Bloß nicht! Nur wenn man patriarchalische Arbeitsbedingungen und wie im letzten Jahrhundert mag.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann und muss sich einbringen. Pünktliche Gehaltszahlung und kurze Entscheidungswege.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Permanenter Streit innerhalb der Geschäftsführung zu Lasten der Mitarbeiter. Viel wird auf der persönlichen Ebene ausgetragen, leider auch Personalentscheidungen. Das Ego der Geschäftsleitung geht vor sinnvollen und zukunftsorientierten Entscheidungen für das Unternehmen. Man hat immer das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein und auch gemacht zu werden.
Verbesserungsvorschläge
Es braucht hier unbedingt ein Zukunftskonzept, Investitionen und professionelle Arbeitsweise. Unternehmensnachfolge regeln und auch mal loslassen und die Mitarbeiter nicht weiter nach Lust und Laune schikanieren.
Arbeitsatmosphäre
Ein sehr kleines Unternehmen. Man wird von der Geschäftsleitung gezielt gelobt, nur um die Arbeitsleistung zu steigern und damit man bei der Stange bleibt. Mitarbeiter, die unterdurchschnittlich leisten, werden mitgeschleppt. Es herrscht eine "lockere Arbeitsatmosphäre", viele Dinge spielen sich auf der persönlichen Ebene ab. Der Betrieb wird zwar von einem Teil der Geschäftsleitung mit viel persönlichem Einsatz geführt, insgesamt aber sehr ineffektiv und willkürlich. Für die notwendigen Aufgaben gibt es zu wenig Personal und Arbeitsmittel.
Image
Mehr Schein als Sein. Lebt von längst vergangenen Zeiten.
Work-Life-Balance
Arbeitszeit und private Termine waren relativ flexibel gehandhabt.
Karriere/Weiterbildung
Eher unterdurchschnittlich. Aufstiegschancen gibt es nicht, da Kleinstbetrieb und die Geschäftsführer die direkten Vorgesetzten sind. Man muss sich um alles selber kümmern.
Gehalt/Benefits
Muss man verhandeln, nach Zusatzqualifikation gab es keine Gehaltserhöhung. Jedes Jahr pauschale Lohnerhöhungen für alle, aber leider nicht leistungsbezogen. Motiviert die Leistungsträger eher nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Besser kein Kommentar.
Kollegenzusammenhalt
Da nur zwei Mitarbeiter im Büro arbeiten, muss die Chemie stimmen. Durch viel Fluktuation und dass bei Neueinstellungen wenig auf die Qualifikation geachtet wurde, war es eher belastend und schwierig. Jeder kämpft für sich allein.
Umgang mit älteren Kollegen
Kein Unterschied, die Geschäftsführung ist teilweise auch schon weit über die Rente hinaus.
Vorgesetztenverhalten
Weltfremdes und patriarchalisches Verhalten, vor allem gegenüber Frauen. Die Geschäftsführung fragt die Mitarbeiter um Rat, am Ende entscheidet aber der Inhaber nach Gutdünken. Wertgeschätzt wird nur konformes Verhalten. Die Geschäftsführung verhält sich sehr ambivalent.
Arbeitsbedingungen
Alles ist sehr alt. In mehr als 30 Jahren heruntergewirtschaftet und nichts investiert. Die DDR lässt grüßen, das Motto: "Aus unseren Betrieben ist noch mehr herauszuholen" passt hier noch. Die Bürocontainer sind schrottreif und die anderen Gebäude und Anlagen sind auch museumsreif. Die Arbeitsmittel/EDV im Büro waren für die Arbeitsaufgaben in einem Produktionsbetrieb nicht ausreichend.
Kommunikation
Viel Kommunikation, meist ohne konkretes Ergebnis. Unklare bzw. keine Arbeitsanweisungen durch die Geschäftsführung. Es wird erwartet, dass der Mitarbeiter selber weiß, was zu tun ist, darf aber nichts kosten. Die Geschäftsführung ist teilweise nicht vom Fach.
Gleichberechtigung
Man wird von den Vorgesetzten zu vielen Themen um die Meinung gebeten, aber von Frauen lässt man sich nichts sagen bzw. wird herablassend behandelt.
Interessante Aufgaben
Das interessante an den Arbeitsaufgaben ist, dass man sie mit der Zeit erst selbst entdecken und sich selbst erarbeiten muss, da die Geschäftsführung von vielen Dingen keine Ahnung hat. Wer seine Arbeit ordentlich machen will, stößt gerne auf Widerstände und die umfangreichen Arbeitsaufgaben werden immer wieder neu auf zu wenige Leute verteilt. Wer viel kann, muss noch mehr machen.