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4 Bewertungen von Mitarbeiter:innen

kununu Score: 2,1Weiterempfehlung: 50%
Score-Details

4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Außen beeindruckend – meine Erfahrungen mit Organisation, Einarbeitung und Führung waren enttäuschend

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung in Rosenheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv in Erinnerung geblieben sind mir insbesondere viele freundliche und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Der persönliche Umgang innerhalb großer Teile der Belegschaft war angenehm, und einzelne Mitarbeiter haben mich trotz ihrer eigenen hohen Arbeitsbelastung bei fachlichen Fragen unterstützt. Diese Hilfsbereitschaft habe ich sehr geschätzt.

Auch den eigentlichen Aufgabenbereich in der Verwaltung und medizinischen Hilfsmittelabrechnung empfand ich grundsätzlich als interessant und vielseitig. Die Tätigkeit hätte aus meiner Sicht bei einer fundierten Einarbeitung und einer besseren Organisation durchaus Entwicklungspotenzial geboten.

Besonders hervorheben möchte ich außerdem das repräsentative Firmengebäude. Die moderne Architektur, die großzügigen und hohen Räumlichkeiten sowie die ansprechend gestalteten Empfangs- und Foyerbereiche vermitteln einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch bei der Möblierung und Innenausstattung wurde erkennbar großer Wert auf Qualität und eine stilvolle Gestaltung gelegt.

Das gesamte Erscheinungsbild des Gebäudes vermittelt Professionalität und einen hohen Anspruch an die Außendarstellung des Unternehmens. Diesen positiven Eindruck möchte ich ausdrücklich anerkennen.

Positiv waren außerdem die kostenlosen Getränke, das wöchentliche Angebot eines gemeinsamen Mittagessens sowie einzelne Mitarbeiterveranstaltungen.

Das Unternehmen verfügt aus meiner Sicht über engagierte Mitarbeiter und eine beeindruckende räumliche Ausstattung. Umso bedauerlicher finde ich, dass diese positiven Aspekte durch die erheblichen organisatorischen Schwierigkeiten während meiner Beschäftigung überschattet wurden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Am meisten enttäuscht haben mich die mangelnde Organisation, die fehlende Verbindlichkeit von Zusagen und der aus meiner Sicht unzureichende Umgang mit neuen Mitarbeitern.

Obwohl ich bereits im Einstellungsgespräch mehrfach auf die Notwendigkeit einer fundierten Einarbeitung hingewiesen hatte und mir diese zugesagt wurde, blieb ich bei der Bewältigung eines komplexen Aufgabenbereichs weitgehend auf mich allein gestellt. Es fehlten strukturierte Anleitungen, klare Zuständigkeiten, vollständige Informationen über Arbeitsabläufe und wichtige Systemzugänge.

Hinzu kamen umfangreiche unbearbeitete Vorgänge aus vergangenen Jahren, kurzfristige Sonderaufgaben, eine unvorbereitete Vertretung im Front Office sowie zusätzliche handschriftliche Dokumentationspflichten. All dies beanspruchte Arbeitszeit, die für meine eigentlichen Aufgaben fehlte.

Besonders enttäuschend war für mich das Fehlen jeglicher konstruktiver Rückmeldung zu meiner Arbeitsleistung. Wer eine neue Stelle antritt, bringt Engagement, Flexibilität und die Bereitschaft mit, sich auf neue Anforderungen einzustellen. Genau das habe ich getan.

Während meiner gesamten Beschäftigung wurde jedoch nicht mit mir besprochen, ob meine Arbeit den Erwartungen entsprach, welche Ergebnisse gewünscht waren oder wo Verbesserungsbedarf bestand. Konkrete Zielvorgaben oder regelmäßige Mitarbeitergespräche gab es nicht.

Ich fühlte mich dadurch beruflich im Blindflug. Ich arbeitete nach bestem Wissen und Gewissen, versuchte mir fehlende Kenntnisse selbst anzueignen und erhielt praktisch keine Resonanz. Notwendige fachliche Rückfragen blieben teilweise über längere Zeit unbeantwortet.

