Respektloser Umgang, fehlende Führungskompetenz und toxisches Arbeitsklima – keine Empfehlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kolleg*innen waren bemüht, trotz der schwierigen Atmosphäre zusammenzuhalten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Herabwürdigendes Verhalten durch Vorgesetzte
Manipulative und respektlose Führung
Toxisches Arbeitsklima, ständiges Lästern
Keine Work-Life-Balance, ständige Kontrolle
Unfaire Bezahlung trotz hoher Arbeitsbelastung
Fehlende Wertschätzung und keine Entwicklungsmöglichkeiten
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung war dauerhaft angespannt. Es wurde sehr viel gelästert, was das Arbeitsklima stark belastet hat. Konstruktives oder wertschätzendes Miteinander war kaum möglich. Wer eine eigene Meinung äußerte, wurde schnell negativ behandelt. Insgesamt ein sehr toxisches Umfeld, in dem man sich nie wirklich wohlfühlen konnte.
Work-Life-Balance
Von einer echten Work-Life-Balance kann keine Rede sein. Zwar gab es offiziell Kernarbeitszeiten von 9 bis 16 Uhr, aber wer pünktlich ging, wurde jedes Mal kritisiert oder sogar gezwungen, den PC wieder hochzufahren und weiterzuarbeiten – selbst bei privaten Terminen.
Überstunden fielen regelmäßig an, konnten aber selten genommen werden, da „zufällig“ immer etwas Dringendes anstand. Dadurch verfielen viele Stunden ungenutzt.
Die Urlaubsplanung war chaotisch und wurde regelmäßig zum Konfliktthema. Es wurde jedes Mal großes Drama darum gemacht, selbst wenn man frühzeitig Anträge stellte. Kolleg*innen mit Kindern hatten es besonders schwer, in den Ferien Urlaub zu erhalten, obwohl sie darauf angewiesen waren.
Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklung oder Verantwortung waren kaum möglich. Ich hatte in meiner Ausbildung mehr Verantwortung als in diesem Unternehmen. Fortbildungen oder Aufstiegschancen wurden nicht angeboten oder blockiert. Motivation und Leistung wurden nicht gefördert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung sehr gering. Ich musste in mehreren Abteilungen gleichzeitig unterstützen, ohne dass sich das finanziell widerspiegelte. Statt Anerkennung bekam man oft zu hören, man würde „nichts leisten“. Das war demotivierend und ungerecht.
Kollegenzusammenhalt
Einzelne Kolleg*innen waren bemüht, sich gegenseitig zu unterstützen, doch das Klima wurde durch ständige Lästereien, Petzen und Misstrauen stark beeinträchtigt. Ein echtes Teamgefühl kam dadurch kaum auf.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führung war respektlos und kontrollierend. Der direkte Vorgesetzte hat sich deutlich über andere gestellt und Mitarbeitende herabgewürdigt. Ich musste täglich detailliert berichten, was ich erledigt habe – fast wie in einer Ausbildung.
Vier-Augen-Gespräche dienten weniger der Entwicklung als vielmehr dazu, mich kleinzumachen und zu verunsichern.
Außerdem wurde mir vorgeschrieben, wann und wo ich Pausen machen oder Feierabend haben darf.
Bei Kritik oder einer Kündigung wurde sehr aggressiv reagiert, teilweise mit Drohungen wie einem schlechten Arbeitszeugnis. Nach einer Kündigung wurde man öffentlich bloßgestellt und verbal abgewertet. Insgesamt fehlte jegliche Professionalität und emotionale Kontrolle.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als angenehm. Das Büro war veraltet und eng, zudem herrschte durch das Großraumbüro ständig ein hoher Lärmpegel. Konzentriertes Arbeiten war dadurch kaum möglich. Auch die Parkplätze waren viel zu schmal.
Kommunikation
Die Kommunikation war intransparent und oft manipulativ. Versprechen wurden regelmäßig nicht eingehalten, und Arbeitsverträge sollten vor Ort unter Aufsicht unterschrieben werden – mit abweichenden Bedingungen im Vergleich zu vorherigen Absprachen. Informationen wurden häufig zurückgehalten oder nur selektiv weitergegeben, was zu Verunsicherung im Team führte.