Chaotische Einarbeitung und unprofessionelle Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Bezahlung erfolgt nach Tarifvertrag.
Das Unternehmen bietet positive Sozialleistungen (bAV, Benefit-Programm).
Es werden externe Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.
Die Analysegeräte sind auf dem neuesten Stand der Technik.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führung und Einarbeitung sind mangelhaft: Die Einarbeitung ist chaotisch, weil der existierende Einarbeitungsplan von den Führungskräften nicht umgesetzt und kontrolliert wurde.
Vorgesetztenverhalten ist unprofessionell: Es herrschte ein Top-down-Management, bei dem die Führungskräfte Fehler in der Umsetzung der eigenen Vorgaben konsequent dem Mitarbeiter anlasteten.
Schlechtes Arbeitsklima: Die Arbeitsatmosphäre war massiv belastet und von Angst geprägt durch hohen psychischen Druck und fehlendes Lob.
Problematische Kultur: Es gab deutliche Anzeichen für ein problematisches internes Klima in Bezug auf Respekt und Toleranz, das vom Management nicht proaktiv unterbunden wurde.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfteentwicklung und Rechenschaftspflicht: Das Management muss dringend in die Schulung der Führungskräfte in Umsetzungs- und Kontrollmechanismen investieren. Führungskräfte müssen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn vorhandene Einarbeitungspläne missachtet werden und dies zu einer hohen Fluktuation führt.
Umsetzung des Onboardings: Die Führung muss sicherstellen, dass der existierende Einarbeitungsplan strikt eingehalten wird. Dazu gehört die Bereitstellung von qualifizierten Ressourcen (Mentoren) und die Überprüfung der Einarbeitungsqualität.
Schaffung einer gesunden Fehlerkultur: Die Vorgesetzten müssen lernen, Verantwortung für die mangelnde Umsetzung der eigenen Vorgaben zu übernehmen, anstatt Fehler pauschal dem Mitarbeiter anzulasten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war massiv belastet und von Angst geprägt. Durch unklare und widersprüchliche Erwartungshaltungen seitens der Vorgesetzten und eine fehlende Fehlerkultur herrschte ein hoher psychischer Druck. Dies erschwerte eine offene, produktive Zusammenarbeit.
Image
Das Image der Firma steht in starkem Gegensatz zur internen Realität in der betroffenen Abteilung. Aufgrund der massiven Mängel in der Einarbeitung, der unprofessionellen Führung und des problematischen Arbeitsklimas ist es für die Mitarbeiter nicht möglich, gut über das Unternehmen zu sprechen. Das interne und das externe Bild klaffen stark auseinander.
Work-Life-Balance
Die vertraglichen Arbeitszeiten bewegten sich im normalen Rahmen. Allerdings führte die interne Situation zu Druck und Diskussionen bezüglich des Ausgleichs von Über- und Minusstunden. Die allgemeine hohe Stressbelastung in der Abteilung erschwerte es, die Arbeit gedanklich abzuschalten und eine gesunde Balance zu wahren.
Karriere/Weiterbildung
Obwohl die interne Einarbeitung chaotisch und unstrukturiert war, wurden externe Ressourcen zur Verfügung gestellt. Es gab die Möglichkeit für Weiterbildung durch Seminare sowie den Zugriff auf digitale Kurse. Die Kriterien für beruflichen Aufstieg bleiben jedoch intransparent.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt richtet sich nach einem Tarifvertrag. Zusätzlich werden positive Sozialleistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge und ein Benefit-Programm geboten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die obligatorische Trennung von Müll wurde durchgeführt. Darüber hinaus gab es jedoch kein sichtbares oder proaktives Engagement in den Bereichen Umweltschutz oder soziale Verantwortung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war gemischt. Es gab einzelne, sehr hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, die Unterstützung anboten. Allerdings wurde auch von einer langfristig verschlechterten Teamdynamik berichtet, die einen offenen und ehrlichen Umgang erschwerte.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab keine negativen Auffälligkeiten im Umgang mit langjährigen oder älteren Kolleginnen und Kollegen. Allerdings bot die allgemein angespannte und von Top-down-Management geprägte Unternehmenskultur keinen sichtbaren Rahmen zur aktiven Förderung oder Wertschätzung langjähriger Mitarbeiter.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war massiv unprofessionell. In Konfliktfällen reagierten die Führungskräfte abwehrend und widersprüchlich, zeigten keinerlei Selbstkritik und ließen die Einbeziehung der Mitarbeiter vermissen. Die getroffenen Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar und es wurde stark nach dem Top-down-Prinzip agiert.
Arbeitsbedingungen
Die Analysegeräte waren zwar auf dem neuesten Stand der Technik, allerdings war die restliche Infrastruktur veraltet. Zudem befand sich der Schreibtisch direkt im Labor, was die Konzentrationsfähigkeit und die Trennung von Arbeitsbereichen erschwerte.
Kommunikation
Die Kommunikation war unzureichend und widersprüchlich. Notwendige Informationen für die Arbeit, insbesondere zur strukturierten Einarbeitung, den Abläufen und den Erwartungen, wurden von der Führungskraft nicht proaktiv und klar weitergegeben. Diese Intransparenz und das Fehlen einer klaren Informationsstrategie erschwerte die Einarbeitung erheblich.
Gleichberechtigung
Es gab deutliche Anzeichen für ein problematisches internes Klima in Bezug auf Respekt und Toleranz unter den Mitarbeitern. Die Unternehmenskultur schien keinen ausreichend starken Rahmen zu bieten, um solche Verhaltensweisen präventiv zu unterbinden.
Interessante Aufgaben
Die fachliche Zuweisung der Projekte war strukturiert. Allerdings war die Aufgabenteilung in der Praxis nicht funktional, da die notwendige Einarbeitung und die notwendigen Informationen für eine selbstständige und erfolgreiche Projektdurchführung fehlten. Der Einfluss auf die Ausgestaltung des eigenen Aufgabengebietes war aufgrund des direktiven Top-down-Managements minimal.
