Tolles Unternehmen, kleine Schwächen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Tolle Kollegen und Kunden
- Fokus auf Qualität statt Quantität
- Sehr menschlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- App
- Keine Privatnutzung der Firmenwagen
- Als Techniker bekommt man nur wenig mit
Verbesserungsvorschläge
- Interne Kommunikation verbessern
- Mehr Feedback für die Qualität der Arbeit
- Verbesserung der App in Sachen Handhabung, Design und Funktionalität
Arbeitsatmosphäre
Abhängig von der Region hat man miese bis tolle Kollegen. Während der Arbeitszeit wird man aber nur selten gestört. Solange man ein paar Verbündete hat, mit denen man sich austauschen kann, hält man auch das häufige Hinterherräumen aus. Die Kollegen aus dem Innendienst sind alle sehr nett und sympathisch. Ich freue mich richtig auf die nächste Feier mit dem ganzen Haufen. Während der Arbeitszeit hat man meistens seine Ruhe, falls man möchte.
Image
Von Kunden hört man nur Gutes. Viele freuen sich, wenn wir zur Einrichtung kommen. "Endlich mal jemand kompetentes", etc.
Außerhalb unserer Kunden kennt uns (bei mir in der Region) niemand. Man wird ständig gefragt, wo man unseren Honig zu kaufen bekommt oder ob man nur Wespennester macht. Da Diskretion in Deutschland aber nun mal zum Berufsbild gehört und unsere Kunden Rufschädigung zu fürchten haben, falls jemand schnallt, dass der Kammerjäger im Haus ist, finde ich das nachvollziehbar.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung empfinde ich für mich schon als hoch und Überstunden sind an der Tagesordnung. Wenn man seine Arbeit nur halbherzig macht, ist vermutlich beides nicht der Fall, aber ich gebe mir gerne Mühe. Das wird auch gesehen und geschätzt.
Karriere/Weiterbildung
Die benötigten Lehrgänge werden komplett von der Firma bezahlt. Man wird für die Dauer freigestellt und bei Bedarf bekommt man das Hotel ebenfalls gestellt. Wer gute Arbeit leistet, kann sicherlich auch über die Lehrgänge hinaus weitergebildet werden, auch wenn es hierzu keine Kommunikation gibt.
Gehalt/Benefits
Dafür, dass einem die Lehrgänge bezahlt werden und das Unternehmen somit in Vorkasse geht, kann man sich nicht beklagen. Bei steigender Qualifikation gibt es entsprechend mehr Gehalt. Überstunden werden standardmäßig ausbezahlt, man kann sie aber auch abfeiern. Durch Spesen und Prämien für Bereitschaft oder Nachtarbeiten verbessert sich das Gehalt nochmal deutlich.
Mir persönlich fehlt nur ein Firmenwagen inklusive Privatnutzung, was derzeit wohl nur den höheren Technikern vorbehalten ist.
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich kann man mit allen Kollegen arbeiten. Falls das mal nicht so ist, erledigt sich die Sache früher oder später von selbst.
Vorgesetztenverhalten
Einen richtigen Vorgesetzten hat man auf der Straße nicht. Die QS ist durch die Bank hoch anständig und auch die Führungsebene ist okay. Selten wird sich mal im Ton vergriffen, aber wir sind alle nur Menschen und meiner Meinung nach steckt dahinter keine böse Absicht.
Arbeitsbedingungen
Wenn es einem an Werkzeug oder Material fehlt, dann nur, weil man selbst nicht darum gebeten hat. Die Technik und digitale Dokumentation hingegen ist ein ständiger Krampf. Es gibt das Gerücht, dass unsere Tablets zu wenig Ressourcen hätten, damit die App gut funktioniert, also ist das evtl. auch ein Minuspunkt. Entweder sollten die Geräte erneuert oder die App optimiert werden.
Die Kastenwagen haben nur selten eine Rückfahrkamera (erst bei einem Kollegen gesehen). Da wir meistens vorwärts einparken müssen, um hinten an unser Material zu kommen, fühlt sich das ausparken dann wie ein Glücksspiel an. Klar, bei dem Fuhrpark muss man nehmen, was man findet, aber sollte das wirklich zu Lasten der Sicherheit gehen?
Kommunikation
Man wird selten über Personalveränderungen im Innendienst informiert. Für die meisten Großkunden kennt man seine Ansprechpartner, aber Urlaubsvertretung wird bspw. nur von der Geschäftsleitung, dem Einkauf sowie dem Fuhrparkmanagement kommuniziert. Außerdem gibt es kein Feedback zur eigenen Arbeit, wenn das die anderen Techniker nicht machen.
Im Außendienst hat jeder seinen eigenen Stil. Es gibt Arbeitsanweisungen, die aber nicht jeder zu kennen scheint. Dadurch muss man entweder viel ignorieren oder man räumt nur auf. "Best Practices" im Umgang mit der eigenen App oder wie Aufkleber auszusehen haben gibt es, aber auch die werden von jedem (selbst von der QS) anders aufgefasst. Hier würde ich mir auch intern mehr Fortbildung wünschen, sodass alle auf dem gleichen Stand sind.
Gleichberechtigung
Hier arbeiten alle Seite an Seite.
Interessante Aufgaben
Je besser die eigene Arbeit desto spannender die Aufträge, mit denen man konfrontiert ist. Glücklicherweise macht man hin und wieder aber auch mal einfache Sachen, was unterm Strich zu einem großartigen Mix führt.