Wenn keine Kritik geäußert und kein Verbesserungsbedarf angesprochen wird, geht man verständlicherweise davon aus, dass die eigene Arbeit grundsätzlich akzeptiert wird. Ohne Rückmeldung fehlt jede Möglichkeit, Erwartungen abzugleichen oder rechtzeitig etwas zu verändern.

Umso überraschender war für mich die Kündigung. Noch wenige Tage zuvor hatte ein zukunftsorientiertes Gespräch stattgefunden. Dann wurde mir die Kündigung durch zwei Mitarbeiter übergeben, ohne persönliche Anwesenheit der Geschäftsführung. Eine konkrete Erklärung wurde mir trotz mehrfacher Nachfrage nicht gegeben. Ich musste meine persönlichen Sachen zusammenpacken und das Unternehmen unmittelbar verlassen, ohne mich angemessen verabschieden zu können.

Auch danach fand keinerlei persönliche Aussprache über die Hintergründe und den Ablauf der Kündigung statt.

Bemerkenswert empfand ich, dass die letzte Gehaltsüberweisung im Verwendungszweck die Worte „mit Dank und Wertschätzung“ enthielt. Diese Wertschätzung hätte ich mir eher in Form eines persönlichen und respektvollen Gesprächs gewünscht.

Auch die administrative Abwicklung nach meinem Ausscheiden verstärkte meinen negativen Eindruck.

Nicht die anspruchsvolle Tätigkeit war für mich das Problem, sondern die fehlenden Voraussetzungen, sie zuverlässig ausführen zu können. Besonders vermisst habe ich Verlässlichkeit, Transparenz, konstruktive Rückmeldungen und einen respektvollen Umgang.

Mit dieser Bewertung möchte ich zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern meine persönlichen Erfahrungen vermitteln und sie dafür sensibilisieren, insbesondere die Einarbeitung, die Arbeitsorganisation und die Führungskultur bereits im Vorstellungsgespräch konkret zu hinterfragen.

Verbesserungsvorschläge

An erster Stelle sollte das Unternehmen die Einarbeitung neuer Mitarbeiter grundlegend überdenken und verbindlich organisieren.

Eine fundierte Einarbeitung darf nicht nur im Einstellungsgespräch zugesagt werden, sondern muss anschließend auch tatsächlich stattfinden. Gerade in einem anspruchsvollen Bereich wie der medizinischen Hilfsmittelversorgung und Rezeptabrechnung sind strukturierte Schulungen, nachvollziehbare Arbeitsanweisungen und feste fachliche Ansprechpartner unverzichtbar.

Neue Mitarbeiter sollten bereits am ersten Arbeitstag einen vollständig eingerichteten Arbeitsplatz sowie sämtliche für ihre Tätigkeit erforderlichen Systemzugänge erhalten. Ebenso sollten ihnen die zuständigen Ansprechpartner, internen Kommunikationswege und vollständigen Bearbeitungsprozesse vorgestellt werden.

Darüber hinaus halte ich klare Zielvorgaben und eine realistische Arbeitsplanung für notwendig. Mitarbeiter sollten wissen, welche Aufgaben Priorität haben, welcher Arbeitsumfang erwartet wird und wie ihre Leistung beurteilt wird. Zusätzliche Sonderaufgaben, Vertretungseinsätze und Dokumentationspflichten müssen bei der verfügbaren Arbeitszeit berücksichtigt werden.

Auch die interne Kommunikation sollte verbessert werden. Wichtige Informationen über Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten müssen rechtzeitig und vollständig weitergegeben werden. Fachliche Rückfragen sollten ausdrücklich erwünscht sein und innerhalb angemessener Zeit beantwortet werden.

Bei kurzfristigen Personalausfällen sollte es klare Vertretungsregelungen geben. Mitarbeiter ohne entsprechende Einarbeitung sollten nicht unvorbereitet in völlig anderen Aufgabenbereichen eingesetzt werden.

Die Arbeitszeiterfassung und der Umgang mit Überstunden sollten transparent, nachvollziehbar und fair gestaltet werden. Änderungen an Zeitkonten sollten den betroffenen Mitarbeitern erläutert werden.

