Macht eure Ausbildung woanders
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider mittlerweile nur noch das Gehalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ahnungslose Führungskräfte, Fokus zu sehr auf kurzfristige Profitabilität, keine Einbindung des Kunden mehr
Verbesserungsvorschläge
Langfristiges Denken, Mitarbeiter wertschätzen und auf die eigene Jugend aus der Ausbildung setzen
Arbeitsatmosphäre
Führung und Arbeitsatmosphäre sind auf einem Tiefpunkt. Entscheidungen wirken willkürlich und die Kommunikation unterirdisch. Motivation und Wertschätzung existiert nicht mehr. Wer denkt, dass es nicht schlimmer geht, wird jeden Tag neu überrascht.
Kommunikation
Infos laufen nur über Gerüchte, Entscheidungen ändern sich stündlich und wer fragt, wird mit Ausreden abserviert. Wer hier arbeitet, sollte entweder Hellseher sein oder sein Leben dem Stoizismus hingeben.
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt ist ein Relikt der Vergangenheit. Heute zählt nur noch Konkurrenz, Missgunst und wer den nächsten Fehler meldet. Teamwork wird gelebt, wenn es gegen andere geht.
Work-Life-Balance
Überstunden sind mittlerweile Alltag und Anerkennung dafür gibt es keine. Gleitzeit existiert zwar auf dem Papier, bringt aber nichts, wenn man ständig wegen Produktionsstillständen zurückstecken muss. E
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen sind inkonsistent. Verantwortung wird auf Mitarbeiter abgewälzt und Unterstützung sucht man vergeblich. Leistung wird nicht wertgeschätzt, während Druck und Erwartungen hoch sind. Frust, Unsicherheit und Ineffizienz sind Ergebnisse.
Interessante Aufgaben
Stures Abarbeiten von täglichen To-Dos.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung ist noch Luft nach oben zwischen Leiharbeitern, Befristeten und Stamm-Mitarbeitern.
Umgang mit älteren Kollegen
Man versucht systematisch, sie loszuwerden mit Abfindungen. Aber sie werden eingebunden und zumindest existiert der Eindruck, dass ihre Erfahrung noch benötigt wird.
Arbeitsbedingungen
Jahreszeiten kommen immer sehr überraschend. Im Werk klebt man seit Jahren Hitzeschutzfolien an. Im Sommer ist es unerträglich heiß und die Klimaanlagen fallen aus, im Winter die Heizungen. Repariert wird beides, wenn es zu spät ist und geht zur nächsten Jahreszeit wieder kaputt. Ausstattung ist auch sehr veraltet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Den Werksverkehr mit Dieselfahrzeugen fahren zu lassen, gleichzeitig auf E-Autos zu setzen und Mitarbeiter zu ermahnen, weil sie den Müll falsch trennen, scheint für mich doch widersprüchlich zu sein. Umweltschutz wird aber von manchen Verantwortlichen ernst genommen.
Gehalt/Benefits
Früher war es sehr gut. Mittlerweile ist es eine Sache der Unmöglichkeit, in den Tarifstufen aufzusteigen. Benefits sind auch stark ausbaufähig. In einem Konzern mit "eigenem Laptop" oder "Arbeitskleidung" zu werben, ist auch fraglich. Nichtsdestotrotz ist das Gehalt größtenteils leicht überdurchschnittlich.
Image
Wenn nicht mal mehr die eigenen Mitarbeiter mehr Opel fahren möchten, sagt es einiges aus. Ansonsten muss man sich nur die Studien zur Zufriedenheit von uscale anschauen, sagt alles aus.
Karriere/Weiterbildung
Karriere gibt es nicht. Nach technischer Ausbildung und/oder Studium kommt man in den meisten Fällen ans Band oder anderweitig in die Produktion und bleibt erstmal paar Jahre dort, außer man hat herausragend gute Leistungen in der Ausbildung gezeigt - und selbst da ist nichts garantiert. Man wird mit einer falschen Vision ins Unternehmen gelockt. Ich würde nach den Erfahrungen die Ausbildung auf gar keinen Fall noch einmal bei Opel machen, auch wenn die Ausbildung an sich nicht mal so verkehrt ist. Die Ausbilder bemühen sich größtenteils, sind aber auch Betroffene des Systems voller Täuschungen.