So wird man als Nachhilfelehrer ausgenutzt Viel Arbeit, wenig Lohn – unmenschlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nachhilfe.net wirbt damit, dass man seinen Stundenlohn selbst festlegen kann und keine Gebühren anfallen. Damit war ich grundsätzlich einverstanden – ich hätte es völlig akzeptiert, wenn ein Teil meines Stundenlohns an die Plattform geht, da ich mich dort als Nachhilfelehrer präsentieren und neue Kunden gewinnen kann.
Was jedoch vor der Anmeldung weder für Lehrkräfte noch für Schüler transparent kommuniziert wird: Erst nach meiner ersten Schülerin habe ich erfahren, dass ein gestaffeltes Provisionssystem existiert. Dabei werden mir anfangs bis zu 40 % meines Stundenlohns abgezogen – und das so lange, bis ich genügend Rezensionen gesammelt habe und in eine höhere Stufe aufsteige, bei der geringere Prozentsätze gelten.
Das ist nicht nur unfair gegenüber den Nachhilfelehrern, die sich eigenständig um Organisation, Vorbereitung und Durchführung kümmern, sondern auch gegenüber den Schülern. In meinem Fall haben Schüler beispielsweise 21 € pro Stunde für Statistik-Nachhilfe bezahlt – bei mir angekommen sind davon jedoch nur etwa 11 € pro Stunde. Das liegt unter dem Mindestlohn und ist aus meiner Sicht nicht vertretbar.
Verbesserungsvorschläge
Faire Bezahlung – mindestens auf Mindestlohnniveau!