Sehr traurig was aus diesem Unternehmen geworden ist
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell fällt es mir schwer, positive Aspekte zu benennen. Insgesamt überwiegen für mich die negativen Erfahrungen, sodass ich den Arbeitgeber rückblickend nicht als attraktiv wahrnehme.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Insgesamt überwiegen für mich mittlerweile die negativen Aspekte deutlich. Ich habe die Entwicklung des Unternehmens als sehr enttäuschend erlebt und war teilweise wirklich fassungslos darüber, wie sich Strukturen, Kultur und Umgang miteinander verändert haben. Rückblickend empfinde ich die Situation als belastend und frustrierend.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht bräuchte es einen grundlegenden Neuanfang in der Führungskultur und in den Strukturen des Unternehmens. Einzelne kleine Anpassungen würden meiner Meinung nach nicht ausreichen. Stattdessen wäre eine umfassende Reflexion der Managementstrategie, der Kommunikation und des Umgangs mit Mitarbeitenden notwendig, um nachhaltig Vertrauen und Stabilität aufzubauen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr angespannt und belastend erlebt. Der Alltag war stark von Stress geprägt, häufig begleitet von Unsicherheit. Während meiner Zeit im Unternehmen gab es Kurzarbeit, was sich spürbar auf die Stimmung im Team ausgewirkt hat. Außerdem habe ich mitbekommen, dass viele Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen haben oder verlassen mussten. Teilweise kam es auch zu rechtlichen Auseinandersetzungen. Insgesamt entstand für mich der Eindruck eines instabilen Umfelds, das sich negativ auf Motivation und Vertrauen ausgewirkt hat.
Image
Das Image des Unternehmens habe ich zuletzt als deutlich angeschlagen wahrgenommen. In meinem Umfeld entstand der Eindruck, dass auch auf Kundenseite Vertrauen verloren gegangen ist und wichtige Partnerschaften beendet wurden. Intern war die Wahrnehmung ebenfalls überwiegend negativ. Viele Mitarbeitende wirkten unzufrieden und suchten aktiv nach neuen beruflichen Möglichkeiten. Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, für ein Unternehmen mit starkem oder positivem Ruf zu arbeiten.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich als sehr schlecht erlebt. Durch die Kurzarbeit und die allgemeine Unsicherheit war eine verlässliche Planung kaum möglich. Statt Entlastung führte die Situation bei mir eher zu zusätzlichem Stress und Belastung.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich praktisch nicht wahrgenommen. Es gab aus meiner Sicht kaum strukturierte Förderung oder Entwicklungsperspektiven. Der Eindruck entstand, dass berufliches Vorankommen weniger von Leistung als vielmehr von persönlicher Nähe zum Management abhing.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich insgesamt als eher unterdurchschnittlich. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass einige Vergütungen in keinem angemessenen Verhältnis zur Leistung und Verantwortung standen. Auch die angebotenen Sozialleistungen wirkten auf mich vergleichsweise gering und wenig attraktiv.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich als sehr schwach ausgeprägt erlebt. Aus meiner Sicht wurden Kolleginnen und Kollegen teilweise ohne nachvollziehbaren sachlichen Grund aus dem Homeoffice ins Büro beordert. Das wirkte auf mich wenig mitarbeiterorientiert und weder ökologisch noch sozial besonders durchdacht.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war grundsätzlich gut, viele Kolleginnen und Kollegen waren freundlich und hilfsbereit. Gleichzeitig war die Stimmung spürbar von Vorsicht geprägt, da die Unsicherheit im Unternehmen hoch war und viele das Gefühl hatten, dass jede Person die nächste sein könnte, die gehen muss. Das hat das Miteinander teilweise gehemmt.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen habe ich als wenig respektvoll erlebt. Teilweise fehlte aus meiner Sicht die nötige Wertschätzung für Erfahrung und langjährige Mitarbeit der Mitarbeitenden, was diese als unangenehm und enttäuschend empfunden haben.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich als unfair und wenig wertschätzend erlebt. Der Umgang wirkte für mich teilweise hintergründig, was mein Vertrauen stark beeinträchtigt hat. Die Kommunikation fand aus meiner Sicht nicht auf Augenhöhe statt, sondern eher von oben herab. Insgesamt habe ich mich dadurch wenig ernst genommen und nicht gut geführt gefühlt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Allerdings empfand ich die Lautstärke im Großraumbüro als deutlich störend, was konzentriertes Arbeiten teilweise erschwert hat.
Kommunikation
Die Kommunikation durch die Vorgesetzten habe ich als unklar und unzureichend erlebt. Wichtige Informationen wurden aus meiner Sicht häufig nicht offen angesprochen oder nur sehr spät kommuniziert. Teilweise entstand der Eindruck, dass Themen bewusst nicht transparent gemacht wurden. Insgesamt funktionierte der Informationsfluss schlecht, sodass vieles eher über den Flurfunk als über offizielle Kommunikation verbreitet wurde. Das hat zu Unsicherheit und Misstrauen beigetragen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich im Arbeitsalltag nicht als gegeben wahrgenommen. Es entstand für mich der Eindruck, dass Mitarbeitende nicht gleich behandelt wurden und Chancen sowie Umgang unterschiedlich ausfielen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben empfand ich als wenig abwechslungsreich und kaum kreativ. Viele Tätigkeiten wirkten monoton und boten nur wenig Raum für eigene Ideen oder gestalterischen Anspruch. Dadurch fehlte mir langfristig die Motivation und fachliche Herausforderung.
