Ihr Unternehmen?

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nexmed 
GmbH
Bewertung

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Früher Mensch im Fokus, heute nur noch Durchsatz

3,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei nexmed GmbH in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist der starke Zusammenhalt unter den Kolleg:innen, der es ermöglicht, Belastungen und Engpässe gemeinsam aufzufangen. Für Mitarbeitende mit Kindern bestehen Möglichkeiten zur flexiblen Anpassung der Schichten. Zudem kann bei Bedarf ein Dienstwagen genutzt werden, beispielsweise für Fahrten zu einem anderen Standort, und Mitarbeitende sowie deren Familien können in bestimmten Fällen die medizinischen Leistungen der Praxis in Anspruch nehmen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kurzfristige Schichtänderungen ohne Mitbestimmung, hohe Arbeitsverdichtung, fehlende Planbarkeit, ständige Erreichbarkeit auch außerhalb der Arbeitszeiten und teilweise ineffiziente administrative Prozesse.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre dringend notwendig, die Personalbesetzung zu verbessern, um Engpässe und kurzfristige Krankheitsausfälle besser abzufangen. Auch die Dienstplanung sollte transparenter und langfristiger gestaltet werden, damit Mitarbeitende ihre Arbeitszeiten besser planen können und nicht kurzfristig mit Änderungen konfrontiert werden. Zudem sollten klare Regelungen zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten eingeführt werden, um die Work-Life-Balance zu schützen.
Darüber hinaus wäre eine stärkere Digitalisierung interner Prozesse sinnvoll, um Doppelarbeit und unnötige administrative Belastung zu reduzieren. Angesichts der hohen körperlichen Belastung in der Diagnostik wären ergonomische Maßnahmen, wie beispielsweise höhenverstellbare Arbeitstische, eine sinnvolle Investition, um gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen und die langfristige Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden zu sichern.
Schließlich wäre es wünschenswert, Mitarbeitende stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, insbesondere bei Veränderungen, die den Arbeitsalltag direkt betreffen, um Akzeptanz und Motivation zu fördern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich über die Jahre stark verändert. Früher wurden Termine manchmal direkt hintereinander, manchmal mit zeitlichen Abständen zwischen den Untersuchungen geplant, wodurch genügend Puffer vorhanden war, um Verzögerungen auszugleichen und eine entspannte Arbeitsatmosphäre zu ermöglichen. Dadurch war der Arbeitsalltag weniger stressig und der Druck geringer. Heute gibt es kaum noch zeitliche Abstände zwischen den Untersuchungen, sodass jede Minute zählt. Dies führt zu erhöhtem Stress und Anspannung, besonders wenn Patient:innen etwas langsamer oder anspruchsvoller sind, wie es bei Privatpatient:innen häufig der Fall ist, da jeder mögliche Termin ausgelastet werden muss.

Kommunikation

Kommunikation erfolgt häufig kurzfristig und nicht ausreichend transparent. Besonders bei Änderungen von Dienstzeiten oder bei kurzfristigen Ausfällen von Kolleg:innen wird oft erwartet, dass Mitarbeitende flexibel reagieren, ohne vorher informiert zu werden oder ein Mitspracherecht zu haben. Dies führt zu Frustration und Verunsicherung.

Kollegenzusammenhalt

Trotz der Belastungen ist der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen gut. Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig, insbesondere wenn kurzfristige Schichtänderungen oder zusätzliche Aufgaben übernommen werden müssen. Diese Solidarität kompensiert teilweise die organisatorischen Mängel.

Work-Life-Balance

Eine verlässliche Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit ist oft nicht gegeben. Es wird implizit oder explizit erwartet, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar zu sein und auf dienstliche Nachrichten zu reagieren, einschließlich an Wochenenden. Zudem kommt es häufig zu kurzfristigen Änderungen der Dienstpläne. Da überwiegend in Früh- und Spätschichten gearbeitet wird und eine Mittelschicht selten vorgesehen ist, kommt es vor, dass Mitarbeitende von einer Spätschicht direkt in eine Frühschicht wechseln müssen. Dies bewegt sich teilweise an der Grenze der gesetzlichen Ruhezeit, insbesondere wenn zusätzlich Einsätze an anderen Standorten erforderlich sind. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erheblich erschwert.

