Wer wissen will, wie es nicht geht-hier entlang..
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sowie Sonderzahlungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo soll ich da anfangen?
Ich denke, das Schlimmste an diesem Arbeitgeber sind die Vorgesetzten.
Das totale Grauen.
Einer schlimmer als der andere.
Verbesserungsvorschläge
Was soll man hier für Verbesserungsvorschläge bringen?
Beratungsresistent in jeglicher Hinsicht.
Arbeitsatmosphäre
Dauerangespannte Horror-Stimmung – wirklich jeden Tag. Man kam rein mit dem Gefühl: Heute zerstört mir wieder irgendeine Leiterin den Tag. Die ständige Angst, dass die Bereichsleiterin, die Verkaufsleiterin oder die Niederlassungsleiterin plötzlich reingestampft kommt, hat einem schon vor Schichtbeginn den Puls hochgejagt. Und wenn sie dann auftauchten, gab’s nur dummes Geschwafel, komplett weltfremde Forderungen und noch mehr Arbeit, die kein normaler Mensch bewältigen kann. Wertschätzung? Null. Es ist ein Klima, das eher krank macht, als dass es Zusammenarbeit ermöglicht.
Image
Das Image ist genauso ruiniert wie die Filialen selbst. Es ist schon fast beeindruckend, wie man es schafft, brandneue Märkte innerhalb eines Jahres komplett runterzuwirtschaften: dreckig, überladen, chaotisch und mit Ware zugestellt, die teilweise aussieht, als hätte sie zwei Weltkriege gesehen. Alles wirkt lieblos, alt, billig und völlig ungepflegt. Von „modern“ oder „einladend“ kann keine Rede sein – eher das Gegenteil von allem, was ein ordentliches Unternehmen ausmachen sollte.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance? Ein schlechter Witz. Man war praktisch 24/7 auf Abruf, egal ob früh, spät, Wochenende oder Feiertag. Selbst im Urlaub hatte man keine Ruhe, weil ständig irgendwelche Leute aus der Filiale angerufen haben, die wieder nichts auf die Reihe bekommen haben und jeden Mist nachfragen mussten. Man konnte nicht abschalten, nicht runterfahren, nicht atmen. Es war ein System, das einen komplett auffrisst und keinerlei Grenzen akzeptiert.
Karriere/Weiterbildung
Gute Filialleiter fördern.
Gehalt/Benefits
Hatte man es geschafft, den Bereichsleiter zu überlisten hat man davon natürlich profitiert.
Es war aber auch nicht sonderlich schwer.
Es war ein leichtes Spiel.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenhalt gab’s keinen einzigen Millimeter. Im Gegenteil: Jeder hat versucht, so wenig wie möglich zu arbeiten, aber am Monatsende schön die Taschen vollzukriegen. Unehrlichkeit war Standard, Krankmeldungen wurden wie Joker-Karten gezogen und niemand hat irgendwem auch nur einen Finger geholfen. Es war ein Klima voller Missgunst, Lügen und Egoismus – die schlimmsten Szenen, die man sich im Einzelhandel vorstellen kann, live und täglich. Ein echtes „Rette sich, wer kann“-Niveau.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war eine Katastrophe sondergleichen. Die letzte Bereichsleiterin war der absolute Tiefpunkt: unprofessionell, überfordert und nicht mal in der Lage, ein korrektes Arbeitszeugnis zu erstellen. Das erste war eine Frechheit, das zweite nach endlosem Hinterherrennen immer noch falsch und voller Lücken – eine reine Zumutung.
Und dann dieser junge Bereichsleiter, der später völlig unverständlich auch noch befördert wurde: sein Verhalten war aus meiner Sicht komplett daneben. Er überschritt ständig die berufliche Distanz, wurde viel zu persönlich, viel zu vertraulich und trat so auf, als gäbe es keinerlei Grenzen zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden. Es war unangenehm, irritierend und schlicht unprofessionell. Jeder Kontakt mit ihm fühlte sich falsch an.
Die Verkaufsleiterin konnte nur große Worte, aber keine Lösungen bieten. Und die Niederlassungsleiterin war durchgehend herablassend, realitätsfern und wirkte, als würde sie in einer Parallelwelt entscheiden. Insgesamt ein Führungsstil, der Menschen eher kaputtmacht als führt.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsklamotten unter aller Würde.
Hilfsmittel uralt, teilweise kaputt - Reparatur? Nein.
Neue Filialen wurden innerhalb eines halben Jahres komplett runter gewirtschaftet. Größtenteils von den Filialen Mitarbeitern die neue Filialen überhaupt nicht zu schätzen wissen.
Kommunikation
Kommunikation war ein absoluter Witz. Entweder kam gar nichts oder alles auf den letzten Drücker, am besten noch mit zehn widersprüchlichen Ansagen gleichzeitig. Die Leiterinnen redeten nicht mit einem, sondern herab – und zwar so, dass man sich jedes Mal fragte, ob die überhaupt wissen, wie ein normaler Laden funktioniert. Statt klarer Infos gab’s nur Chaos, Genöle und unrealistische Erwartungen. Man fühlte sich nicht informiert, sondern absichtlich im Dunkeln gelassen.