6 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
6 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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6 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Bei Krankheiten oder anderen Ausfällen zeigte sich der Arbeitgeber stets rücksichtsvoll. Auch mit der Führungsebene konnte man bei Problemen offen und konstruktiv sprechen.
Verbesserungswürdig war insbesondere die Bezahlung, die im Vergleich zu Verantwortung und Anforderungen eher niedrig ausfiel. Zudem war der Umgangston teilweise noch sehr von älteren Strukturen geprägt und wirkte nicht immer zeitgemäß oder wertschätzend.
Darüber hinaus fehlte es aus meiner Sicht häufig an ausreichender Unterstützung bei fachlichen Fragen oder Verständnisproblemen. Statt einer gemeinsamen Lösungsfindung wurde oft empfohlen, selbstständig zu recherchieren. Abgesehen vom Austausch mit anderen Auszubildenden war die fachliche Unterstützung im Arbeitsalltag daher begrenzt.
Wenn man Auszubildende einstellt, sollte man sich der Verantwortung als Ausbildungsbetrieb bewusst sein. Dazu gehört aus meiner Sicht, sich Zeit für Fragen zu nehmen, Probleme gemeinsam zu analysieren und Wissen aktiv zu vermitteln. Ebenso wichtig ist ein respektvolles und konstruktives Arbeitsklima. Nicht durch einzelne Benefits, sondern durch einen angemessenen Umgangston und eine zeitgemäße Führungskultur.
An den meisten Tagen war die Arbeitsatmosphäre angenehm, ging jedoch selten darüber hinaus.
In den finalen Gesprächen zur Übernahme wurde zunächst ein durchschnittliches Einstiegsgehalt in Aussicht gestellt, das in diesem Bereich bereits eher niedrig war. Im späteren Angebot lag das Gehalt jedoch rund 30 % darunter, woraufhin ich von weiteren Verhandlungen Abstand nahm. Als Begründung wurde fehlendes Fachwissen genannt, was aus meiner Sicht auch Fragen zur Qualität und Vermittlung der Ausbildungsinhalte aufwirft. Gleichzeitig wurde vorgeschlagen, das Gehalt im darauffolgenden Jahr schrittweise an das ursprünglich besprochene Niveau heranzuführen. Damit wäre ich jedoch auf einem sehr niedrigen Einstiegsniveau gestartet. Zudem sind in einem kleineren Unternehmen die Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten natürlich begrenzt.
Zu Beginn der Ausbildung wurden flexible Arbeitszeiten in Aussicht gestellt. Im weiteren Verlauf wurde es jedoch meine Aufgabe, als Auszubildender morgens als Erster vor Ort und für Kunden erreichbar zu sein. Dadurch musste ich täglich etwa zehn Minuten früher erscheinen, ohne diese Zeit erfassen zu dürfen. Zudem wurden Hardware-Einrichtungen beim Kunden häufig auf Wochenenden gelegt.
Die Ausbildungsvergütung erfolgte gemäß IHK-Vertrag, was für mich sicherlich vorteilhaft war.
Ich habe mich während der gesamten Ausbildung grundsätzlich gut mit meinem Ausbilder verstanden. An stressigen Tagen war die schlechte Laune jedoch deutlich spürbar, was sich teilweise auch im Umgangston gezeigt hat. Leider hat mir während der Ausbildung ein gewisser Grad an Unterstützung bei fachlichen Fragen und Problemen gefehlt.
Mit dem Großteil der Kollegen konnte man sich gut austauschen. Es gab jedoch auch einige, die stark zwischen Smalltalk und scharfer Kritik schwankten, wodurch Gespräche schnell unangenehm wurden. Das hat sich teilweise auch negativ auf die Freude an der Arbeit ausgewirkt.
Die Aufgaben waren größtenteils monoton. Viele Themen wurden von Kollegen übernommen, die sich bereits gut auskannten, sodass ich abgesehen von einzelnen Supportanfragen wenig Neues lernen konnte. Wenn ich neue Aufgaben erhielt, bekam ich nicht immer ausreichend Unterstützung. Teilweise wurde darauf verwiesen, dass auch anderen das Fachwissen fehle und ich mich selbst einarbeiten solle. Dabei wurde häufig erwähnt, dass man sich früher als Azubi ebenfalls eigenständig "auch nach Feierabend" in Themen eingelesen habe.
Ich hatte regelmäßig die Möglichkeit, direkt mit Hardware beim Kunden zu arbeiten, was eine angenehme Abwechslung zu den typischen Büroaufgaben darstellte. Zudem gab es einige Projekte, für die wir weiter gereist sind und mehrere Tage unterwegs waren.
Von einem Kollegen kamen wiederholt unterschwellige Bemerkungen zu meinem Fachwissen teilweise bereits im ersten Ausbildungsjahr. Dieses Verhalten wurde im Verlauf der drei Jahre auch von anderen Kollegen sowie meinem Ausbilder bzw. dem Abteilungsleiter wahrgenommen. Zudem wurde häufig Fachwissen vorausgesetzt, das meiner Meinung nach Teil der Ausbildung hätte sein sollen.