Entspannte Work-Life-Balance, jedoch ineffiziente Prozesse und fehlende Perspektiven
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die vertraglich gesicherte 100%-Remote-Arbeit, die flexiblen Arbeitszeiten und die sehr gute Work-Life-Balance ohne regelmäßige Überstunden. Zudem sind die 30 Urlaubstage, die pünktliche Gehaltszahlung, Zusatzleistungen wie Wellpass sowie der respektvolle und hilfsbereite Umgang unter den direkten Kollegen positiv hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den massiven Mangel an Führung, Struktur und Verantwortungsbewusstsein auf Managementebene. Es gibt kein Feedback, keine klaren Karriere- oder Gehaltsstrukturen und eine extrem ungleiche Verteilung der Arbeitslast. Silodenken zwischen den Standorten (Deutschland und Marokko). Durch personelle Umstrukturierungen in der Vergangenheit sowie fehlende Investitionen in Weiterbildung und Teamevents ist die Motivation im Arbeitsalltag spürbar gesunken.
Arbeitsatmosphäre
Die Unternehmenskultur ist durch flache Hierarchien, aber fehlende Struktur geprägt. Unternehmenswerte sind nicht dokumentiert. Eigeninitiative wird ohne Unterstützung oder Feedback dem Einzelnen überlassen, und aus Fehlern folgen keine Prozessverbesserungen. Teamevents finden aus Budget- und Zeitgründen nicht statt.
Image
In der Luftfahrtbranche genießt das Unternehmen einen guten Ruf.
Work-Life-Balance
Durch flexible Arbeitszeiten, geringe Überstunden und den Respekt vor der Freizeit ist die Work-Life-Balance gut. Urlaub kann unkompliziert genommen werden, auch wenn eine klare Richtlinie zum Überstundenausgleich fehlt.
Karriere/Weiterbildung
Strukturierte Karrierepfade oder regelmäßige Entwicklungsgespräche existieren nicht. Budgets für Weiterbildungen und Konferenzbesuche wurden gestrichen, und Arbeitszeit darf nicht für Fortbildungen genutzt werden. Zwar lassen sich durch Eigeninitiative neue Fähigkeiten erlernen und interne Rollenwechsel sind möglich, eine gezielte Förderung oder Anerkennung durch das Management findet jedoch nicht statt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wird stets pünktlich gezahlt, und es werden 30 Urlaubstage, eine betriebliche Altersvorsorge sowie Zusatzleistungen wie Wellpass und eine Mental-Health-App geboten. Allerdings ist die Gehaltsstruktur extrem intransparent, da Rollen nicht klar definiert sind. Es gibt weder regelmäßige Gehaltsrunden noch leistungsbezogene Boni; Anpassungen erfolgen nur auf aktive Nachfrage nach unklaren Kriterien.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als SaaS-Zulieferer für die Luftfahrtbranche hat das Unternehmen keine erkennbare Strategie für Nachhaltigkeit oder soziales Engagement. Es gibt weder Richtlinien zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks noch soziale Initiativen. Das Thema wird vom Management über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus nicht beachtet.
Kollegenzusammenhalt
Das Verhältnis unter den Kollegen ist positiv und hilfsbereit, sofern man direkt nachfragt. Durch das Fehlen von strukturiertem Onboarding und Teambuilding im Remote-Modus bleibt die Integration neuer Mitarbeiter jedoch oberflächlich. Eine Feedbackkultur existiert nicht.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Unternehmen ist sehr jung und klein, weshalb das Thema Alter im Alltag kaum präsent ist und spezielle Programme fehlen.
Vorgesetztenverhalten
Es herrscht ein deutlicher Mangel an Führung. Vorgesetzte sind oft nicht erreichbar und geben weder Anerkennung noch Feedback. Aufgaben werden ohne klare Zielsetzung vergeben und später nicht kontrolliert. Beruflicher Fortschritt wird nicht aktiv gefördert.
Arbeitsbedingungen
Die grundlegenden Bedingungen für die Remote-Arbeit sind vertraglich gesichert, und notwendige Hardware sowie Softwarelizenzen werden pünktlich bereitgestellt. Es gibt jedoch keinen finanziellen Zuschuss für die Homeoffice-Ausstattung. Ein erheblicher Schwachpunkt ist der interne IT-Support, der unstrukturiert ist. Zudem sind administrative Prozesse zu Beginn oft intransparent und müssen selbstständig erfragt werden.
Kommunikation
Der Umgangston ist respektvoll, aber der Informationsfluss ist mangelhaft. Entscheidungen werden oft erst spät kommuniziert, was Gerüchte fördert. Die Abstimmung zwischen den Standorten in Deutschland und Marokko ist schwierig, und Informationen müssen mehrfach eingefordert werden.
Gleichberechtigung
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße gibt es keine formalen Strukturen zur Gleichberechtigung, im Alltag werden jedoch alle Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht oder Standort (Deutschland und Marokko) gleich respektiert und gehört.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben weichen stark von den Versprechen im Bewerbungsprozess ab und bieten wenig Herausforderung. Prozesse sind ineffizient, was für ein SaaS-Unternehmen zu ungewöhnlich langsamen Release-Zyklen führt. Autonomie entsteht hier nur durch fehlendes Management.

