Seit einiger Zeit geht es bergab
Verbesserungsvorschläge
Mehr Flexibilität bei der Auswahl der für die Arbeit benötigten Ausstattung, um produktiver arbeiten zu können. Weniger bloße Symbolpolitik beim Umweltschutz. Abschaffung der Präsenzpflicht im Büro, da die aktuellen Regelungen meiner Meinung nach nicht zu einer stärkeren Identifikation mit dem Unternehmen führen und der Work-Life-Balance entgegenstehen.
Arbeitsatmosphäre
In Rahmen von Personalgesprächen und gelegentlich auch von Vorgesetzten wird gute Arbeit oder Leistung gelobt, jedoch hat dies keinen Einfluss auf höhere Prämien. Im Gegenteil, bei negativen Situationen kann dies jedoch anders aussehen.
Work-Life-Balance
Seit Oktober 2024 gilt die Vorgabe, mindestens 20 % der Arbeitszeit pro Monat im Büro zu verbringen (was in der Praxis nicht einem festen Tag pro Woche entspricht). Dies wirkt sich negativ auf die Work-Life-Balance aus. Leider führt das Fehlen einer zentralen Organisation von Meetings dazu, dass man trotz Anwesenheit im Büro oft alleine arbeitet.
Urlaubsanträge werden in der Regel auch mit kurzer Vorlaufzeit genehmigt, was ein großer Pluspunkt ist. Überstunden sind nicht verpflichtend, und man kann die ansammeln, die entweder als Freizeit genommen oder ausbezahlt werden können.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen versucht, so viel Umwelt-/Klimaschutz-Ideologie wie möglich umzusetzen, was zu absurden Situationen führt, wie dem Fehlen von Warmwasser an den Wasserhähnen, während die meisten Mitarbeiter 80% ihrer Arbeitszeit zu Hause arbeiten. In meinen Augen handelt es sich dabei um Maßnahmen, die nur dazu dienen, Zertifikate für Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu erhalten.
Karriere/Weiterbildung
Die Unternehmensstruktur bietet wenig Raum für berufliche Weiterentwicklung in bestimmten Bereichen. Weiterbildungsmöglichkeiten beschränken sich hauptsächlich auf Plattformen wie Udemy.
Vorgesetztenverhalten
Generell sieht das Unternehmen keine Ausnahmen in irgendeinem Bereich vor.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist gut ausgestattet und bietet viele Arbeitsplätze zur Auswahl. Allerdings gibt es keine Klimaanlage, was besonders im Sommer spürbar ist. Ein großes Problem sind die veralteten Computer. Bei Ausfällen bekommt man oft noch ältere Geräte (3-4-Jährige), die bereits vorher defekt waren und „repariert“ wurden, was dazu führt, dass sie erneut ausfallen und die Arbeit behindern. Zudem gibt es keine Wahl des Arbeitsumfelds, das System von Microsoft ist vorgeschrieben.
Kommunikation
Das regelmäßige Personalgespräch findet einmal im Jahr statt (dabei wird auch über das Gehalt gesprochen), was meiner Meinung nach deutlich zu selten ist. In dringenden Fällen kann man jedoch um einen zusätzlichen Termin bitten.
Gehalt/Benefits
In meinem Fall lag das Gehalt unter dem branchenüblichen Niveau für meine Qualifikation und Berufserfahrung. Es gab zwar Gehaltserhöhungen, diese fielen jedoch eher gering aus – teilweise wirkten sie fast symbolisch. Eine spürbare Anpassung an das Marktniveau konnte ich persönlich nicht beobachten.
Interessante Aufgaben
In meiner persönlichen Erfahrung in einzelnen Projekten hatte ich teilweise den Eindruck, dass eher etablierte Technologien eingesetzt wurden. Wie schnell neue Lösungen eingeführt werden, habe ich dabei als unterschiedlich wahrgenommen, was aus meiner Sicht stark vom jeweiligen Team und Projekt abhängt.

