Ihr Unternehmen?

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MYMORIA 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Modern wirken, improvisiert arbeiten: Toolstack top, Rest stark ausbaufähig.

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei MYMORIA GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kostenlose Getränke und Obst so viel man mag. Außerdem sehr schöne und ausschweifende Firmenfeiern. Sympatischer Ex-CEO.

Verbesserungsvorschläge

1. Führung professionalisieren: Führungskräfte nach nachweisbarer Führungskompetenz einsetzen und entwickeln (Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Entscheidungsstärke, Feedbackkultur). Erwartungen klar definieren, Führung mess- und sichtbar machen.

2. Prozesse stabilisieren statt improvisieren: Verbindliche Standards für Kernabläufe (Planung, Übergaben, Eskalationswege), weniger ad-hoc-Feuerwehrmodus. „Digital“ muss Prozessqualität erhöhen – nicht nur Arbeit verschieben oder Arbeitsaufwand erhöhen.

3. Klare Zuständigkeiten & Entscheidungen: Wer entscheidet was – und wie wird es kommuniziert? Weniger informelle Nebelzonen, mehr Transparenz, damit Mitarbeitende nicht raten müssen, was gerade gilt.

4. Kommunikationskultur ändern: Kritische Fragen nicht „moderieren“, sondern beantworten. Direkte, respektvolle Kommunikation statt stille Korrekturen im Hintergrund.

5. Feedback ernst nehmen: Regelmäßige, strukturierte Feedbackschleifen (auch bottom-up) und sichtbare Konsequenzen daraus. Nicht nur „wir hören zu“, sondern „wir ändern X“. Catch-Up Gespräche wirken eher wie eine Pflicht bei der nichts herauskommt außer vielleicht einem Mitarbeiterscreening.

6. Onboarding/Training vereinheitlichen: Einheitliche Einarbeitung, klare Dokumentation, realistische Erwartungen – damit die Qualität nicht vom Zufall oder einzelnen Kolleg*innen abhängt.

7. Arbeitsbelastung planbar machen: Ressourcenplanung und Tour-/Schichtplanung so gestalten, dass Belastbarkeit nicht permanent als Ersatz für Organisation dient.

8. Tool-Nutzung sinnvoll gestalten: Tools als Unterstützung für Mitarbeitende einsetzen (Übersicht, Entlastung, Klarheit) statt als zusätzliche Komplexität oder Kontrolllayer.

9. Wertschätzung praktisch zeigen: Anerkennung, faire Behandlung, saubere Konfliktlösung – nicht nur als Leitbild, sondern auch im Alltag spürbar.

Arbeitsatmosphäre

Nach außen modern, innen oft hektisch und reaktiv. Viel „wir sind digital“, wenig „wir sind verlässlich“. Atmosphäre schwankt je nachdem, welche Baustelle gerade brennt.

Kommunikation

Kommunikation ist schnell – besonders dann, wenn man gar nicht mehr mit dir kommunizieren will.

Am 01.01.2026 haben meine Zugänge zu Firmenkonten plötzlich nicht mehr funktioniert. Keine Vorwarnung, kein Hinweis, einfach: aus. Da Feiertag war und niemand erreichbar, war die Schlussfolgerung naheliegend: Offboarding.

Ich habe dann in der WhatsApp-Gruppe gefragt, ob ich gekündigt bin. Ergebnis: Frage gelöscht, ich kommentarlos entfernt.
Das muss man erstmal hinkriegen: Offboarding nicht nur des Mitarbeiters, sondern gleich auch der Nachfragen dazu.

Kollegenzusammenhalt

Im Team gibt es sehr liebe Leute. Zwischen den Kolleginnen klappt vieles, weil man es irgendwie gemeinsam gewuppt bekommen muss. Leider fühlte es sich manchmal so an, als müssten Kolleginnen die Lücken ausbessern, die Führung und Prozesse reißen.

