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Keine kreative Freiheit, schlechtes Management und toxische Arbeitskultur

1,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gab keinen Druck zu unbezahlten Überstunden, und gelegentlich wurden Produkte des Unternehmens (z. B. Lebensmittel) mit dem Team geteilt – eine kleine Geste der Wertschätzung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitsplatz ließ grundlegende Professionalität vermissen, geprägt von veralteten Führungsstrukturen und einer nicht inklusiven Atmosphäre. Kreative Freiheit war stark eingeschränkt, und es bestand eine deutliche Ablehnung gegenüber der Modernisierung des Arbeitsumfelds. Mitarbeitende wurden nicht wirklich wertgeschätzt, und Personalentscheidungen schienen eher auf persönlichen oder finanziellen Interessen zu basieren als auf Qualifikation – einschließlich der Einstellung von Familienmitgliedern ohne entsprechende fachliche Eignung. Der persönliche Raum wurde nicht respektiert, was den Arbeitsalltag zusätzlich belastete.

Verbesserungsvorschläge

Einführung eines klaren Aufgabenmanagement-Systems sowie strukturierter Feedbackprozesse.

Schaffung eines inklusiven und professionellen Arbeitsumfelds, das modernen europäischen Arbeitsstandards entspricht.

Respektierung des persönlichen Raums der Mitarbeitenden und Förderung kreativer Eigenständigkeit.

Faire Vergütung basierend auf Qualifikation und Erfahrung statt Orientierung an externen Mindeststandards.

Förderung von Diversität und Chancengleichheit bei der Personalgewinnung und in der Unternehmenskultur.

Trennung von persönlichen und beruflichen Interessen bei Einstellungen und Teamstrukturen.

Unterstützung kontinuierlicher Weiterbildung durch Bereitstellung von Zeit und Budget.

Arbeitsatmosphäre

Es gibt spürbar wenig persönlichen Raum im Büro. Es ist üblich, dass Kolleg:innen während ihrer Pausen ungefragt an den eigenen Arbeitsplatz kommen und Gespräche beginnen, was die Konzentration oft stört. Das Team besteht ausschließlich aus Männern, und ich habe ein deutliches Ungleichgewicht sowie mangelnde Inklusivität erlebt. Trotz über zehn Jahren Berufserfahrung im Designbereich hatte ich kaum kreative Freiheit. Der Manager kontrollierte sämtliche Designentscheidungen bis ins kleinste Detail, was die Arbeitsatmosphäre starr und kreativ einschränkend machte.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein spielte im Arbeitsalltag kaum eine Rolle. Trinkwasser wurde in kleinen Plastikflaschen bereitgestellt, die nicht den EU-Standards entsprachen, und sämtlicher Abfall – einschließlich recycelbarer Materialien – wurde ohne Trennung in denselben Mülleimern entsorgt. Der Umgang mit Druckern war übermäßig und unkontrolliert, was auf ein fehlendes Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im Arbeitsalltag hinweist.

Karriere/Weiterbildung

Es wurden keinerlei Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten angeboten, selbst auf wiederholte Anfrage meinerseits. Stattdessen wurde erwartet, dass man sich neue Tools und Software eigenständig aneignet – ohne dafür Zeit, Unterstützung oder Budget zur Verfügung zu bekommen. Dennoch wurden sofort Ergebnisse erwartet, was unnötigen Druck erzeugte und echtes Wachstum verhinderte.

Vorgesetztenverhalten

Es gab kaum bis gar keinen Raum für kreative Mitgestaltung, da alle Entscheidungen stark kontrolliert wurden. Ich stand unter erheblichem Druck, bestimmte Tools zu erlernen und zu nutzen – oft handelte es sich dabei um kostenlose oder Testversionen –, nicht zur Förderung der eigenen Weiterbildung, sondern zur Kostensenkung. Zudem wurde von mir erwartet, einen täglichen Arbeitsweg von fast zwei Stunden in Kauf zu nehmen, basierend auf den persönlichen Präferenzen des Managers, was sich stark negativ auf die Work-Life-Balance und Produktivität auswirkte.

Arbeitsbedingungen

Das Büro befindet sich in einem Industriegebiet und ist weder gut organisiert noch komfortabel ausgestattet. Die allgemeine Arbeitsumgebung unterstützt weder ein professionelles noch ein inspirierendes Arbeiten, was sich negativ auf Produktivität und Wohlbefinden auswirken kann.

Kommunikation

Es gibt keine strukturierten oder festgelegten Besprechungszeiten für Feedback oder Projektabsprachen. Das, was als „Meeting“ bezeichnet wird, ist oft unorganisiert und kann jederzeit unterbrochen werden – zum Beispiel durch Telefonate, die auf Lautsprecher geführt werden, während andere Teilnehmende ohne Erklärung warten müssen. Diese unstrukturierte Herangehensweise erschwert eine effektive Kommunikation und Planung erheblich.

Gehalt/Benefits

Es wurden keinerlei Zusatzleistungen angeboten, obwohl diese in der Stellenausschreibung erwähnt wurden. Der Manager teilte mir direkt mit, dass die Gehälter nicht auf Basis von Qualifikation oder Erfahrung festgelegt werden, sondern sich ausschließlich an den Mindeststandards der Agentur für Arbeit orientieren. Diese Herangehensweise wirkte demotivierend und vermittelt wenig Wertschätzung für fachliche Kompetenz.

Gleichberechtigung

Es herrschte ein deutliches Fehlen von Diversität im Team, und es gab keine erkennbaren Bemühungen zur Förderung von Inklusion. Während meiner Zeit im Unternehmen wurde ich vom Manager ausdrücklich angewiesen, in den Marketingmaterialien für Website und Social Media keine Frauen darzustellen. Diese Haltung war besorgniserregend und steht im Widerspruch zu den Prinzipien der Gleichberechtigung und moderner Designethik.

Interessante Aufgaben

Aufgaben wurden meist mündlich vergeben, ohne die Nutzung von E-Mails, Briefings oder digitalen Projektmanagement-Tools. Leider lagen Qualität und Umfang der Aufgaben häufig unter dem professionellen Standard im Grafikdesign, was sowohl kreative Herausforderungen als auch Entwicklungsmöglichkeiten stark einschränkte.


Work-Life-Balance

Kollegenzusammenhalt

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