Besonders wichtig erscheint mir außerdem eine offenere und wertschätzendere Führungskultur. Kritik und Verbesserungsvorschläge sollten ernst genommen werden, ohne dass Mitarbeiter befürchten müssen, dadurch Nachteile zu erfahren.

Auch bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sollte auf einen respektvollen und transparenten Umgang geachtet werden. Ein persönliches Gespräch, eine nachvollziehbare Erklärung und die Möglichkeit einer angemessenen Verabschiedung sollten selbstverständlich sein.

Dringenden Verbesserungsbedarf sehe ich außerdem bei der administrativen Abwicklung ausgeschiedener Mitarbeiter. Mein letzter tatsächlicher Arbeitstag war der 3. August 2026. Mein Arbeitsverhältnis endete offiziell am 18. August. Mein Arbeitszeugnis erhielt ich jedoch erst Ende September und nach wiederholter Aufforderung – somit rund sieben bis acht Wochen nach meinem letzten Arbeitstag.

Bemerkenswert fand ich dabei, dass das Zeugnis auf den 18. August datiert war, mir aber erst mehr als fünf Wochen nach diesem Datum zugestellt wurde. Eine frühzeitige Information über den Bearbeitungsstand oder eine zeitnahe Übersendung hätte ich als angemessen empfunden.

Auch die abschließende Lohnabrechnung und die Abmeldeunterlagen wurden mir erst auf Nachfrage zum 01.10.2026 zur Verfügung gestellt.

Ich halte es für selbstverständlich, dass ein Unternehmen die erforderlichen Abschlussunterlagen sorgfältig, zeitnah und möglichst ohne wiederholtes Nachfragen bereitstellt. Gerade nach einer Kündigung sollten ehemalige Mitarbeiter nicht zusätzlich damit belastet werden, ihren Unterlagen hinterherlaufen zu müssen.

Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass nach meinem Ausscheiden die weitere Betreuung und administrative Abwicklung keine besondere Priorität mehr hatten. Auch dieser letzte Abschnitt eines Arbeitsverhältnisses gehört aus meiner Sicht zu einem professionellen und wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern.

Insgesamt würde ich dem Unternehmen empfehlen, weniger auf die positive Außendarstellung und stärker auf funktionierende interne Strukturen, verbindliche Zusagen und einen respektvollen Umgang mit den Mitarbeitern zu achten – auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre empfand ich insbesondere aufgrund der mangelhaften Organisation und fehlenden Unterstützung als belastend. Als neue Mitarbeiterin war ich häufig auf mich allein gestellt. Für fachliche Rückfragen hatten die zuständigen Mitarbeiter oftmals kaum Zeit, während gleichzeitig erwartet wurde, dass ich meine Aufgaben eigenständig erledige. Klare Zuständigkeiten, eine strukturierte Einarbeitung und eine verlässliche Begleitung im Arbeitsalltag fehlten mir. Das führte bei mir zunehmend zu Frustration und Unsicherheit.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens und meine persönlichen Erfahrungen während der Beschäftigung klafften für mich deutlich auseinander.

Im Rahmen meiner Bewerbung wurde mir ein modernes, gut organisiertes und mitarbeiterorientiertes Unternehmen mit attraktiven Zusatzleistungen vermittelt. Diese Darstellung hatte bei mir entsprechende Erwartungen geweckt.

Bereits im Einstellungsgespräch habe ich mehrfach und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für mich eine fundierte Einarbeitung die entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit ist. Meine wiederholte Aussage lautete: „Es steht und fällt mit einer fundierten Einarbeitung.“ Ich hatte damit von Anfang an unmissverständlich klargemacht, dass ich für die zahlreichen unternehmensspezifischen Abläufe eine gründliche Einführung benötige. Diese wurde mir zugesagt.

Im tatsächlichen Arbeitsalltag erlebte ich jedoch erhebliche organisatorische Defizite, unklare Zuständigkeiten, eine unzureichende Einarbeitung und teilweise fehlende technische Voraussetzungen für meine Tätigkeit. Die zugesagte fundierte Einarbeitung fand nicht im erforderlichen Umfang statt. Stattdessen war ich weitgehend darauf angewiesen, mir die notwend

Work-Life-Balance

Meine reguläre Teilzeitbeschäftigung mit 25 Wochenstunden war grundsätzlich gut mit meinem Privatleben vereinbar. Den Umgang mit Überstunden und der Arbeitszeiterfassung empfand ich allerdings als wenig transparent und teilweise unfair.

