20 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
20 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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20 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
…insbesondere dann nicht, wenn man Menschen und Zeit angeblich wertschätzt.
Nach Einreichung meiner Bewerbung geschah zunächst: nichts. Fast vier Wochen lang. Erst nach eigener Nachfrage wurde der Prozess „wiederentdeckt“. Als nächster Schritt durfte ich dann einen Persönlichkeitstest absolvieren und das Ergebnis vorab einsenden – offenbar ein verpflichtender Bestandteil des Prozesses. In den Gesprächen selbst spielte dieser Test allerdings keinerlei Rolle. Weder inhaltlich noch im Austausch. Man fragt sich unweigerlich, ob es hier um Erkenntnisgewinn oder eher um formale Machtdemonstration ging.
Das erste Gespräch mit HR war sachlich korrekt, aber auffallend kühl und unpersönlich. Mein Gehaltswunsch wurde erneut abgefragt, jedoch ohne Einordnung, Feedback oder Transparenz. Der Eindruck, dass es weniger um Passung als um „möglichst günstig“ ging, drängte sich leider früh auf – bestätigt wurde er später nicht widerlegt.
Der weitere Ablauf wirkte zunehmend wie ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie HR-Prozesse ausufern können: Termine wurden kurzfristig angesetzt, ebenso kurzfristig wieder verschoben. Nach einem aus meiner Sicht sehr positiven zweiten Gespräch folgte wenige Tage später eine standardisierte Absage. Ohne Bezug auf die Gespräche, ohne Feedback, ohne Wertschätzung. Nicht einmal eine einfache Höflichkeitsfloskel zum Jahresende war vorgesehen – Effizienz offenbar an der falschen Stelle.
Mein Fazit: Der Eindruck entsteht, dass die Entscheidung intern sehr früh feststand, Bewerbende jedoch dennoch durch mehrere Runden geführt wurden. Das erzeugt Hoffnung, bindet Zeit und hinterlässt vor allem eines: das Gefühl, Mittel zum Zweck eines überformalisierten HR-Prozesses gewesen zu sein.
Was besonders irritiert: OnePage versteht sich als modernes, digitales Unternehmen. Der Bewerbungsprozess hingegen erinnert eher an eine Zeit, in der HR-Abteilungen ihre Rolle primär über Kontrolle und Machtausübung definierten. Gerade hier wäre es Aufgabe der Geschäftsleitung, regelmäßig hinzuschauen und gegenzusteuern. Denn HR sollte Menschen begleiten – nicht testen, parken und kommentarlos aussortieren.
Bitte behaltet diesen hervorragenden Prozess bei :)
Laut Rückantwort war man von meinen "Fähigkeiten und Hintergrund" beeindruckt, mehr erfährt man zu den Gründen für die Absage aber nicht.
Menschenkenntnis statt 16personalities
- auf den vorab gemachten Persönlichkeitstest wurde gar nicht eingegangen, obwohl man dieses Tool ja sehr gut einfließen lassen kann (evt. war der Termin aber auch zu kurzfristig, um den Test noch genauer anzuschauen)
- gerne proaktiv etwas mehr Hintergrundinfos liefern und weg von den 0815-Fragen, die jeder Personaler so stellt ;-)
- Rückmeldung sollte auch nach Absprache erfolgen, es gab von mir auch noch eine Zusatzinfo bzgl. Erreichbarkeit wg. evt. Folgegespräch, zu der weder eine Absage, noch eine weitere Reaktion erfolgte, hier ist noch Luft nach oben ;-)
- die Zeit nutzen, um den Menschen hinter der Bewerbung kennenzulernen, unser Gespräch war sehr kurz und ich empfand es im Vergleich zu anderen Vorstellungsgesprächen etwas unpersönlich
Keine
Rückmeldung geben
- vorab Prozess besprechen, anstelle von spontanen Änderungen, damit man weiß was noch auf einen zukommt :)
Informationen darüber, warum man nicht gut genug zu sein scheint. Ich empfinde die Ablehnung als diskriminierend aufgrund meines Alters.
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