Außen Hochglanz, innen leider eine andere Realität.
Verbesserungsvorschläge
Wieder stärker auf die Menschen hören, die tatsächlich operativ arbeiten und täglich beim Kunden stehen. Bis Anfang des Jahres habe ich die Entwicklung und Zusammenarbeit persönlich noch sehr positiv erlebt. Mit den Veränderungen in der operativen Führung änderte sich das für mich jedoch deutlich. Prozesse, Zuständigkeiten und der Umgang miteinander wurden zunehmend schwieriger. Besonders eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeitende intern als ‚User‘ bezeichnet werden, sagt für mich einiges darüber aus, wie weit sich Führung und operative Mannschaft voneinander entfernen können. Weniger LinkedIn-Fassade, mehr Fokus auf funktionierende Abläufe, ehrliche Kommunikation und die Menschen, die am Ende beim Kunden dafür geradestehen.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn habe ich die Atmosphäre als motivierend und dynamisch wahrgenommen. Mit der Zeit hat sich das für mich jedoch deutlich verändert. Insbesondere fehlende Transparenz bei Entscheidungen und der Umgang mit Kritik haben bei mir zunehmend für Frustration gesorgt.
Image
Auf LinkedIn ist das Image hervorragend, teilweise offenbar so wichtig, dass sogar intern sehr genau darauf geachtet wird, wer posten darf und wer das ‚Gesicht‘ des Unternehmens sein soll. Das Bild nach außen und das, was im operativen Alltag sowie in Gesprächen mit Kunden erlebt wird, lagen für mich allerdings teilweise weit auseinander. Marketing ist eben das eine, die Umsetzung beim Kunden das andere.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance: hervorragend. Bei rund 90 % Homeoffice muss man sich zumindest keine Sorgen machen, dass jemand versehentlich mitbekommt, wie viel oder wie wenig tatsächlich gearbeitet wird. Vertrauen wird hier wirklich großgeschrieben.
Karriere/Weiterbildung
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Gehalt/Benefits
Mein Tipp: Das Wunschgehalt am besten direkt beim Einstieg mit ausreichend Puffer verhandeln. Auf spätere Gehaltsentwicklungen würde ich mich nicht verlassen. Nach meiner persönlichen Erfahrung können sich Verantwortungsbereiche und die dazugehörige Gehaltsvorstellung auch durchaus in die andere Richtung entwickeln.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Mission rund um die Energiewende klingt natürlich sehr nachhaltig. Im Arbeitsalltag hatte ich allerdings manchmal Schwierigkeiten, diese umweltbewusst auf hinsicht der Kilometer ausüben.
Kollegenzusammenhalt
Auf persönlicher Ebene gab es einige wirklich gute Kollegen und Partner, mit denen die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert hat. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass interne Strukturen und Entscheidungen den Zusammenhalt teilweise eher erschwert als gefördert haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier sind mir persönlich keine gravierenden negativen Punkte aufgefallen. Drei Sterne, weil ich den Bereich während meiner Zeit im Unternehmen schlicht nicht ausreichend beurteilen konnte.
Vorgesetztenverhalten
Hier habe ich persönlich die größte Enttäuschung erlebt. Verantwortung und Erwartungen waren aus meiner Sicht nicht immer klar definiert und haben sich teilweise verändert, ohne dass dies ausreichend transparent kommuniziert wurde. Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit Mitarbeitern, wenn unterschiedliche Auffassungen bestehen oder eine Trennung bevorsteht. Wertschätzung sollte meiner Meinung nach nicht davon abhängig sein, ob ein Mitarbeiter bleibt oder das Unternehmen verlässt.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind top. Viel Homeoffice, moderne Ausstattung und grundsätzlich sehr viel Freiheit. Wie effizient diese Freiheit genutzt wird, liegt dann eben in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Kontrolle ist jedenfalls kein Thema, mit dem man im Arbeitsalltag übermäßig belastet wird.
Kommunikation
Für mich einer der größten Schwachpunkte. Informationen kamen teilweise zu spät, unvollständig oder über Umwege. Entscheidungen, die den eigenen Verantwortungsbereich unmittelbar betroffen haben, wurden aus meiner Sicht nicht immer transparent kommuniziert.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung habe ich persönlich eher als situations- und personenabhängig wahrgenommen. Wer mit wem gut kann, schien dabei teilweise nicht ganz unwichtig zu sein. Als Höhepunkt sah ich, als die Zentrale sich gefreut hatte über eine kleine Gewinnbeteiligung die nicht alle bekommen haben, Operations kommt meist als letztes auf der Prioritätenliste.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren definitiv interessant und abwechslungsreich. Schade war nur, dass sich Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten teilweise schneller verändert haben als die eigentlichen Aufgaben.