Leider keine guten Erfahrungen mit der Unternehmenskultur
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Schilderung meiner Erfahrungen beziehen sich auf die Account Management indirect Abteilung.
Leider habe ich in diesem Unternehmen sehr belastende Erfahrungen gemacht. Ich war wiederholt von zwei männlichen Kollegen mit Aussagen konfrontiert, die ich als sexistisch und rassistisch empfunden habe und die sich auf meine Herkunft und mein Aussehen bezogen.
Ich habe die Vorfälle mehrfach angesprochen, fühlte mich dabei jedoch nicht ernst genommen oder ausreichend unterstützt. Der Managing Director sagte mir, ich müsse mir ein „dickeres Fell“ zulegen und dürfe nicht so sensibel sein. Besonders enttäuschend war, dass die betreffende Person kurz nach meiner Beschwerde zum Team Lead befördert wurde. Mir wurde zudem geraten, das Thema nicht weiter anzusprechen, da dies dem Ruf der Person schaden könne.
Mein direkter Vorgesetzter äußerte sich mehrfach abwertend über eine bestimmte ethnische Gruppe. Im weiteren Verlauf wurde ich wiederholt nicht zu Meetings eingeladen bzw. erhielt relevante Informationen nicht, wodurch ich mich zunehmend ausgegrenzt fühlte.
Auch im Recruiting habe ich eine Situation erlebt, die bei mir Fragen zur Objektivität der Auswahlkriterien aufgeworfen hat. Bei der Bewertung einer Bewerberin wurden aus meiner Sicht besonders kritische Maßstäbe bzw. Anforderungen angesprochen. Die Begründung „Teamfit“ wurde dabei ebenfalls verwendet. Für mich war nicht nachvollziehbar, anhand welcher konkreten und einheitlichen Kriterien dieser bewertet wurde.
Ich bat um eine Definition von "Team Fit", bekam aber bis heute keine.
Ich kann und möchte daraus nicht pauschal auf die Behandlung ALLER Bewerber schließen. Die konkrete Situation mit meinem Manager und eben vergangene Kommentare, haben bei mir jedoch den Eindruck hinterlassen, dass die Auswahlkriterien in dieser spezifischen Abteilung nicht ausreichend transparent und nachvollziehbar waren.
Außerdem habe ich bis heute keine Entschuldigung erhalten für das Verhalten meiner männlichen Kollegen mir gegenüber. In allen Gesprächen wurde die Verantwortlichkeit auf mich geschoben.

