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Octapharma 
Plasma 
GmbH
Bewertung

Nicht alles, was glänzt, ist Gold

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Octapharma Plasma GmbH in Bochum gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt ist niedrig, und die Arbeit kann schnell sehr stressig werden. Es gibt kaum Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, und die Dienstplangestaltung führt zu einer schlechten Work-Life-Balance.

Ein weiteres großes Problem ist der Umgang mit Spendern: Viele unakzeptable Spender mit offensichtlichen Hygieneproblemen, Alkoholgeruch oder instabiler psychischer Verfassung werden trotzdem zur Spende zugelassen. Die Mitarbeiter müssen sich dabei oft beleidigende Kommentare anhören, während die Vorgesetzten solche Vorfälle einfach ignorieren und sich nicht darum kümmern.

Statt echter Motivation setzt das Unternehmen auf Druck: Mitarbeiter werden dazu „ermuntert“, härter und mehr zu arbeiten, um die Zahlen zu steigern. Dies führt jedoch nur zu vermehrten Krankheitsfällen – ohne jegliche Unterstützung durch die Vorgesetzten. Stattdessen gibt es als „Dankeschön“ oft nur eine Abmahnung.

Verbesserungsvorschläge

Mitarbeiter versuchen seit Jahren, Verbesserungsvorschläge einzubringen, doch die Vorgesetzten hören nicht zu. Es gibt keine ernsthafte Bereitschaft, auf Feedback einzugehen oder Veränderungen umzusetzen. Eine offene und konstruktive Kommunikationskultur wäre dringend notwendig.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre variiert stark und hängt oft von der Laune des einzigen Mitarbeitern ab. Es gibt immer wieder Streitigkeiten unter den Kollegen, die selbst nach klärenden Gesprächen ungelöst bleiben. Die Vorgesetzten zeigen wenig Interesse daran, diese Konflikte aktiv zu lösen. Zudem wird erwartet, dass man sich den älteren Kollegen anpasst, wodurch kaum Raum bleibt, eigene Ideen einzubringen oder sich persönlich weiterzuentwickeln.

Work-Life-Balance

Während meiner Zeit im Unternehmen hatte ich kaum eine Work-Life-Balance. Die Dienstplangestaltung war schlecht organisiert, und trotz der Aussage der Vorgesetzten, dass ausreichend Personal vorhanden sei, musste ich überwiegend Spätdienste übernehmen. Dies führte zu einer unausgewogenen Belastung und wenig Flexibilität im Privatleben.

Karriere/Weiterbildung

Für neue Mitarbeiter gibt es kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Karrierechancen sind praktisch nicht vorhanden. Nur in seltenen Fällen – und wenn man den Vorgesetzten besonders zusagt – wird eine minimale Schulung angeboten. Eine strukturierte oder faire Förderung existiert nicht.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist gelegentlich vorhanden, aber nicht durchgängig spürbar. Viele sind eher darauf bedacht, für ihr eigenes Wohl zu sorgen, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen. Aus Angst vor möglichen Konsequenzen halten die meisten lieber Abstand, anstatt geschlossen für gemeinsame Interessen einzustehen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten lässt zu wünschen übrig. Es werden unpassende Scherze gemacht, bei denen erwartet wird, dass man mitlacht – andernfalls wird man schief angesehen. Vereinbarungen und besprochene Maßnahmen werden oft nicht eingehalten. Zudem werden neue Mitarbeiter nach der Probezeit kaum noch beachtet, als würden sie nicht existieren. Unterstützung oder Wertschätzung vonseiten der Führung fehlt weitgehend.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt nur bedingt zufriedenstellend. Zu den Aufgaben gehört unter anderem das Arbeiten in der Tiefkühlzelle bei -40 °C. Im Spendesaal läuft die Klimaanlage dauerhaft, und selbst im tiefsten Winter wird oft und über längere Zeiträume gelüftet. Anschließend wundern sich die Vorgesetzten, warum Mitarbeiter häufig erkranken. Zudem fehlt es an ausreichend Platz für ein zusätzliches Büro, weshalb wichtige Gespräche meist in der Küche stattfinden – während andere Kollegen dort ihre Pause verbringen.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist mangelhaft. Vorschläge und Anliegen müssen mehrfach wiederholt werden, doch es ändert sich kaum etwas. Ein konkretes Beispiel ist die Dienstplanung: Während in einem Monat noch vermeintlich klare Absprachen getroffen werden, ist der Plan im nächsten Monat völlig unstrukturiert und chaotisch gestaltet. Es fehlt an einer verlässlichen und transparenten Abstimmung.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist lediglich an den MFA-Tarif angelehnt und bleibt für viele Mitarbeiter über die Jahre hinweg unverändert – unabhängig von Leistung oder Engagement. Gehaltserhöhungen gibt es nicht, selbst wenn man sich in der Arbeit übermäßig anstrengt. Während ältere Kollegen bevorzugt Weiterbildungen und zusätzliche Aufgaben erhalten, die ihr Gehalt steigern, haben neuere Mitarbeiter kaum Chancen auf eine finanzielle Entwicklung. Monatliche 50-Euro-Gutscheine werden als großer Vorteil angepriesen, machen jedoch keinen nennenswerten Unterschied im Gesamtgehalt. Eine faire und transparente Vergütungspolitik fehlt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung scheint in diesem Unternehmen keine große Rolle zu spielen. Langjährige Mitarbeiter erhalten bevorzugt Weiterbildungen und Aufstiegschancen, während neue Kollegen kaum gefördert werden. Zudem genießen ältere Kollegen und Vorgesetzte gewisse Privilegien, wie entspannte Kaffeerunden im Büro, während die neuen Mitarbeiter den Großteil der Arbeit übernehmen müssen. Eine faire Verteilung der Aufgaben und Chancen ist nicht erkennbar.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.