Bereits im ersten Beschäftigungsmonat leistete ich im Rahmen einer mehrtägigen Seminarveranstaltung angeordnete Mehrarbeit, einschließlich eines Samstags mit über zwölf Stunden Anwesenheit. Anschließend wurden ohne vorherige Rücksprache Stunden entsprechend der vertraglichen Zehn-Prozent-Regelung von meinem Zeitkonto abgezogen. Eine Möglichkeit, diese Mehrarbeit zuvor durch Freizeitausgleich abzubauen, hatte ich nicht. Erst später stellte ich eher zufällig fest, dass die Stunden wieder gutgeschrieben worden waren – ebenfalls ohne entsprechende Information.

Hinzu kam, dass ich anfangs keinen eigenen Zugang zur Zeiterfassung hatte. Arbeitszeiten wurden zunächst durch die Geschäftsführung eingetragen. Im weiteren Verlauf stellte ich wiederholt automatische Pausenabzüge fest, obwohl ich während dieser Zeiten tatsächlich gearbeitet und keine Pause genommen hatte.

Diese Erfahrungen wirkten sich unmittelbar auf meine Bereitschaft aus, über die vereinbar

Karriere/Weiterbildung

Konkrete Weiterbildungsmaßnahmen, die auf meinen eigenen Aufgabenbereich in der Verwaltung und Rezeptabrechnung zugeschnitten waren, habe ich während meiner Beschäftigung nicht erhalten.

Zwar war ich im Rahmen meiner Tätigkeit an einer mehrtägigen internationalen Seminarveranstaltung für Mediziner aus verschiedenen Ländern beteiligt. Diese Veranstaltung diente jedoch nicht meiner persönlichen oder fachlichen Weiterbildung.

Bereits im Einstellungsgespräch hatte ich mehrfach ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für mich eine fundierte Einarbeitung entscheidend ist, um die zahlreichen unternehmensspezifischen Abläufe zuverlässig bearbeiten zu können. Eine entsprechende Einarbeitung wurde mir zugesagt, fand jedoch nicht im erforderlichen Umfang statt.

Gerade die Rezeptabrechnung im medizinischen Hilfsmittelbereich erfordert umfangreiche Fachkenntnisse. Ärztliche Verordnungen müssen zunächst richtig gelesen und interpretiert werden. Anschließend gilt es zu erkennen, welche Hilfsmittel und Leistungen im jeweiligen Fall relevant sind, welche Hilfsmittelpositionsnummern zugeordnet werden müssen und welche vertraglichen sowie abrechnungstechnischen Besonderheiten der jeweiligen Krankenk

Gehalt/Benefits

Die vertraglich vereinbarte Vergütung empfand ich grundsätzlich als angemessen. Hinsichtlich der Gehaltszahlungen hatte ich während meiner Beschäftigung keine Beanstandungen.

Positiv hervorheben möchte ich, dass den Mitarbeitern kostenlos Kaffee sowie Wasser mit und ohne Kohlensäure zur Verfügung standen. Außerdem wurde einmal wöchentlich, jeweils dienstags, ein gemeinsames Mittagessen angeboten, das von einem Angehörigen der Geschäftsführung zubereitet wurde. Dieses Angebot empfand ich grundsätzlich als nette Geste.

Für mich persönlich war das Mittagessen als Teilzeitkraft mit einer regulären Arbeitszeit bis 13 Uhr allerdings kaum nutzbar. Eine Teilnahme hätte teilweise bedeutet, über meine vereinbarte Arbeitszeit hinaus im Unternehmen zu bleiben. Damit war dieser bei meiner Einstellung ausdrücklich erwähnte Benefit für mich praktisch von geringem Wert.

