Herausforderungen in der Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehaltzahlungen kommen immer pünktlich.
Sonderurlaubstage für viele Anlässe.
Steuerfreier Bonus für Firmenjubiläum.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehaltserhöhung blieb leider bisher aus.
Von dem eingeführten We Appreciate Boni-System ist bisher nichts zu spüren.
Die Verpflegung ist ausbaufähig.
Ein viel zu passiver Betriebsrat.
Verbesserungsvorschläge
Die Realität muss im Vergleich zum Anspruch erheblich verbessert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in diesem Unternehmen ist eher
herausfordernd. Man bekommt oft das Gefühl, dass eine offene Kommunikation und die Bereitschaft, eigene Meinungen zu äußern, nicht immer gefördert werden. Stattdessen spürt man eine Mitläufermentalität bei den Mitarbeitern. Egal auf welcher Hierarchieebene. Entscheidungen werden oft kritiklos hingenommen. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass ein Klima der Vorsicht existiert, indem Mitarbeiter möglicherweise aus Angst vor negativen Konsequenzen oder dem Gefühl der Abhängigkeit vom Arbeitgeber heraus agieren.
Durch diese Arbeitsatmosphäre wird eine wirkliche kollaborative und dynamische Arbeitsumgebung bereits im Keim erstickt.
Kommunikation
Hier wird die selektive Information praktiziert: Man bekommt zu hören, was man hören soll und wird dadurch dazu angehalten, das zu glauben, was man glauben darf. Die volle Wahrheit oder transparente Kommunikation scheint dabei zu fehlen.
Kollegenzusammenhalt
Jede Arbeitsumgebung hat ihre Mischung an Persönlichkeiten und es ist klug, nicht jedem sofort zu vertrauen. Manchmal offenbaren sich die wahren Absichten oder Charaktereigenschaften eines Kollegen mit der Zeit. Dies ist aber kein Niterra-typisches Phänomen sondern ein allgemein gesellschaftliches Problem.
Work-Life-Balance
Niterra ist aktuell vorbildlich in Bezug auf die Work-Life-Balance und bietet den Mitarbeitern große Freiheiten, Beruf- und Familienleben optimal zu vereinbaren. Leider, wenn man dem Flurfunk glauben kann, ändert sich dieser fortschrittliche Ansatz demnächst drastisch. Das Unternehmen beabsichtigt, diese Flexibilität zurückzunehmen, hauptsächlich aus der Überzeugung, dass Kollaboration nur in Präsenz effektiv stattfinden kann. Diese Entscheidung wird getroffen, obwohl die Mitarbeiter jahrelang bewiesen haben, dass die Arbeit im Homeoffice weiterhin hervorragende Umsätze für das Unternehmen generiert.
Vorgesetztenverhalten
Es ist wirklich entmutigend, dass bei Niterra offenbar einige Führungskräfte den propagierten Niterra Way ignorieren und ihre Mitarbeiter stattdessen nach veralteten, fast „mittelalterlichen“ Methoden führen. Das Traurige daran, dass die Personalabteilung diese Praktiken zwar nicht aktiv fördert, aber anscheinend auch nicht wirksam dagegen vorgeht. Das schadet nicht nur den betroffenen Teams, sondern dem gesamten Unternehmen.
Gleichberechtigung
Diversität in Bezug auf Nationalität, Religion oder Sexualität wird absolut vorbildlich gelebt. Diversität in Bezug auf die Arbeitskultur ist nicht existent. Hier herrscht eine homogene Arbeitskultur vor, die keine Abweichungen duldet.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist typisch modern: Bunte Stühle, höhenverstellbare Schreibtische (welche aber bei einem Shared-Desk System selbstverständlich sind) und eine Kaffeemaschine, mit viel Glück gibt es an guten Tagen sogar einen funktionierenden Brita Wasserspender.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man könnte sagen, es wird „genug“ getan, um gut dazustehen, aber nicht „alles“, um wirklich eine maximale Wirkung zu erzielen.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind marktüblich. Die Sozialleistungen sind ebenfalls für ein mittelständisches Unternehmen ordinär.
Image
Hier bei Niterra scheint es, als wäre das Firmenimage nach außen hin deutlich positiver als die interne Realität. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als fortschrittlich und attraktiv, während die Mitarbeiter im Alltag eine andere, weniger ideale Seite erleben.