Vorgesetztenverhalten

In der Praxis wird häufig von flacher Hierarchie und Selbstorganisation gesprochen. In der Realität werden wesentliche Entscheidungen jedoch zentral vom Management getroffen, ohne dass Mitarbeitende daran beteiligt werden, insbesondere bei Entscheidungen, die den Arbeitsalltag direkt betreffen. Dies kann frustrierend sein, da die Entscheidungsprozesse wenig Transparenz bieten und Mitarbeitende keinen Einfluss auf die Umsetzung haben.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben hängen stark vom Standort ab. An einigen Standorten sind die Untersuchungen weniger interessant, an anderen etwas abwechslungsreicher. Im Durchschnitt handelt es sich jedoch um routinemäßige Untersuchungen ohne größere Abweichungen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind durch hohe Arbeitsdichte, körperliche Belastung und zeitlichen Druck anspruchsvoll. Kurzfristige Krankmeldungen oder Ausfälle führen häufig zu zusätzlicher Arbeitsbelastung für andere Mitarbeitende.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird viel Papier verwendet, da viele Informationen für jeden Patient:innen mehrfach ausgedruckt werden. Digitale Prozesse könnten die Arbeit erleichtern und die Umweltbelastung reduzieren.

Gehalt/Benefits

Das Grundgehalt liegt über dem Branchendurchschnitt, zusätzliche Boni, Prämien oder Weihnachtsgeld werden jedoch nicht angeboten. Gespräche über Gehaltserhöhungen gestalten sich schwierig, und Anpassungen fallen in der Regel nur gering aus.

Image

Die Praxis legt großen Wert auf ihr Image und investiert in Design und Patientenkomfort. Patient:innen können sich im Wartebereich mit Getränken und kleinen Snacks versorgen. Vor der Untersuchung gibt es ein Gespräch zum Ablauf, danach erhalten sie in einem gepflegten Umkleideraum passende Kleidung.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt und oft abhängig von Position und Dauer der Anstellung.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Stefanie SegiethGeschäftsführung

Vielen Dank für das ausführliche und differenzierte Feedback.
Wir schätzen es sehr, dass sowohl positive Aspekte als auch kritische Punkte so offen benannt wurden. Besonders der hervorgehobene Kolleg:innenzusammenhalt ist ein Wert, der uns sehr wichtig ist und den wir im Alltag bewusst fördern.
Gleichzeitig möchten wir unsere Arbeitsweise an dieser Stelle gern einordnen und transparent machen:
Wir arbeiten nach dem Prinzip der Selbstorganisation. Das bedeutet für uns eine Zusammenarbeit, die keine Einbahnstraße ist, sondern von einem stetigen Geben und Nehmen lebt. Dazu gehört ganz selbstverständlich, dass während der Arbeitszeit auch private Termine – wie z. B. Arztbesuche – möglich sind. Gleichzeitig gehört es in unserem Verständnis von Miteinander auch dazu, bei Bedarf einmal außerhalb der klassischen Öffnungszeiten auf das Handy zu schauen oder kurzfristig zu unterstützen, wenn Kolleg:innen fragen, ob man einspringen kann.
Unsere Zusammenarbeit ist in allen Bereichen geprägt von der Haltung:
„Meine Kolleg:innen sind mir nicht egal, und ich unterstütze sie so, wie es mir möglich ist – im Vertrauen darauf, dass ich mich umgekehrt ebenso auf Unterstützung verlassen kann.“
Dieses Prinzip erfordert Eigenverantwortung, Offenheit, Flexibilität und die Bereitschaft, die eigene Komfortzone immer wieder zu reflektieren und auch zu erweitern.
Uns ist bewusst, dass diese Art der Zusammenarbeit nicht für jede Person passend ist. Und das ist völlig in Ordnung.
Wir sind in unserer Arbeitsweise und unseren Strukturen bewusst anders – und man muss sich darin wohlfühlen. Genau deshalb kommunizieren wir von Beginn an sehr offen, dass wir jede Person ausdrücklich dazu ermutigen, frühzeitig das Gespräch zu suchen, sobald sich Unzufriedenheit oder ein Unwohlsein zeigt. Dafür gibt es bei uns immer Raum, und dafür finden wir gemeinsam Lösungen und gangbare Wege – auch, wenn diese bedeuten, sich neu zu orientieren oder für sich etwas anderes zu wählen.
Aus der Rückmeldung wird deutlich, dass unsere Form der Selbstorganisation möglicherweise noch nicht – oder nicht mehr – vollständig passend war. Wir können und möchten hier nur anbieten, das offene Gespräch zu suchen. Die Unzufriedenheit ist da, und vielleicht liegt genau darin auch die Chance, gemeinsam eine Lösung zu finden – mit Klarheit, Offenheit und der Portion Mut, sich Neuem zu öffnen.
Wir danken nochmals für das ehrliche Feedback und wünschen für den weiteren Weg alles Gute.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.