Toxische Führung & Massenflucht – das traurige Ergebnis schlechter Entscheidungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige tolle Kolleg:innen, mit denen Zusammenarbeit wirklich Spaß macht und auf Augenhöhe stattfindet. Die Vertrauensarbeitszeit und die Möglichkeit zum Home Office bieten viel Flexibilität und tragen zur Work-Life-Balance bei. Auch der direkte Kontakt zu spannenden Partnerunternehmen kann in manchen Rollen bereichernd sein – wenn man den nötigen Freiraum bekommt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In den letzten zwei Jahren wurden gravierende Fehlentscheidungen auf C-Level- und Head-of-Ebene getroffen. Menschen ohne Führungsqualifikation oder fachliche Eignung wurden in Schlüsselpositionen gehoben – mit massiven Folgen: Zahlreiche fähige Mitarbeitende haben das Unternehmen frustriert verlassen. Die Unternehmenskultur wurde systematisch zerstört, Vertrauen abgebaut und ein Klima der Unsicherheit geschaffen. Offboarding-Prozesse verlaufen unstrukturiert, oft respektlos. Zudem fehlt es an Transparenz, echter Wertschätzung und fairer Bezahlung. Entscheidungen wirken willkürlich und getrieben von persönlichen Interessen, statt durchdacht und im Sinne des Unternehmens.
Verbesserungsvorschläge
-Kompetenzen über persönliche Nähe oder Loyalität stellen – Führung gehört in fähige, nicht in machtgetriebene Hände.
- Echte Feedback- und Fehlerkultur auf allen Ebenen etablieren, nicht nur auf dem Papier.
- Unternehmenswerte nicht als PR-Floskel nutzen, sondern wirklich leben – vor allem auf C-Level.
- Transparenz in Entscheidungen und klare Kommunikation statt politischem Taktieren.
- Kulturwandel aktiv gestalten: mit ehrlichem Change Management und nicht durch blinden Aktionismus.
- Mitarbeitende wieder in den Mittelpunkt stellen – wer bleibt, sollte auch gesehen und entwickelt werden.
Arbeitsatmosphäre
Nur durch Homeoffice und Dienstreisen halbwegs auszuhalten. Vor Ort herrscht Misstrauen, Unsicherheit und Zynismus.
Image
Extern immer schlechter – intern längst am Boden.
Work-Life-Balance
Definitiv einer der wenigen positiven Aspekte: Dank Vertrauensarbeitszeit und Home-Office-Regelung ist die Work-Life-Balance sehr gut. Wer eigenverantwortlich arbeitet, kann sich seine Zeit flexibel einteilen – das schafft Freiräume und reduziert den Alltagsstress deutlich.
Karriere/Weiterbildung
Nicht existent. Keine Förderung, keine Entwicklung, kein Interesse.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im operativen Team ist überwiegend gut – viele Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig, der Austausch ist offen und respektvoll. Gerade in schwierigen Phasen ist das ein echter Lichtblick. Allerdings gilt: Man sollte genau wissen, mit wem man was teilt. Vertrauen ist nicht überall angebracht, da Informationen in die falschen Kanäle schnell zu Nachteilen führen können. Vorsicht ist also trotz guter Stimmung geboten.
Vorgesetztenverhalten
Direkte Vorgesetzte agieren größtenteils integer, offen und nahbar. Der Umgang ist respektvoll, menschlich und von echter Fehlerkultur geprägt – man fühlt sich ernst genommen und gehört. Leider ändert sich das schlagartig, sobald man eine Ebene höher schaut: Auf Head-of- und C-Level dominieren Ego, Unsicherheit und politische Motive. Hier fehlt es an Führungsstärke, Klarheit und Verantwortungsbewusstsein – stattdessen wird Druck weitergegeben, Verantwortung abgeschoben und Kritik ignoriert.
Kommunikation
Zwischen Kolleg:innen auf operativer Ebene funktioniert die Kommunikation größtenteils gut – offen, ehrlich und unterstützend. Ganz anders sieht es auf Head-of- und C-Level aus: Dort herrschen Intransparenz, politische Spielchen und eine erschreckende Realitätsferne. Informationen werden bewusst zurückgehalten, Entscheidungen nicht nachvollziehbar kommuniziert, und offene Kritik ist unerwünscht. Eine echte Feedbackkultur existiert nicht – stattdessen: Machtspiele, Misstrauen und Taktieren.
Interessante Aufgaben
Zu Beginn waren viele Aufgaben spannend und boten Gestaltungsspielraum. Mit der Zeit wurden jedoch immer mehr Entscheidungen zentralisiert und strategisch fragwürdig getroffen. Das führt dazu, dass operative Aufgaben zunehmend monoton und inhaltlich belanglos werden. Eigeninitiative wird selten gefördert, und wirklich interessante Projekte landen oft in den falschen Händen oder verlaufen im Sande.