Positiv in Erinnerung geblieben ist mir auch ein gemeinsames Mittagessen anlässlich eines Firmenjubiläums, zu dem die Mitarbeiter eingeladen wurden und bei dem Speisen und Getränke übernommen wurden. Die Veranstaltung war schön organisiert. Etwas ungewöhnlich empfand ich allerdings, dass die Teilnahme verpflichtend war.

Darüber

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein des Unternehmens kann ich nur eingeschränkt beurteilen.

In meinem Arbeitsbereich fiel mir auf, dass zahlreiche Abläufe noch sehr papierintensiv organisiert waren. Umfangreiche Aktenbestände, wiederholte Ausdrucke und zusätzliche handschriftliche Dokumentationen gehörten zum Arbeitsalltag. Aus meiner Sicht bestand hier durchaus Potenzial für eine stärkere Digitalisierung und einen sparsameren Umgang mit Ressourcen.

Ob darüber hinaus konkrete Maßnahmen zum Umwelt- oder Klimaschutz sowie gesellschaftliche Projekte verfolgt wurden, ist mir während meiner Beschäftigung nicht bekannt geworden.

Kollegenzusammenhalt

Den Zusammenhalt unter vielen Kolleginnen und Kollegen habe ich als sehr gut erlebt. Es gab gegenseitige Unterstützung, Offenheit und auch vertrauliche Gespräche über Schwierigkeiten im Arbeitsalltag.

Allerdings hatte ich den Eindruck, dass Kritik an organisatorischen Missständen und Entscheidungen der Geschäftsführung überwiegend nur im vertraulichen Kollegenkreis geäußert wurde. Eine offene Ansprache schien vielen Mitarbeitern schwerzufallen, da sie mögliche negative Konsequenzen befürchteten.

Gleichzeitig empfand ich den Umgang innerhalb des Teams nicht durchgehend als vertrauensvoll. Bei einzelnen Personen hatte ich den Eindruck, dass genau beobachtet wurde, wer mit wem sprach und sich austauschte.

Insgesamt war der Zusammenhalt unter einem großen Teil der Belegschaft für mich einer der positiven Aspekte meiner Beschäftigung.

Umgang mit älteren Kollegen

Als berufserfahrene Mitarbeiterin hätte ich mir einen wertschätzenderen Umgang mit meinen vorhandenen Kenntnissen und Fähigkeiten gewünscht.

Stattdessen hatte ich häufig den Eindruck, dass meine Berufserfahrung zwar vorausgesetzt wurde, mir aber gleichzeitig die notwendige Unterstützung fehlte, um mich in die unternehmensspezifischen Abläufe einzuarbeiten.

Ob ältere Beschäftigte im Unternehmen grundsätzlich anders behandelt werden als jüngere, kann ich nicht beurteilen. Meine persönlichen Erfahrungen hinsichtlich der Wertschätzung und Unterstützung waren jedoch enttäuschend.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als enttäuschend empfunden.

Bereits im Einstellungsgespräch habe ich mehrfach und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Erfolg meiner Tätigkeit von einer fundierten Einarbeitung abhängt. Meine wiederholte Aussage lautete: „Es steht und fällt mit einer fundierten Einarbeitung.“ Damit hatte ich von Anfang an deutlich gemacht, dass ich für die zahlreichen unternehmensspezifischen Abläufe in der Verwaltung und Abrechnung eine gründliche Einführung benötige. Diese wurde mir zugesagt, fand jedoch nicht im erforderlichen Umfang statt.

Die Einweisung durch meinen unmittelbaren fachlichen Vorgesetzten beschränkte sich auf etwa 90 Minuten und blieb angesichts der zahlreichen internen Arbeitsabläufe sehr oberflächlich. Für weiterführende Fragen stand aufgrund seiner zahlreichen Patienten- und Außentermine kaum Zeit zur Verfügung. Mir wurde vermittelt, dass möglichst nur kurze Fragen gestellt werden sollten. Eine alternative, verbindlich organisierte Einarbeitung gab es zunächst nicht.

Bereits frühzeitig stellte mir die Geschäftsführerin persönlich in Aussicht, eine ganze Woche gemeinsam mit mir zu arbeiten, um mich intensiver in die betriebl

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen empfand ich insbesondere hinsichtlich der Organisation und der technischen Voraussetzungen als unzureichend.

