Unternehmen mit wertvoller Arbeit und viel Potenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich ist die intergenerationale Demografie der Angestellten positiv zu bewerten, sodass man sich egal welchen Alters gut anbinden kann. Die Hilfsbereitschaft seitens der Führungskräfte während der Einarbeitungsphase und auch im weiteren Verlauf war sehr hilfreich, ich hatte bei Unstimmigkeiten oder bei Unwissenheit bei Problemen grundsätzlich die Möglichkeit scheufrei um Hilfe zu bitten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vorgesetztenverhalten:
Die Kommunikation durch die Abteilungsleitung habe ich als sehr unprofessionell erlebt. Anstatt bei vermuteten Problemen oder Unstimmigkeiten das direkte, sachliche Gespräch mit mir zu suchen, wurden schwerwiegende Gerüchte und Mutmaßungen über meine Arbeitsmoral hinter meinem Rücken innerhalb der Belegschaft besprochen. Ich wurde mit diesen existenzbedrohenden Vorwürfen erst konfrontiert, als meine Kündigung bereits feststand. Ein faires Klären oder das Einschalten der Personalabteilung war zu diesem Zeitpunkt kaum mehr möglich. Verantwortungsvolle Führung sieht für mich anders aus. Führungskräfte sollten Gerüchte stoppen und nicht selbst initiieren oder weiterverbreiten.
Kommunikation / Arbeitsbedingungen:
Zudem kam es während einer Krankschreibung zu einer deutlichen Grenzüberschreitung: Ich wurde von der zuständigen Führungskraft per privatem Messenger-Dienst kontaktiert und nach meinem konkreten Krankheitsgrund gefragt. Als ich das Gespräch suchte, wurde dies im Nachgang damit verteidigt, man habe die Diagnose nur wissen wollen, um „etwas gegen die Gerüchte in der Belegschaft in der Hand zu haben“. Dass der Schutz von Krankheitsdaten missachtet und anschließend als Rechtfertigung für mangelndes Konfliktmanagement herangezogen wird, ist für mich absolut inakzeptabel.
Die Arbeitsbelastung war zeitweise extrem hoch, sodass die Arbeit von zwei Personen an einem Tag übernommen werden musste. Als ich anmerkte, dass dieses Arbeitspensum nicht ordentlich und fehlerfrei zu bewältigen sei, wurde das mit dem Satz „Das mussten wir früher auch so machen“ abgetan. Konstruktives Feedback zu Überlastung wird hier leider nicht ernst genommen.
Wenn es an der Führungsebene mangelt, fehlt den Angestellten ein positives Vorbild und eine gesunde Orientierung. Ein ungesunder Führungsstil überträgt sich unweigerlich nach unten und belastet letztendlich das gesamte Arbeitsklima.
