Tesla Kopie ohne Erfolg - Zu viel Chaos aus dem chinesischen HQ in Shanghai oder Amsterdam
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gutes Equipment zum Arbeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- HQ in Shanghai
- unnötige Meetings / Business Travel
- Amsterdam
- "Entwickler“
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von der angespannten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens geprägt – das merkt man in jeder Facette des Arbeitsalltags. Die veralteten und unübersichtlichen Systeme erschweren die Arbeit zusätzlich, da sie nicht weiterentwickelt werden (kein Budget).
Image
Das Unternehmen hat ein miserables Image, und das spiegelt sich auch in den externen Bewertungen wider.
Wer sich die Rezensionen hier oder in der NIO App durchliest, erkennt schnell die weit verbreitete Unzufriedenheit – sowohl intern als auch bei Kunden. Die negative Einstellung kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Resultat schlechter interner Strukturen und fragwürdiger Entscheidungen.
Work-Life-Balance
Das Diensthandy steht kaum still, da die unzähligen Chat-Gruppen rund um die Uhr aktiv sind. Selbst spät abends trudeln noch E-Mails ein, und es wird erwartet, dass man sich damit auseinandersetzt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit wird hier nur nach außen hin propagiert, in der Realität spielt sie keine Rolle. Teure Show-Off-Büros in 1A-Lagen (außer in Gräfelfing) stehen größtenteils leer, müssen aber dennoch beheizt werden – oft mit Heizlüftern, damit man im Winter nicht mit Schal am Schreibtisch sitzen muss.
Hinzu kommen unzählige unnötige Dienstreisen für Meetings, die problemlos online stattfinden könnten. Stattdessen verbringt man Stunden auf Reisen, ohne Rücksicht darauf, ob das der Umwelt oder der ohnehin angespannten finanziellen Lage des Unternehmens schadet. Der Slogan Blue Sky Coming ist hier nichts weiter als eine leere Marketingphrase.
Karriere/Weiterbildung
Nasenprinzip
Kollegenzusammenhalt
Sobald man gute Kollegen gefunden hat, kann man sich auf sie verlassen. Doch darüber hinaus bleiben viele Beziehungen oberflächlich – und angesichts der hohen Fluktuation oder ständige Kündigungen seitens des Unternehmens lohnt es sich kaum, ein stabiles Netzwerk aufzubauen.
Vorgesetztenverhalten
Von oben herab. Der erste GM war der allerbeste. Seitdem ging es einfach nur noch bergab. Jetzt ist die Talfahrt definitiv erreicht.
Kommunikation
Viele Kollegen sind durch die Flut an Nachrichten völlig überfordert und wissen oft nicht, wo sie überhaupt anfangen sollen. Anstatt klare Strukturen zu schaffen, bleibt die Führung weitgehend untätig und bietet kaum Unterstützung.
Die interne Kommunikation ist eine Katastrophe. Das genutzte Chat-Programm ist völlig unübersichtlich, und statt Klarheit zu schaffen, führt es nur zu mehr Verwirrung. Es gibt unzählige Chat-Gruppen, in denen zielführende Kommunikation kaum möglich ist. Sobald man eine Gruppe verlässt, tauchen zwei neue auf – ohne erkennbaren Mehrwert.
Noch schlimmer sind die Informationsquellen: Es gibt keine klare Struktur oder eine nachvollziehbare Weitergabe von Informationen von oben nach unten. Stattdessen muss man sich mühsam alle relevanten Infos aus verschiedenen Kanälen zusammensuchen. Dadurch gehen wichtige Details verloren, und die Arbeit wird unnötig erschwert.
Gehalt/Benefits
Gehalt über dem Durchschnitt.
Sozialleistungen sind einfach nicht vorhanden. Ende letzten Jahres wurde ein Jobrad Programm sehr stolz angepriesen - alles nur heiße Luft.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist in diesem Unternehmen nicht vorhanden. Wer Chinese ist, hat deutlich bessere Chancen auf interessante Positionen. Es ist ein wiederkehrendes Muster: Zunächst sind europäische Kollegen in wichtigen Projekten involviert, doch nach und nach werden sie durch chinesische Kollegen ersetzt.
Kritik oder eine eigene Meinung zu äußern, ist ebenfalls riskant. Wer sich offen äußert, landet schnell auf dem Abstellgleis und wird bei zukünftigen Entwicklungen ignoriert bzw. einfach gekündigt.