Bereits bei der Übernahme meines Arbeitsplatzes stellte ich fest, dass zahlreiche unbearbeitete Vorgänge und Unterlagen aus vergangenen Jahren vorhanden waren. Teilweise handelte es sich um Fälle, die bereits mehr als zwei Jahre zurücklagen. Eine strukturierte Übergabe oder nachvollziehbare Aufarbeitung dieser Rückstände fand nicht statt. Ich musste mir zunächst selbst einen Überblick über die vorhandenen Unterlagen und offenen Vorgänge verschaffen.

Besonders problematisch war die Situation im Zusammenhang mit einer mehrtägigen Seminarveranstaltung. Mein regulärer Arbeitsplatz wurde hierfür abgebaut beziehungsweise umgeräumt. Anschließend musste ich meine technische Ausstattung teilweise selbst wieder anschließen und einrichten, ohne genau zu wissen, welche Geräte und Verbindungen erforderlich waren.

In den darauffolgenden Tagen stand mir zeitweise kein fester, vollständig eingerichteter Arbeitsplatz zur Verfügung. Ich musste mehrfach nachfragen, wo ich überhaupt arbeiten konnte. Teilweise waren die vorgesehenen Plätze bereits besetzt oder es fehlte

Kommunikation

Die interne Kommunikation empfand ich als unzureichend. Zuständigkeiten und Arbeitsabläufe wurden mir häufig nicht oder erst auf Nachfrage erklärt. Teilweise erfuhr ich erst nach Wochen, welche Informationen ich selbstständig an andere Abteilungen weitergeben sollte. Für Rückfragen standen die zuständigen Mitarbeiter oft nur eingeschränkt zur Verfügung.

Auch grundlegende organisatorische Informationen fehlten. So musste ich nach einer Seminarveranstaltung an mehreren Tagen selbst erfragen, wo ich überhaupt arbeiten sollte. Eine klare und verlässliche Kommunikation, insbesondere gegenüber neuen Mitarbeitern, habe ich sehr vermisst.

Gleichberechtigung

Während meiner Beschäftigung habe ich keine eindeutige Benachteiligung aufgrund des Geschlechts oder Alters festgestellt. Allerdings hatte ich insgesamt zu wenig Einblick in die Personalentwicklung und die internen Entscheidungsprozesse, um die Gleichberechtigung im Unternehmen umfassend beurteilen zu können.

Interessante Aufgaben

Der Aufgabenbereich in der Verwaltung und Rezeptabrechnung war grundsätzlich vielseitig und hätte durchaus interessant sein können. In der Praxis empfand ich jedoch viele Arbeitsabläufe als unnötig kompliziert, zeitaufwendig und wenig effizient.

Die Bearbeitung der Vorgänge erforderte zahlreiche manuelle Eingaben, die Zuordnung unterschiedlichster Abrechnungsziffern sowie wiederholte Dokumentations- und Speichervorgänge. Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit entfiel dadurch auf administrative Routinetätigkeiten.

Besonders hinderlich war, dass mir für die vollständige und eigenständige Abwicklung meiner Aufgaben wichtige Systemzugänge fehlten. Einen eigenen UPS-Zugang erhielt ich erst wenige Arbeitstage vor meinem Ausscheiden. Ein eigener Zugang zu OptaData, über das die Abrechnungen übermittelt wurden, stand mir während meiner gesamten Beschäftigung nicht zur Verfügung. Dadurch war ich selbst bei bereits vorbereiteten Vorgängen auf die Unterstützung anderer Mitarbeiter angewiesen, um diese abschließend bearbeiten und abrechnen zu können.

Hinzu kamen immer wieder kurzfristige Sonderaufgaben, die mit meinem eigentlichen Tätigkeitsbereich wenig oder nichts zu tun hatten. So sollte i

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.

