Mehr Work als Balance zum Mindestlohn. Achtung bei 90% der 5* Bewertungen hier, mehr dazu nachfolgend.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Discount bei Fahrradteilen, die aber mittlerweile auch so im Netz bei jeden Händler zu bekommen sind. Von daher eher nix.
Verbesserungsvorschläge
Das Personal erwirtschaftet den unternehmerischen Erfolg. Es sollte daher als eines der wichtigsten Güter neben dem Produkt betrachtet werden, anstatt es Saison für Saison zu überlasten und zu verbrennen. Die fortlaufende Einarbeitung neuer Mitarbeitender verursacht langfristig deutlich höhere Kosten als nachhaltige Investitionen in bestehende Teams.
Arbeitsatmosphäre
Filialinterne Atmosphäre ist ok. Allerdings trotz der propagierten "mach dein Hobby zum Beruf" Attitüde, oft mit sehr viel Druck und Überarbeitung verbunden.
Kommunikation
Mangelhaft.
Die interne Kommunikation ist unzureichend. Arbeitsanweisungen der Geschäftsführung erfolgen überwiegend im Befehlston, ohne Raum für Rückfragen oder Austausch. Ein konstruktiver Dialog zu Themen, die regional unterschiedlich und gegebenenfalls besser gelöst werden könnten, findet nicht statt. Stattdessen wird davon ausgegangen, dass Regelungen, die in Plauen gelten, unverändert auch für Standorte wie Köln oder Nürnberg anzuwenden sind.
Wobei hingegen die Kommunikation gut funktioniert, ist wenn drum gebeten wird die Firma bei kununu gut zu bewerten, da "man da wirklich schlecht da stehe"...
Kollegenzusammenhalt
Je nach Filiale unterschiedlich. Ein offener Austausch findet jedoch ausschließlich auf dieser Ebene statt. Ab der Regionalebene entsteht ein deutliches Hierarchiedenken, der Kontakt zur operativen Basis ist selten.
Work-Life-Balance
Gibt es nicht. Im Sommer arbeitet man 10 Stunden+, oft bis nach 19 Uhr. Da das workload mit Nachbearbeitung der Aufträge im normalen Kundenverkehr schlichtweg nicht möglich ist.
Samstags darf man dann 7-8 Stunden ohne Pause arbeiten. Es versteht sich natürlich von selbst, das dann allerdings trotzdem die gesetzlichen 30 Minuten abgezogen werden.
Da es allen Ecken und Enden mit dem Personal nicht reicht wird dann auch noch einmal im Monat ein schrauben Tag am freien sechsten Tag der Woche eingelegt. Man bekommt dafür ja schließlich Überstunden, die man dann im November bei 3° und Nieselregen abfeiern muss. Freizeitausgleich gibt es nur so wie es der Firma passt, persönliche Wünsche werden hier selten berücksichtigt.
Vorgesetztenverhalten
- Teilweise frauenverachtende Äußerungen und Verhaltensweisen
- Ausgeprägtes Elite und Hierarchiedenken
- Fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden
Als deutliches Warnsignal ist zu werten, dass in diesem Jahr nur etwa ein Drittel der Belegschaft an der Weihnachtsfeier teilgenommen hat. In den vergangenen Jahren war diese Veranstaltung regelmäßig sehr gut besucht.
Interessante Aufgaben
Im Grunde wiederholen sich die aufgaben stets. Kreativität wird nur dann erwartet, wenn Mitarbeitenden gegenüber Kundinnen und Kunden erklären müssen, warum sich die Auslieferung eines Fahrrads entgegen früherer Zusagen von März auf Oktober verschoben hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Green washing.
Das Bäume pflanzen wird als lästig erachtet und wohl demnächst auch eingestellt.
Gehalt/Benefits
Es wird ausschließlich der Mindestlohn gezahlt, ohne Verhandlungsspielraum. Sämtliche Prämien wurden gestrichen. Ab der Regionalebene stellen sich die Rahmenbedingungen teilweise etwas besser dar, wie bereits erwähnt.
Gleichzeitig wird das Personal von der neuen Geschäftsführung wiederholt als größtes Problem benannt und dies in nahezu jedem Meeting offen kommuniziert. Die daraus entstehende Diskrepanz ist deutlich wahrnehmbar, wenn Regionalverantwortliche im Mercedes VIP Leasing auf den Hof rollen und den Filialen zugleich mitteilen, dass gespart werden müsse, weshalb keine Prämien mehr gezahlt werden können und der Verkauf an Samstagen mit zwei statt der ursprünglich geplanten sechs Mitarbeitenden abgedeckt werden soll.
Image
Hier profitiert man stark von der Marke Cube, die in der allgemeinen Wahrnehmung sehr gut darstehen.