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Warum dieser Arbeitgeber enttäuscht.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Essen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Alles worauf der Arbeitgeber keinen Einfluss hat:
Die Kollegen, das Gefühl Menschen zu helfen. Kontakt zu den Patienten und Anwendern.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Vereinbarte Arbeitszeiten werden nicht eingehalten und man wird nahezu täglich um Mehrarbeit gebeten. Die Kommunikation, insbesondere durch die Geschäftsführung, wirkt häufig abwertend und Kritik wird persönlich genommen. Homeoffice ist trotz anderslautender Aussagen kaum möglich und Außendiensttermine entsprechen eher einfachen Kundenbesuchen. Viele Aufgaben liegen außerhalb der eigentlichen Position, weil überall Lücken gestopft werden müssen – bis hin zu Putztätigkeiten und körperlicher Arbeit. Die Arbeitsmittel sind veraltet, es fehlen Softwarelizenzen und die Organisation ist insgesamt chaotisch. Ältere Kolleginnen und Kollegen haben es schwer, was sich an konkreten Konflikten zeigte. Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es praktisch nicht, gleichzeitig ist das Gehalt niedrig und nicht branchenüblich. Die hohe Fluktuation führt zu Überlastung der verbleibenden Mitarbeitenden und sorgt für dauerhaftes Unmut im Team.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre wichtig, Absprachen zu Arbeitszeiten zuverlässig einzuhalten und Mitarbeitende nicht ständig mit spontanen Anfragen zu Mehrarbeit zu konfrontieren. Eine klarere und wertschätzende Kommunikation, insbesondere von Seiten der Geschäftsführung, könnte das Arbeitsklima deutlich verbessern und die hohe Fluktuation reduzieren.

Auch die Aufgabenverteilung sollte realistisch und der jeweiligen Position entsprechend gestaltet sein. Mitarbeitende regelmäßig fachfremde Aufgaben übernehmen zu lassen, um Lücken zu schließen, führt langfristig zu Überlastung. Mehr Personal, klarere Strukturen und eine bessere Organisation würden hier spürbar entlasten.

Moderne Arbeitsmittel, ausreichend Softwarelizenzen und eine klare Definition von Außendienst- bzw. Kundenbesuchen könnten den Arbeitsalltag effizienter machen. Zudem wären echte Möglichkeiten zur Weiterbildung und Entwicklung ein wichtiger Schritt, um langfristige Mitarbeiterbindung zu erreichen.

Eine offenere Haltung gegenüber Feedback, mehr Wertschätzung und eine nachvollziehbare Organisation würden insgesamt zu einer stabileren und deutlich positiveren Unternehmenskultur beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Aus meiner persönlichen Erfahrung war die Atmosphäre oft angespannt. Ursprüngliche Absprachen zu Arbeitszeiten wurden nicht eingehalten, und es wurde nahezu täglich gefragt, ob man länger oder anders arbeiten könne. Das erzeugt Druck und mindert das Wohlbefinden.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen sehr positiv. Intern herrschte jedoch häufig Unmut, und viele Kolleg*innen freuten sich auf Tage ohne Anwesenheit der Geschäftsführung.

Work-Life-Balance

Für die Geschäftsführung sicherlich super, diese kommt und geht wann Sie möchte und hat endlose Urlaubstage.
Man muss bloß aufpassen keine privaten Termine oder ein privates Leben zu haben. Da wird sofort gemeckert. Aber falls für die GF was ansteht, ist man „kurz“ weg - für den gesamten restlichen Tag.
Für mich war die Work-Life-Balance kaum gegeben. Regelmäßige Anfragen zu Mehrarbeit und zu geringe Planbarkeit machten es schwer das Private zu koordinieren. Homeoffice ist eine Illusion.

Karriere/Weiterbildung

Nicht existent.

Gehalt/Benefits

Nach meiner Erfahrung gab es keinerlei Möglichkeiten zur Weiterentwicklung oder zum Aufstieg. Aufgrund der ständigen Unterbesetzung bestand eher die Gefahr, zusätzliche Aufgaben aufzubürdet zu bekommen. Das Gehalt empfand ich als deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Keine Informationen bekannt. Üblicher Mittelstand.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen (mit Ausnahme der Geschäftsführung) war sehr gut. Man unterstützt sich gegenseitig und hält gemeinsam den Betrieb am laufen.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang wirkte gelegentlich schwierig. Oft kam es zu Diskussionen mit einer älteren Kollegin (welche mittlerweile seit Monaten krankgeschrieben ist)

Vorgesetztenverhalten

In meiner Wahrnehmung war das Verhalten der Geschäftsführung häufig abwertend. Durch die hohe Fluktuation wurden große Erwartungen an die verbleibenden Mitarbeiter gestellt, was zusätzlichen Druck erzeugte.
Die anderen Bewertungen hier sind von der Geschäftsführung selbst und stimmen nicht.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsmittel empfand ich als veraltet. Es gab alte Programme und nicht einmal genügend Lizenzen für bestimmte Tools, sodass sich Kolleg*innen gegenseitig abmelden mussten, um arbeiten zu können.

Kommunikation

Die Kommunikation empfand ich als schwierig. Feedback wurde häufig als Angriff verstanden und entsprechend schnippisch beantwortet. Offene, konstruktive Gespräche waren selten.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht gab es hier keine gravierenden Auffälligkeiten, allerdings wurde Gleichberechtigung auch nicht besonders aktiv gelebt oder gefördert.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren sehr breit gefächert – teilweise zu breit. Neben den eigentlichen Tätigkeiten musste man auch alles erledigen, was sonst anfällt: putzen, saugen, schleppen usw. Zusätzlich übernimmt man regelmäßig Aufgaben, die überhaupt nicht zur eigenen Position gehören, weil überall Lücken gestopft werden müssen. Außendiensttermine entsprechen eher einfachen Kundenbesuchen und haben wenig mit tatsächlichem Außendienst zu tun.

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