Internationaler Anspruch, aber deutliche Defizite in Organisation und Führung

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Administration / Verwaltung in Rosenheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Zusammenhalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war sehr gut.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass ich nicht alle für meine Tätigkeit erforderlichen Arbeitsmittel und Zugänge in dem Umfang erhalten habe, den ich erwartet hätte.
Dass die Entwicklung meiner Vergütung hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Dass einzelne Vertragsregelungen für mich erst bei genauerer Prüfung ersichtlich wurden.
Dass ich die Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Kommunikation im Nachgang weder als professionell noch als respektvoll erlebt habe.

Verbesserungsvorschläge

Klare Zuständigkeiten und verbindliche Kommunikationswege etablieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ersten Tag an technisch und organisatorisch vollständig ausstatten. Gehaltsvereinbarungen transparent umsetzen. Aus meiner Sicht würde zudem ein Führungsstil, der stärker auf Vertrauen, Eigenverantwortung und offene Kommunikation setzt, zu einer positiven Unternehmenskultur beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe die Arbeitsatmosphäre insgesamt als angespannt erlebt. Aus meiner Sicht war der Führungsstil von einem hohen Maß an Kontrolle geprägt, während Eigenverantwortung und Vertrauen nur eine untergeordnete Rolle spielten. Das hat sich für mich spürbar auf das Arbeitsklima ausgewirkt.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen strukturiert und professionell. Aufgrund meiner über 20-jährigen Berufserfahrung in internationalen Unternehmen habe ich die internen Abläufe deutlich anders erlebt, als ich sie von einem international tätigen Unternehmen erwarten würde.

Work-Life-Balance

Der Umgang mit Überstunden war formal korrekt, aber aus meiner Sicht deutlich arbeitgeberfreundlich ausgestaltet. Laut Arbeitsvertrag war ein pauschaler Anteil der geleisteten Mehrarbeit mit dem Gehalt abgegolten. Die Regelung wurde für mich im Arbeitsalltag nicht transparent kommuniziert. Das Ergebnis war für mich wenig motivierend, über das vereinbarte Maß hinaus Leistung zu erbringen.

Gehalt/Benefits

Das Einstiegsgehalt empfand ich als niedrig. Auch die weitere Gehaltsentwicklung verlief aus meiner Sicht nicht wie erwartet.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war gut. Wir haben vertrauensvoll und eng zusammengearbeitet. Die strukturellen Probleme lagen nicht auf dieser Ebene.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht fehlten klare Strukturen und Zuständigkeiten. Arbeitsanweisungen wurden teilweise geändert, ohne dass dies für mich immer nachvollziehbar kommuniziert wurde. Entscheidungen wirkten auf mich nicht immer transparent.

Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses während der Probezeit kam für mich überraschend. Die Art und Weise der Beendigung sowie die Kommunikation im Nachgang habe ich weder als professionell noch als respektvoll erlebt.

Arbeitsbedingungen

Während meiner Beschäftigung hatte ich den Eindruck, dass die organisatorischen Rahmenbedingungen meine Arbeit unnötig erschwerten. Die Abläufe sowie die Organisation wichtiger Arbeitsprozesse empfand ich im Arbeitsalltag als wenig übersichtlich und nicht optimal strukturiert.

Insgesamt hätte ich mir für die Einarbeitung und den Arbeitsalltag klarere organisatorische Strukturen und eine bessere Unterstützung gewünscht.

Kommunikation

Aus meiner Sicht fehlten klare Strukturen und eindeutig geregelte Zuständigkeiten. Änderungen von Arbeitsabläufen oder Anweisungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Dadurch entstand bei mir häufig Unsicherheit darüber, welche Vorgehensweise aktuell erwartet wurde.


Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Spannende Aufgaben, tolles Team, faire Bezahlung

4,7
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Rosenheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Dass jeder willkommen ist und Leistung anerkannt wird


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Vielfalt ist geboten

4,5
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Design / Gestaltung in Rosenheim gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 4 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird Neja durchschnittlich mit 2,1 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt der Branche Sonstige Branchen (3,5 Punkte). 0% der Bewertenden würden Neja als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Ausgehend von 4 Bewertungen gefallen die Faktoren Kollegenzusammenhalt, Gleichberechtigung und Umgang mit älteren Kollegen den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 4 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich Neja als Arbeitgeber vor allem im Bereich Vorgesetztenverhalten noch verbessern kann.