Schneller Wechsel statt ehrlichem Feedback
Gut am Arbeitgeber finde ich
Teamzusammenhalt, vielfältig und spannend
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele Arbeitsanweisungen vorhanden, aber in der Praxis kaum gelebte Struktur
Tickets bleiben oft in falschen Abteilungen liegen
Zuständigkeiten unklar, Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit wirkt unkoordiniert
Fehlender Zugriff auf wichtige Daten und Systeme erschwert die Arbeit
Kaum bis gar kein konstruktives Feedback in der Einarbeitungsphase
Statt direkter Kommunikation eher Gespräche „hintenrum“
Kündigung in der Probezeit ohne nachvollziehbaren Grund oder konkrete Erklärung – sozial enttäuschend
Verbesserungsvorschläge
Konstruktives, frühzeitiges Feedback, Klare Zuständigkeiten und Ticketverteilung, Mehr soziale Verantwortung im Umgang mit Mitarbeitenden, Verbindliche und aktuelle Einarbeitungsprozesse
Arbeitsatmosphäre
Im eigenen Team war der Umgang immer angenehm und kollegial.
Allerdings ist das Unternehmen insgesamt ziemlich unterbesetzt: Manche Abteilungen arbeiten dauerhaft unter dem Personalminimum, obwohl die Aufgaben eher mehr als weniger werden.
Durch den Personalmangel bleibt wenig Zeit für abteilungsübergreifenden Austausch; gemeinsame Treffen finden nur alle paar Monate statt. Ein echtes Wir-Gefühl über das eigene Team hinaus kommt so kaum auf.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt okay: Es gibt feste Arbeitszeiten, kein Schichtdienst und keine Wochenendarbeit.
Allerdings sorgt die hohe Arbeitslast bei knapper Personalausstattung oft für spürbaren Stress – das Aufgabenvolumen passt nicht immer zu den verfügbaren Kapazitäten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die soziale Verantwortung dem Mitarbeitenden gegenüber empfand ich als enttäuschend. Die Kündigung erfolgte während der Probezeit – rechtlich legitim, aber ohne ein offenes Gespräch oder konkretes Feedback zu meiner Arbeitsweise.
Statt konstruktiver Rückmeldungen gab es eher Andeutungen im Hintergrund. Gerade in der Einarbeitungsphase wäre ein ehrlicher, direkter Austausch hilfreich gewesen – sowohl für die persönliche Weiterentwicklung als auch für eine faire Einschätzung der Leistung.
Kollegenzusammenhalt
Im eigenen Team ist der Zusammenhalt sehr stark, auch unter den verschiedenen Support-Abteilungen klappt die Zusammenarbeit gut. Man hilft sich gegenseitig und kann sich aufeinander verlassen.
Sobald es aber um höhere Ebenen oder andere Bereiche geht, hat man eher das Gefühl, dass jeder für sich arbeitet. Rücksprachen finden selten statt, und viele Kolleg:innen sieht man so gut wie nie.
Der Austausch zwischen den Abteilungen ist dadurch spürbar eingeschränkt.
Vorgesetztenverhalten
Der direkte Teamlead war super – engagiert, ansprechbar und unterstützend.
Die Geschäftsführung wirkte freundlich, aber persönlicher Kontakt fand nicht statt – es gab kein direktes Gespräch oder aktives Interesse.
Auch die Abteilungsleitung war kaum präsent – Kommunikation lief meist nur über Rundmails oder interne News, echte Beteiligung oder Austausch fanden nicht statt.
Arbeitsbedingungen
Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn selten ein derart unübersichtliches Arbeitsumfeld erlebt. Es gibt zwar zahlreiche Arbeitsanweisungen und Richtlinien, doch in der täglichen Praxis wirkt vieles dennoch sehr chaotisch.
Teilweise fehlt der Zugriff auf essenzielle Daten, die für die Ausführung der eigenen Aufgaben notwendig wären. Besonders auffällig: Tickets liegen nicht selten in den Warteschlangen anderer Abteilungen – obwohl diese längst nicht mehr zuständig sind. Eine klare Verantwortungsverteilung scheint häufig zu fehlen, was die Bearbeitung zusätzlich verzögert. Auch die Übergabe von Aufgaben zwischen Abteilungen wirkt oft unkoordiniert.
Positiv hervorzuheben ist, dass das Arbeitsequipment in Ordnung ist. Man erhält grundsätzlich alles, was man für die Arbeit benötigt – schnell und zuverlässig.
Kommunikation
Die Kommunikation ist oft verzögert und wenig transparent. Auf Antworten aus anderen Abteilungen wartet man manchmal Wochen oder sogar Monate, was die tägliche Arbeit unnötig schwer macht.
Entscheidungen werden teils einfach getroffen, ohne die Betroffenen rechtzeitig zu informieren oder einzubeziehen. Man erfährt vieles erst im Nachhinein.
Auch wird nicht offen über Fehler gesprochen, stattdessen ändern sich Aussagen teilweise nach ein paar Wochen plötzlich ins Gegenteil.
Insgesamt wirkt vieles eher auf Außendarstellung ausgerichtet – intern passt es leider nicht so gut zusammen. Mehr Schein als Sein.
Gehalt/Benefits
Hansefit-Mitgliedschaft, nach der Probezeit betriebliche Altersvorsorge, Gehalt okay, aber eher im unteren Bereich.
Interessante Aufgaben
Inhaltlich ist das Aufgabenfeld sehr vielfältig – von A bis Z ist alles dabei, was den Job grundsätzlich spannend macht.
Allerdings empfand ich die Einteilung in viele verschiedene Services als anstrengend. Dadurch ändern sich die Zuständigkeiten ständig, was in den Abläufen immer wieder zu Verwirrung und unnötigem Chaos führt. Eine klarere Struktur wäre hier definitiv hilfreich.
