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OSTHUS 
GmbH
Bewertung

Wenn man's mag

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/in

Gut am Arbeitgeber finde ich

Meine Bewertung in Sternen ist das, was ich als Arbeitnehmer erfahren habe. Osthus ist ein sehr, nun ja, polarisierendes Unternehmen, ich hoffe, ich konnte klarmachen, woran das liegt. Einige mögen sich sehr wohlfühlen dort. Insofern bin ich mir auch nicht sicher, dass die hier geäußerte Vermutung, positive Bewertungen seien gefälscht, zutrifft. Für einen ganz speziellen Typ Mensch mag Osthus ideal sein.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das gleichmacherische und die miserable Behandlung aller, die nicht genauso sind wie man selbst. Menschlich mit das mieseste, was ich erlebt habe, verpackt unter einer schönen Decke. Das geistige Niveau mittelmäßig. Mittelmäßig ist überhaupt das richtige Stichwort. Es ist mittelmäßig. Nicht richtig schlecht, nicht toll, es ist gar nichts, es ist nur seicht und langweilig.

Arbeitsatmosphäre

Stimmung grauenhaft. Schon reden ist verpönt, von Lachen oder so gar nicht zu reden. Es wird nur ein Typ akzeptiert, und dass ist der "ja nichts sagen, höchstens ganz genau überlegt und schön langsam und immer im gleichen Tonfall"-Typ. Wer erwartet, dass auch mal ein Witz gerissen oder geblödelt wird, ist fehl am Platz. Grund ist, dass es bei Osthus nur ein Kriterium gibt: Ist jemand so wie der Chef? Und macht alles genauso? Trifft das zu ist alles gut. Dann werden Menschen auch gefördert und alles getan. Da werden selbst mittelmässige Mitarbeiter aufgebaut. Erzwungen wird das alles durch ein Coaching, das penetrant bestimmte Mantras wiederholt. Wem das gefällt, der mag wahrscheinlich auch die Stimmung.

Kommunikation

Praktisch nicht. Es werden nur Floskeln bekanntgegeben. Die Führungskräfte können meist nichts anderes als die Standard-Sätze abgeben. Auch die, die sich bemühen, denn sie werden ja selbst nur benutzt, wissen nichts und können nicht aus dem System raus. Kommunikation von unten nach oben gibt es nicht, man könnte mit der Wand reden, da kommt genauso viel dabei raus. Das ist nicht nur, weil keine Kritik erwünscht ist, sonder auch, weil niemand zuhört. Die Leute hören nur, was sie im Coaching gelernt haben, was die anderen sagen müssten. Sagt man was anderes, kann man es gleich bleiben lassen.

Kollegenzusammenhalt

Dafür, was Osthus als Rahmen setzt, gar nicht mal so schlecht. Streng genommen kann man nicht mal einen Kollegen um Rat fragen oder was fachliches fragen, denn: Kann nicht abgerechnet werden. Klar, ein paar Minuten fallen nicht auf, aber sonst ist die Zeiterfassung Gott. Die Kollegen sind alle nett, aber meist auch nicht mehr. Besondere Typen sind kaum dabei, aber das ist eben das Osthus-System. Jemand schrieb "Opportunisten", klar, wer anders soll auch bei Osthus dauerhaft überleben?

Work-Life-Balance

Einziger positiver Punkt: Wenn man eh nicht als Führungskraft in Frage kommt, macht man 9 to 5.

Vorgesetztenverhalten

Unterirdisch. Wirkliche Führungsleistungen sind gleich null, oft wird Führung geradezu verweigert, vorgeblich, weil man dem Mitarbeiter Verantwortung geben will. Das sind aber Floskeln. In Wirklichkeit soll jeder sein Gebiet effizient bearbeiten. Darüber hinaus denken oder sehen ist unerwünscht. Das gilt im übrigen für alle Ebenen. Die Mitarbetier werden benutzt, auch das mittlere Management. Die meisten Führungskräfte sind auch danach. Intellektuell bescheiden, meist Klone. Natürlich nicht blöd, aber auch nicht mehr. Insgesamt sehr hierarchisch. Einige Mitarbeiter nutzen es gnadenlos aus, dass sie jetzt jemanden herumkommandieren dürfen. Das wichtigste für die: Es gibt einen Titel und eine Hierarchie und man kann sich aufspielen. Ist natürlich eine Frage der Erwartungen: Wer im Leben nie mehr kennengelernt hat, kann bei Osthus glücklich sein. Wer reinpasst und protegiert wird hat wahrscheinlich bessere Chancen als in vielen anderen Unternehmen.

Interessante Aufgaben

Nein. Die Firma ist extrem hierarchisch und als Nicht-Führungskraft darf man gar nichts entscheiden oder beeinflussen. Technisch sind die Projekte uninteresant. Interessant wäre die Kundeninteraktion, damit hat man aber nichts zu tun, wenn man nicht Führungskraft ist. Sonst bekomt man von den Projekten erst was mit, wenn sie eigentlich schon fertig sind (also nur noch runterimplementiert werden müssen). Auch hier gilt: Es hängt natürlich von der Perspektive ab. Wer nichts anderes kennt mag die Projekte als interessant empfinden. Das wären sie nur unter dem kozeptionellen Gesichtspunkt, davon bekommen aber die meisten Mitarbeiter nichts zu sehen.

Arbeitsbedingungen

Ok, kann man nicht meckern. Alles sachlich, neu, sauber.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist nichts von zu merken. Ist aber auch eine reine Bürofirma, also die Möglichkeiten sind beschränkt.

Image

Gibt es nicht. Das Unternehmen kennt keiner, auch nicht in der Branche. Ist bizarr, wenn man sieht wie klein die ist (also Life-Science-IT) und wie vergleichsweise groß Osthus. Liegt auch daran, dass nur Standard gemacht wird. Alles, was auffallen könnte (mal ein Open Source-Projekt machen oder so) gibt es nicht, weil kostet und kann man niemanden in Rechnung stellen.

Karriere/Weiterbildung

Für mich null. Wer nicht reinpast, hat keine Chance.


Gehalt/Sozialleistungen

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