Ich habe das Unternehmen rechtzeitig verlassen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meiner Meinung nach sind das ganz typische Fehler, die das Management macht.
Der Klassiker: Nach einer Finanzierungsrunde läuft es nicht wie geplant, und plötzlich wächst der Druck auf die Mitarbeiter enorm.... Gleichzeitig geht die Menschlichkeit komplett verloren.
Wenn man eine so große Summe von Investoren annimmt, muss dem Management doch klar sein, was das für die Mitarbeiter bedeutet?! Der Erwartungsdruck steigt, die Ziele werden ambitionierter, und am Ende wird dieser Druck direkt an die Mitarbeiter weitergegeben. Genau das passiert hier gerade!
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn herrschte ein sehr positives Arbeitsklima. Auch der interne Umgang zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern war einwandfrei. Da die Abteilung jedoch innerhalb kurzer Zeit zu schnell gewachsen ist, hat sich die Situation schlagartig verändert...
Karriere/Weiterbildung
Ich finde diesen Punkt sehr schwierig, weil sich das Management nicht an die eigenen Richtlinien und Vorgaben hält, die es selbst definiert und verfasst hat. Es wird zu viel versprochen, ohne dass diese Zusagen am Ende tatsächlich eingehalten werden. Dazu gehören beispielsweise Aufstiegschancen, die in Aussicht gestellt werden, letztendlich aber nicht eintreten...
Gehalt/Benefits
Es war bereits früher sehr schwierig, eine Provision zu erhalten. Die neue Provisionsvereinbarung ist jedoch noch unrealistischer als zuvor und erschwert es den Mitarbeitern zusätzlich, sich etwas dazuzuverdienen. Viele haben sich inzwischen daran gewöhnt, ohnehin keine Provision zu erhalten. Dementsprechend sinkt auch die Motivation, die extra Meile zu gehen. Am Ende entscheidet trotz guter Leistung und allem Einsatz eine externe Person darüber, ob ein Mitarbeiter eine Provision erhält oder nicht....
Kollegenzusammenhalt
Das ist für mich tatsächlich das Wertvollste, was ich von Oviva mitnehme ...-> viele besondere und großartige Charaktere, die gemeinsam unglaublich viel erreichen und schaffen können.
Vorgesetztenverhalten
Für mich gab es zum Schluss keine wirkliche Leitung sondern eher eine "Verwaltung"...
Kommunikation
Zum Ende hin war man traurigerweise nur noch eine Nummer... Themen wie Wertschätzung und Anerkennung für besondere Leistungen sind komplett untergegangen. Durch die letzte Finanzierungsrunde ist der Druck auf die Mitarbeiter enorm gestiegen. Ich wurde als selbstverständlich wahrgenommen, ebenso wie die Leistung, die ich tagtäglich erbracht habe
Interessante Aufgaben
Früher hatte man viel Spielraum und Vertrauen darin, wie man an seine Aufgaben herangegangen ist. Damals zählte vor allem, dass man seine Ziele erreicht. Wie man den Weg dorthin gestaltet hat, war weitgehend einem selbst überlassen. Gerade das hat mich immer sehr motiviert, weil ich die Dinge auf meine eigene Art angehen durfte. Dadurch konnte ich auch großartige Erfolge erzielen und starke Leistungen erbringen. In einem so schnell wachsenden Unternehmen war das zum Ende hin leider nicht mehr möglich.... jeder Schritt wurde definiert, kommentiert und protokolliert. Dadurch konnte ich meine Aufgaben nicht mehr mit einem guten Gefühl erledigen. Für mich war das Mikromanagement. Punkt.