Work-Life-Balance

Schwankend. Planbarkeit ist nicht immer gegeben. Belastbarkeit wird vorausgesetzt – auch wenn Rahmenbedingungen manchmal dagegenarbeiten.

Vorgesetztenverhalten

Meine direkte Vorgesetzte habe ich persönlich nicht als Führungskraft erlebt, die Orientierung gibt, Verantwortung übernimmt und in kritischen Situationen aktiv kommuniziert. Für mich wirkte alles eher konfus - wenig Klarheit, wenig sichtbare Führung, wenig Rückgrat, wenn es unangenehm wird.

Interessante Aufgaben

Der Arbeitsalltag kann funktionieren, aber er hängt stark von Improvisation ab. Wer Struktur und stabile Prozesse braucht, wird hier öfter Zähneknirschen als Planung erleben. Das Berufsfeld ist interessant, die Umsetzung im Alltag leider oft entzaubernd.

Gleichberechtigung

Dazu kann ich wenig Belastbares sagen. Mein Eindruck: funktional-neutral, aber nicht durchgehend wertschätzend.

Umgang mit älteren Kollegen

Oft wird hiterm Rücken gelästert, da diese mit den neuen digitalen Strukturen nicht so gut klar kommen. Kommentare von hohen Vorgesetzten, dass diese "zeitnah eh entfernt werden." sprechen eine deutliche Sprache.

Arbeitsbedingungen

Typisch Start-Up-mäßig. Viel ShiShi nach Außen und nach Innen eher "Menschenmaterial ist zur Erwirtschaftung von Umsatz da."

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Keine Aussage treffbar

Gehalt/Benefits

Eher unterer Rand, auch für Quereinsteiger. Bereitschaftspaulschale ist clever im Arbeitsvertrag festgelegt. Man Arbeitet in der Bereitschaft 24/7 für einen Pauschalsatz, weil man nicht abschalten kann und immer in Hab-acht-Stellung ist.

Image

Die technische Basis ist okay. Was fehlt, ist oft die Übersetzung in verlässliche Praxis: klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen, verbindliche Kommunikation. Ohne das bleibt Digitalisierung bloß ein System, das Dinge schneller macht – auch das Chaos.

Karriere/Weiterbildung

Wer sich selbst organisiert und alles eigenständig vorantreibt, kann was machen. Strukturierte Entwicklung oder echtes Coaching habe ich nicht erlebt.

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Arbeitgeber-Kommentar

mymoria HR-Team
mymoria HR-Team

Hallo,

vielen Dank, dass du dir die Zeit für diese detaillierte Rückmeldung genommen hast. Wir schätzen es, wenn Mitarbeitende ihre Eindrücke so strukturiert zusammenfassen. Es freut uns zudem zu lesen, dass du den Zusammenhalt im Kollegium so positiv erlebt hast – das ist auch für uns ein tragender Pfeiler.

Zu deinem Austritt : Dass Zugänge und interne Kommunikationskanäle (wie WhatsApp) zum Vertragsende deaktiviert werden, ist ein unumgänglicher Sicherheits- und Compliance-Standard in unserem Unternehmen. Gerade an Feiertagen laufen diese Prozesse automatisiert ab, um Datensicherheit zu garantieren. Dies ist ein technischer Vorgang und keinesfalls als fehlende Wertschätzung gegenüber deiner Person gemeint.

Einen Punkt möchten wir abschließend klarstellen: Der respektvolle Umgang mit allen Generationen ist uns wichtig. Sollte der Eindruck entstanden sein, wir würden Erfahrung nicht schätzen, entspricht das nicht unserer Unternehmenskultur.

Zum Abschluss nochmals danke für dein Feedback – wir werden dies nutzen, um uns weiter zu verbessern. Es tut uns leid zu hören, dass du deine kurze Zeit bei mymoria am Ende so negativ erlebt hast. Gerne stehen wir dir für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um deine Beweggründe noch besser zu verstehen. Du kannst dich dazu jederzeit vertraulich an unsere Personalabteilung wenden.

Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir alles Gute.

Viele Grüße

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