensstands als auf individuelle Karriereentwicklung ausgelegt. Wer hier die Karriereleiter steil aufsteigen will, ist fehl am Platz - oder gut darin, sich zu verkaufen.
Das Gehaltsniveau ist insgesamt durchschnittlich, im Verhältnis zur steigenden Inflation jedoch etwas zu niedrig einzuschätzen. Positiv hervorzuheben sind die pünktlichen Zahlungen, die Beteiligung an vermögenswirksamen Leistungen sowie das anteilig monatlich ausgezahlte Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Zusätzliche Benefits wie kostenfreies Wasser, Kaffee oder Jobrad-Leasing runden das Angebot ab.
Innerhalb des dem Unternehmen übergeordneten Konzerns der Baumann-Group (u.a. Burger Küchenmöbel, Bauformat etc.) wirbt man stark mit seinem umweltbewussten Ansatz („Wir fertigen green“) und setzt tatsächlich in vielen Bereichen auf Wiederverwertung von Produktionsabfällen innerhalb der eigenen Fertigung. Kritisch anzumerken ist jedoch, dass beschädigte Ware teils nicht retourniert, sondern vom Kunden selbst entsorgt werden muss – hier besteht Verbesserungspotenzial im Sinne echter Nachhaltigkeit.
Das Miteinander unter den Kolleginnen und Kollegen war überwiegend angenehm und hilfsbereit – insbesondere, wenn man sich auf derselben Hierarchieebene befand. Das tägliche Arbeiten war dadurch in vielen Fällen unter den Mitarbeitenden gut organisiert und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Gleichzeitig war spürbar, dass Wertschätzung und Motivation von Vorgesetzten nicht immer gleichermaßen gegeben waren.
Hier lässt sich kein klares Gesamtbild zeichnen, da der Anteil älterer Mitarbeitender (über 55 Jahre) im eigenen Arbeitsumfeld gering war. Soweit beobachtbar, wurden ältere Kolleginnen und Kollegen respektvoll behandelt und in die täglichen Abläufe eingebunden. Eine abschließende Bewertung ist aufgrund der geringen Zahl an Beispielen jedoch schwierig.
Während einige Vorgesetzte bemüht waren, fair und sachlich zu führen, verhielten sich andere eher distanziert und mitunter von oben herab. "Ich arbeite nach Weisung" schien für Einige der leichtere Weg zu sein, statt wirkliche Führungsqualitäten zu zeigen und sich für das Team einzusetzen. Vereinzelt wurde sich über Themenschwerpunkte ein Urteil erlaubt, von denen die Leitungsbefugten allerdings wenig bis keine Ahnung hatten - geschweige denn mit den Arbeitsabläufen in irgendeiner Weise vertraut waren. Sprüche wie "Wir können Sie messen!" und "Das wird auch von Ihnen erwartet!" fallen häufiger und schleifen am Selbstwertgefühl. Zudem herrschte ein ausgeprägter Fokus auf der Suche nach Fehlern - Energie, die an anderen Stellen deutlich besser investiert wäre.
Die Möbel Logistik Löhne GmbH & Co. KG fungiert als Dienstleister für die dem übergeordneten Konzern angegliederten Möbelhersteller Bauformat und Burger Küchenmöbel. Die Arbeitsbedingungen sind daher abhängig vom jeweiligen Standort: Während die Büros bei den auftraggebenden Tochterunternehmen modern gestaltet, ergonomisch eingerichtet und auf Schallschutz sowie konzentriertes Arbeiten ausgelegt sind, wirkt die Atmosphäre in einigen Außenstellen deutlich unruhiger – dort herrscht eher eine hallenartige Geräuschkulisse. Die IT wurde jahrelang eher stiefkindlich behandelt und befindet sich nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik. Häufige Verbindungsabrisse und teils verzögerte Programmwiedergabe waren ein tägliches Ärgernis und erschwerten die Arbeit.
Innerhalb der Teams lief die Kommunikation im Allgemeinen zuverlässig, während der Informationsfluss zwischen einzelnen Abteilungen oder Hierarchieebenen stockte. Schlechte Kommunikationen führten hier ofmals zu Missverständnissen und Problemen. Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitenden wurden nicht immer aufgegriffen, was zu wiederkehrenden Enttäuschungen und Frustrationen führte.
Im Unternehmen wird auf Gleichbehandlung und faire Chancen großen Wert gelegt. Unterschiede aufgrund von Geschlecht, religiöser oder sexueller Orientierung waren im Arbeitsalltag nicht festzustellen. Aufgaben und Verantwortlichkeiten wurden eher nach Qualifikation und Erfahrung verteilt, nicht nach persönlichen Merkmalen.
Die Tätigkeiten im Verkaufsinnendienst erforderten eine sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise mit stetig wiederkehrenden Aufgaben und Arbeitsvorgängen. Das Aufgabenspektrum blieb über die Jahre hinweg weitgehend konstant, bot es doch solide Routine und Verantwortung im Kundenkontakt.